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Gesundheitswirtschaft, DRGs & Gesundheitspolitik
Dienstag, 23.12.2008 
Northeim: Wer kauft die Anteile?
Helios, Rhön oder Marseille – diese Frage stellt sich derzeit der Northeimer Kreistag. Hintergrund ist der geplante Verkauf von kreiseigenen Anteilen des Northeimer Krankenhauses an einen privaten Klinikbetreiber. Von Seiten des Kreistags wird der Klinikkonzern Helios als Käufer bevorzugt.
Die Mediziner des Northeimer Krankenhauses setzen ebenfalls auf Helios, hieß es. Die Vorstellung und Planung von Helios hätte die Ärzte am meisten überzeugt, so das Fazit.
Der Personalrat und die Gewerkschaft hingegen schätzen die Situation anders ein. Sie präferieren die Rhön-Klinikum AG als Anteilskäufer. Die Gründe: Rhön setze auf Fachpersonal, während bei Helios verstärkt Assistenten mit ärztlichen Aufgaben betreut würden. Das sehen die Verantwortlichen eher kritisch.
Montag, 22.12.2008 
Sawicki: Kliniken besser untereinander abstimmen
Der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Peter Sawicki, meldet sich in der Diskussion um die finanzielle Situation vieler Kliniken zu Wort. Es müsse erlaubt sein, Klinikfusionen auf den Weg zu bringen, ohne in die öffentliche Kritik zu geraten. Solche Zusammenlegungen könnten durchaus Synergien bringen, da nicht jede Einrichtung das ganze Leistungsspektrum anbieten müsse.
Es sei ausreichend, bestimmte Gerätschaften nur in ausgewählten Krankenhäusern zu betreiben. So könnten andere Kliniken die Kosten für solche medizinischen Geräte sparen.
Gleichzeitig sollten vor allem in größeren Städten der Betrieb der Notaufnahmen besser untereinander koordiniert werden. Es müsse nicht jedes Klinikum eine Nachtschicht anbieten – eine Notfallambulanz für ein bestimmtes Einzugsgebiet genüge.
Rhön: Erste Prognosen für 2009
An Jahresende ist es in vielen Unternehmen üblich, Bilanz zu ziehen. Das hat nun auch der Klinikkonzern Rhön-Klinikum AG getan – mit insgesamt positiven Ergebnissen und Prognosen. Von Seiten des Unternehmens hieß es, dass man trotz der aktuellen finanziellen Entwicklung gut positioniert sei.
So sei grundsätzlich vorstellbar, dass in 2009 weitere Übernahmen in die Wege geleitet würden. Es müsse jedoch zunächst abgewartet werden, wie sich der Markt überhaupt entwickle. Wahrscheinlich sei, dass nicht viele Krankenhäuser als Übernahmekandidaten zur Verfügung stehen werden.
Die große Welle der Privatisierung sei zwar vorbei, doch könne es aufgrund der Finanzkrise durchaus zu weiteren Zukäufen durch Rhön kommen. Nach dem großen Kauf des Uniklinikums Gießen-Marburg schließt der Konzern eine Übernahme weiterer Unikrankenhäuser nicht aus. Für 2009 sei damit aber nicht zu rechnen, da aktuell keine Einrichtungen angeboten würden, heißt es von Seiten des Unternehmens.
Insgesamt sei es für Rhön wichtig, sich finanziell stabil aufzustellen.
Freitag, 19.12.2008 
4,4 Millionen Beschäftigte im Gesundheitsbereich
In Deutschland waren zum Jahresende 2007 etwa 4,4 Millionen Menschen im Gesundheitsbereich tätig – das teilte nun das Statistische Bundesamt mit. Die Besonderheit: Von 2006 auf 2007 ist die Zahl der Beschäftigten bisher am stärksten angestiegen. Mit einem Plus von 63.000 Stellen waren diese Jahre die erfolgreichsten Job-Schaffer im Gesundheitsbereich.
Experten nehmen an, dass vor allem ein Zuwachs an Arbeitsplätzen in den Bereichen Alten- und Krankenpflege sowie Physiotherapie für die Entwicklung verantwortlich ist.
Donnerstag, 18.12.2008 
Schmidt: Geld wird auch den Patienten zugute kommen
Dass die zusätzlichen 5,5 Milliarden Euro für die deutschen Kliniken in 2009 auch den Patienten zugute kommen, dessen ist sich Bundesgesundheitsministerin Schmidt sicher. Sie betont, dass mit den Geldern nicht nur die bauliche Modernisierung vieler Häuser vorangetrieben, sondern auch die Personaldecke aufgestockt werden könne.
So könne der ganze Klinikbereich mittelfristig weiter wachsen, meint Schmidt. Es sei nun Aufgabe der Länder, ebenfalls sichtbare Beiträge zur Unterstützung der Krankenhäuser zu leisten.
IKK Sachsen und Baden-Württemberg fusionieren
Um Synergien zu nutzen, schließen sich die IKK Sachsen und Baden-Württemberg im kommenden Jahr zur künftig größten Innungskrankenkasse zusammen. Hintergrund der Entscheidung ist die jahrelange enge Zusammenarbeit, die bereits zwischen beiden Kassen bestand.
Nun soll die Kooperation in einer Fusion beider Anbieter gipfeln – Ziel sei es, auf dem Kassenmarkt eine gesicherte Position einzunehmen, heißt es von Seiten der Beteiligten. Auch für die Versicherten versprechen sich die Akteure Vorteile. So sollen Zusatzzahlungen zur Krankenversicherung aufgrund der stabilen Finanzlage der neuen Kasse vermieden werden können.
Dienstag, 16.12.2008 
Datenbank für Implantate gefordert
Weil die Haltbarkeit von Implantaten im alltäglichen Test kaum belegt ist, fordern Experten die Einrichtung einer entsprechenden Datenbank. In Schweden werde die Geschichte jedes Implantats weitgehend nachverfolgt, so die Begründung. Dieses Vorgehen helfe, die Anzahl der Nachbesserungs-OPs gering zu halten.
Zusätzlich zur Überprüfung vor der Einsetzung des Implantats könnten dann auch Aufzeichnung während der eigentlichen Gebrauchszeit gemacht werden.
Kassen: 400 Millionen Euro könnten fehlen
Aus dem Gesundheitsfonds sollen die deutschen Kliniken im kommenden Jahr rund 3,5 Milliarden Euro erhalten – finanziert durch den für alle Bürger einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent. Diese Rechnung könnte nun doch nicht aufgehen; das befürchten zumindest die Krankenkassen.
Der Grund: Die Kliniken planen 2009 mit zusätzlichen Kosten von 3,9 Milliarden Euro, so dass am Ende 400 Millionen fehlen könnten. Geld, das die Kassen nicht aufbringen können, so ein Sprecher der Krankenkassen. Aus diesem Grund müsse die Reformzusage noch einmal korrigiert werden.
Die Kassen fordern, dass Mehreinnahmen durch die vereinheitlichten Fallpauschalen ab 2009 auf die Hilfsgelder angerechnet werden. Nur dann könne die Finanzierung sichergestellt werden, heißt es von Seiten der Kassen.
Montag, 15.12.2008 
Lielje-Gruppe investiert in Klinik-Erweiterung
Trotz der Finanzkrise, die sich in vielen Branchen bemerkbar macht, hat die Lielje-Gruppe aus Löhne einen Kredit von rund vier Millionen Euro bewilligt bekommen. Die Nord LB stellt das Geld zur Verfügung, damit das Unternehmen eine seiner Reha-Kliniken erweitern kann.
Insgesamt belaufen sich die Kosten auf fünf Millionen Euro, so dass auch die Kommanditisten Geld beisteuern müssen Damit wird Berolina-Klinik um ein Gebäude erweitert. Das hat zur Folge, dass die Zahl der Betten steigen wird – auch die Einstellung neuer Mitarbeiter ist geplant.
Städtische Kliniken Höchst erhalten Neubau
Um langfristig die Arbeitseffizienz zu steigern und somit Kosten zu sparen, investieren die Stadt Frankfurt, das Land und die Städtischen Kliniken Höchst rund 144 Millionen Euro in einen Neubau der Kliniken. Bis 2013 werden die baulichen Maßnahmen durchgeführt – die Kosten werden zwischen den drei genannten Parteien aufgeteilt.
Hintergrund der Entscheidung ist das derzeitige Haushalt-Minus bei den Städtischen Kliniken Höchst. Da zu erwarten ist, dass sich das Defizit aufgrund steigender Personalkosten weiter erhöht, haben die Verantwortlichen nun den Neubau auf den Weg gebracht.
Ziel ist es, Arbeitsprozesse zu erleichtern und zu verkürzen. Auch eine Reduzierung von Arbeitsplätzen ist im Gespräch, die jedoch übersichtlich verlaufen solle, so ein Kliniksprecher.
Donnerstag, 11.12.2008 
Urteil zum Verkauf der niedersächsischen Landeskrankenhäuser
Der Verlauf der niedersächsischen Landeskrankenhäuser beschäftigt derzeit die Justiz – ein erstes Urteil des Staatsgerichtshofs in Bückeburg bringt nun Klarheit. Die Veräußerung sei nicht in allen Bereichen verfassungsgemäß, urteilten die Richter. So soll zukünftig beispielsweise sichergestellt werden, dass das Land Niedersachsen einen Einfluss auf die Mitarbeiter-Auswahl behält. Auch sollen Berichte eigenständig und direkt angefordert werden können.
Fehlerhafte Prothese: Schmerzensgeld
Obwohl sein Hüftimplantat bislang gut funktioniert, ist einem Patienten ein Schmerzensgeld von 7.000 Euro zugesprochen worden. Der Hintergrund: 2003 hatte der Mann das künstliche Gelenk erhalten. Später wurde vom Hersteller Falcon Medical mitgeteilt, dass es bei den Prothesen unter Umständen zu Problemen kommen könnte. Beim Kontakt mit Körperflüssigkeit könne das Kunstgelenk brüchig werden, so der Hinweis.
In der betroffenen Klinik hatten sich bis dahin bereits einige Patienten mit ihren Problemen gewandt. Darüber hinaus schrieben die Krankenhaus-Verantwortlichen weitere Betroffene an, um diese auf die Schwierigkeiten hinzuweisen. So hatte auch der Mann von seinem fehlerhaften Gelenk erfahren, der nun das Schmerzensgeld erhalten soll.
Gegen das Urteil will der Hersteller nach eigenen Angaben voraussichtlich Berufung einlegen.
Mittwoch, 10.12.2008 
Bundesärztekammer fordert Geld für Kliniken
Weil im Zuge der Finanzkrise einigen Branchen staatliches Geld zur Verfügung gestellt wird, fordert die Bundesärztekammer nun ähnliche Maßnahmen auch für den Gesundheitsbereich. Da viele Krankenhäuser mit einem unausgeglichenen Haushalt betrieben würden, sei ein solches Vorgehen sinnvoll, heißt es.
So könnten wichtige strukturelle Schritte für die Kliniken unternommen werden. Konkret wird von rund einer Million Euro für jedes Krankenhaus und zehn Millionen Euro für jede Uniklinik gesprochen. Insgesamt beliefe sich die Fördersumme dann auf eine vertretbare Summe von 2,5 Milliarden Euro, heißt es. Dies sei zu rechtfertigen, da alle Maßnahmen auch direkt von den Patienten wahrgenommen würden.
Statistisches Bundesamt mit neuen Zahlen
Nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes reduziert sich die Verweildauer der Patienten in deutschen Kliniken seit Jahren kontinuierlich. Verbrachten sie 1991 noch durchschnittlich 14 Tage im Krankenhaus, ist dieser Wert 2007 auf 8,3 Tage gesunken.
In der Krankenhaus-Landschaft selbst sind ebenfalls Trends zu erkennen. Während die Zahl öffentlicher Einrichtungen weiter zurückgeht, steigt der Anteil privater Kliniken deutlich an. Konkret: 2007 wurden 30 Prozent mehr Krankenhäuser privat betrieben, das ist eine Verdopplung im Vergleich zu 1991. Bei den Öffentlichen sank der Anteil während dieser Zeit um rund 14 Prozent.
Dienstag, 09.12.2008 
Finanzkrise bedroht auch Gesundheitsfonds
Weil die Finanzkrise derzeit auch in Deutschland ihre Auswirkungen zeigt, könnte dem Gesundheitsfonds bereits zu seinem Start ein Minus von bis zu zwei Milliarden Euro drohen. Das berichtet der SPIEGEL.
Danach reicht der Beitragssatz von 15,5 Prozent nicht aus, um die drohenden Verluste durch höhere Arbeitslosenzahlen und sinkende Nachfrage zu kompensieren. Während einige Experten schon eine Erhöhung des Satzes auf 15,8 Prozent diskutieren, werden auch Forderungen nach neuen Steuermitteln für den Fonds laut.
Gesundheitskarte bald im Praxistest
Wenn am Donnerstag in einer Dürener Arztpraxis das erste Kartenlese-Gerät fest für die alltägliche Arbeit installiert wird, macht das Gesundheitswesen einen nächsten Schritt in Richtung elektronischer Gesundheitskarte. Mitte 2009 sollen dann bereits umfangreiche Einsatzgebiete in ganz NRW erschlossen sein.
In den vergangenen Monaten hatte sich die Einführung der Karte immer wieder verschoben – auch Diskussionen um die Datensicherheit spielten dabei eine Rolle. Inzwischen gibt es weltweit bereits Gesundheitsportale, die dem Prinzip der elektronischen Gesundheitskarte ähneln. So hat der Softwareriese Google beispielsweise das Portal „Google Health“ ins Leben gerufen. Auch die Barmer Ersatzkrasse erprobt ein solches Angebot mit dem Namen „LifeSensor“.
Noch ist es schwierig, die Akzeptanz solcher Webseiten zu prüfen. Wie die Nutzer mit ihnen umgehen, ist derzeit noch weitgehen unbekannt. Dennoch sehen viele Gesundheitsakteure durchaus Potential in den Nutzerportalen.
Andere Experten hingegen halten die Entwicklung zumindest für bedenklich. Die Speicherung so vieler Patientendaten könne leicht zu Missbrauch führen, so die Befürchtung.
Montag, 08.12.2008 
Eschenbach: Arzneien ohne Anweisung?
Weil Hebammen in der Klinik Eschenbach jahrelang selbständig Betäubungsmittel verabreicht haben sollen, erwartet das Krankenhaus nun staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. Zwischen 1990 und 2006 könnte es zu Verabreichung von Medikamenten gekommen sein, ohne dass es eine ärztliche Anweisung gegeben habe, heißt es.
Die Ermittler konzentrieren sich nun auf die entsprechenden Aufzeichnungen und rekonstruieren die Fälle in der Geburtshilfestation. Zwar ist die Abteilung selbst inzwischen geschlossen, doch liegt beispielsweise eine Schmerzensgeld-Klage vor. Die Eltern eines Jungen verlangen eine Zahlung, weil sie die Behinderung ihres Kindes im Zusammenhang mit den verabreichten Arzneien sehen.
BILD-Zeitung: Kassenverbände geben immer noch viel Geld aus
Trotz der Planungen zum Gesundheitsfonds scheinen die Krankenkassen nicht in allen Bereichen Sparmaßnahmen zu ergreifen – das zumindest berichtet die BILD-Zeitung. Vor allem die Spitzenverbände vieler Kassen würden immer noch viel Geld ausgeben, heißt es. Insgesamt würden für die Verbände immer noch rund eine halbe Milliarde Euro pro Jahr bereitgestellt.
Auch für 2009 würden keine drastischen Reduzierungen erwartet, so die BILD. Es wird kritisiert, dass mit der Gesundheitsreform eigentlich eine deutliche Verschlankung der Krankenkassen-Organisationen erreicht werden sollte.
Freitag, 05.12.2008 
Gesundheitsakteure protestieren gegen Gesetzesänderung
Weil das Gesetz zur Finanzreform der Kliniken geändert werden soll, gibt es Streit zwischen der Bundesregierung und Gesundheitsakteuren. Der Grund: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat den Krankenhäusern im Zuge der Umstrukturierungen rund 3,5 Milliarden Euro mehr in Aussicht gestellt.
Nun steht ein Änderungsantrag am Gesetz bevor, durch den die geplanten Milliarden mit den finanziellen Mehreinnahmen aus den Fallpauschalen verrechnet werden sollen. Dagegen protestieren Ärzte- und Klinikvertreter. Es könne nicht sein, dass zunächst 3,5 Milliarden Euro angekündigt und die Zusagen dann doch künstlich reduziert würden. Beide Zahlungen sollten separat geleistet und nicht gegeneinander verrechnet werden, so die Forderung der Gesundheitsvertreter.
Gesundheitsministerin Schmidt hingegen hält an ihren Plänen vorerst fest. Die befürchtete Entlassungswelle in deutschen Krankenhäusern werde nicht durch die Finanzreform verursacht. Vielmehr müssten die Kliniken dem Strukturwandel besser gerecht werden.
Donnerstag, 04.12.2008 
Bayerischer Rechnungshof kritisiert leere OP-Säle
Der Bayerische Oberste Bundesrechnungshof äußert sich in einem Gutachten kritisch über die Vielzahl der OP-Säle an einigen Münchener Unikliniken. Das Problem: Die meisten Säle seien nicht annähern ausgelastet, würden aber wegen ihrer Instandhaltung und Reinigung täglich Kosten verursachen. Konkret werden zwölf Fachbereiche genannt, deren Kapazitäten kritisch sind.
Pro Jahr würden rund eine Million Euro allein als Betriebsausgaben für jeden Saal aufgewendet, so der Rechnungshof. Das sei eine Verschwendung. Dem widerspricht die Uniklinik. Es sei wichtig, für eventuelle Notfälle immer freie Säle verfügbar zu haben, heißt es.
Betriebsrat der Gesundheits-Holding Werra-Meißner für Privatisierung
Viele Betriebsräte reagieren in der Regel skeptisch, wenn die Übernahme ihres Konzerns durch ein größeres Unternehmen diskutiert wird. Sie befürchten Lohneinbußen oder Entlassungen. Anders ist dies bei der Gesundheits-Holding Werra-Meißner, deren Betriebsrat sich für einen Kauf durch die Rhön Klinikum AG ausspricht.
Die Gründe: Der Klinikkonzern verfüge über das notwendige Know-How auf diesem Gebiet und könne stabile finanzielle Zusagen machen. Außerdem würden Entscheidungswegen bei privaten Betreibern deutlich verkürzt und damit Strukturen effizienter gestaltet. Anders als der jetzige Träger könne mit der Rhön Klinikum AG ein Tarifvertrag ausgehandelt werden, der die Löhne stabil halte.
Mittwoch, 03.12.2008 
Sanitätsdienst der Bundeswehr steht unter Druck
Der Sanitätsdienst der Bundeswehr sorgt sich um seine hohen Abwanderungsquoten. Analog zur allgemeinen Entwicklung in Deutschland würden auch bei der Bundeswehr viele Mediziner den Dienst verlassen. Im Vergleich zu 2007 sei die Zahl in diesem Jahr deutlich angestiegen, so ein Statement.
Eigentlich war geplant, die Stellen der Sanitätsoffiziere bis 2010 deutlich aufzustocken. Mit der derzeitigen Entwicklung sei dies kaum möglich, so ein Bericht. Im Gegenteil: Langfristig könne sogar eine Einschränkung des Dienstes auftreten.
Fresenius sieht positive Entiwcklungen
Obwohl auch die Gesundheitsbranche in Teilen von der weltweiten Finanzkrise betroffen scheint, gibt sich der Fresenius-Konzern zuversichtlich. Nach eigenen Angaben werden die Bereiche Helios und Vamed auch weiterhin wachsen.
Unabhängig von den Entwicklungen im Finanzsektor gebe es einen konstanten Bedarf an Medizinprodukten und –dienstleistungen, heißt es. Auf Basis dieser Prognose werde für Helios im Jahr 2010 weiterhin ein Umsatz von 2,3 Milliarden Euro angepeilt. Auch von Vamed werden positive Zahlen erwartet – hier soll der Umsatz um bis zu zehn Prozent steigen.
Dienstag, 02.12.2008 
Ostseeklinik wird umgebaut
Bereits vor zwölf Jahren wurde erstmals über eine Modernisierung und Erweiterung der Ostseeklinik Schönberg gesprochen – nun werden die Pläne realisiert. Die ersten Baumaßnahmen sollen bereits Anfang 2010 abgeschlossen werden, damit die Gebäude dann für den Alltagsbetrieb bereit stehen. Das neue Bettenhaus und zahlreiche weitere Umbaumaßnahmen werden mit rund 18 Millionen Euro zu Buche schlagen.
Ziel ist es, die Klinik für Patienten noch ansprechender zu gestalten. So solle Urlaubs- statt Klinik-Stimmung aufkommen, erläutert der zuständige Architekt.
Für die Stadt selbst ist das Projekt ein wichtiger Schritt – der Standort könne dadurch gesichert werden, was auch für die Stadt finanzielle Mehreinnahmen bedeute.
(Unter Verwendung von Material von KN Online)
Neuer Klinikführer für Berlin
Für Berlin gibt es seit dieser Woche den aktuellen „Klinikführer 2009“. Darin sind Qualitätsdaten der Berliner Krankenhäuser aufgeführt. Außerdem werden Patientenzahlen gegenübergestellt und detaillierte Informationen zu 50 Erkrankungen angeboten. Den Patienten soll so eine Orientierung in der Berliner Krankenhaus-Landschaft ermöglicht werden. Neben den Klinikdaten wurden auch 2.400 niedergelassene Mediziner nach ihrer Meinung gefragt.

