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Ayfer

Beginner

Posts: 2

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1

Thursday, July 21st 2005, 10:38am

Hallo Forum,

ich bin MDA und beschäftige mich zur Zeit mit der Ermittlung von Anhaltszahlen zur personellen Besetzung im Medizin-Controlling.

Fragestellung:
Wie sieht die personelle Besetzung des Medizin-Controllings (bezogen auf die vollstationären Fallzahlen pro Jahr) in den Krankenhäusern zu Beginn der Konvergenzphase aus?

Eine kurze Auskunft zur Situation in Ihrem Hause würde mir sehr weiter helfen.

Viele Grüße aus dem verregneten Braunschweig.
Ayfer

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2

Monday, July 25th 2005, 10:33am

Guten Tag Frau Ayfer

Eine Antwort auf Ihre Frage ist nicht ganz einfach.
Wenn Sie wissen wollen, wieviel Akten im Jahr ( oder auch pro Tag ) von einer Codierfachkraft zu bearbeiten sein können verweise ich auf die hier im Forum zur Zeit geführte Diskussion.

Wenn sie tatsächlich über die personelle Besetzung im Bereich Medizin-Controlling in einem Krankenhaus nachdenken geht das weit über das Codieren von Akten hinaus.

Die Abrechnung/Codierung ist dabei nur ein Teilbereich des Medizin-Controllings.

Zunächst benötigen Sie sicherlich einen ärztl. Mitarbeiter möglichst mit Facharztbezeichnung und betriebswirtschaftlichem Hintergrund als Medizin-Controller. Je nach Größe des Hauses werden dann ggf. eine oder weitere ärztl. Stellen notwendig sein.

Sollen auch MDAs eingesetzt werden richtet sich der Personalbedarf nach der Aufgabenstellung ( Codierung, MDK-Anfaragen, statistische Auswertungen, Kommunikation mit den Abteilungen, Fortbildung, Koordinierung von Aktenläufen, Dokumentationskontrolle,Abrechnung usw. )
Hier ist also das Tätigkeitsprofil entscheidend

Um alle o.g Funktionen zu erfüllen gehen wir hier von 3500 Fällen/Jahr pro Mitarbeiter im Codierungsbereich aus.
D. Lindner
Arzt
Leiter med. Controlling
St. Marien-Hospital Düren

casapietra

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3

Monday, July 25th 2005, 2:52pm

Hallo zusammen,

wir sind ein 400 Betten Haus und zu fünft im Controlling (eine 3/4 und 4 Vollzeitkräfte). Von der Qualifikation her sieht das wie folgt aus: Zwei Ärzte, ein Medizincotroller, ein Pflegecontroller und ein MDA.

Speziell für den DRG Bereich sind wir drei Leute, die sich um den Export, die Krankenkass- und MDK Anfragen, Schulungen, Budgetverhandlungen und die Überprüfung der Kodierung kümmern. Speziell im letzten Punkt sind wir gerade am Überlegen, wie wir die schwierigen und umpfangreichen Abteilungen (Innerer Medzin und Neurologie) konstant (jede Akte) sofort nach Abschluss kontrollieren können.
Mit zwei Leuten war dieses nicht zu schaffen und es ist uns viel Geld verloren gegangen. Mich würde auch einmal interessieren, wie das in anderen Häusern läuft, und ob wir vom Stellenplan im Durchschnitt über- unter oder korrekt besetzt sind.

Viele Grüße
casapietra

E_Horndasch

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4

Tuesday, July 26th 2005, 8:49am

Guten morgen,
eine Frage an casapietra: wo liegt bei Ihnen der Unterschied in den Tätigkeitsbereichen zwischen Ärzten und Medizincontroller? Und worin unterscheidet sich ein Medizincontroller von einem Pflegecontroller?
Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
E. Horndasch

casapietra

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5

Tuesday, July 26th 2005, 4:00pm

Hallo Herr Horndasch,

der Medizincontroller hat unter anderem die Aufgabe der Budgetvorbereitungen, des monatlichen Berichtswesens, der Auswertung der QS Bögen...

Der Pflegecontroller beschäftigt sich unter anderem mit Auswertungen aus dem Bereich der OP Auslastung, Auslastung der Stationen, Patientenzufriedenheit, Pflegestandars (Optimierung, Verbesserung, Sicherung).

Des weiteren habe beide noch eine Menge an Projekten, die unabhängig voneinander stattfinden

Viele Grüße
casapietra

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6

Tuesday, April 27th 2010, 10:25am

Sehr geehrtes Forum,

gibt es seit 2005 neue Erkenntnisse oder Quellen über die Personalplanung bei Dokumentationsassistenten.
Meine konkrete Frage: Pro wieviel vollstationäre und ambulante Fälle (pro Jahr) sollte eine MDA-Stelle eingeplant werden.

Vielen Dank vorab für die Antworten.

Viele Grüße

MC1

GOMER

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7

Tuesday, April 27th 2010, 2:46pm

Quoted


Original von Medizin-Controller1:
Sehr geehrtes Forum,

gibt es seit 2005 neue Erkenntnisse oder Quellen über die Personalplanung bei Dokumentationsassistenten.
MC1


Guten Tag, \"MC1\",
die Quellen aus 2005 beruhen - meiner Meinung nach - auf die reine Kodierung von circa 3.500 st. Fällen pro Jahr/Vollzeitkraft; heute sieht der Arbeitsplatz eines Kodierers aber anders aus:
Kodierung der Fälle + Bearbeitung der MDK-Anfragen+Verfassen von Widersprüchen, so dass 3.500 Fälle eigentlich nicht mehr zur Debatte stehen dürften.
Gruß,
B. Schrader

R. Schaffert

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8

Tuesday, April 27th 2010, 3:38pm

Schönen guten Tag allerseits,

Quoted


Original von GOMER:
...von circa 3.500 st. Fällen pro Jahr/Vollzeitkraft; ...


Die Kennzahl \"Fall\" ist ja wohl auch kaum geeignet, oder kodiert hier jemand einen Fall mit Intensivkomplexbehandlung und 3 Aktenordnern Patientenakte genau so schnell, wie den 3-Tagesfall aus der HNO-Belegabteilung?

Auch der CMI ist - zumindest alleine - nicht wirklich geeignet, denn er spiegelt nicht immer den Kodieraufwand wieder (sondern manchmal z. B. einfach die Sachkosten der klaren und wenig aufwändig zu kodierenden Leistung).

Und wie Herr Schrader schon richtig sagte, ohne Betrachtung der Strukturen und Aufgaben (MDK, QS, ... ) lässt sich schon gar kein Vergleich des Personalaufwandes herstellen. Und nach meiner Erfahrung sind die Strukturen in den Kodierabteilungen der Kliniken noch sehr unterschiedlich, so dass hier ganz große Vorsicht geboten ist.

Ich wünsche noch einen schönen Tag,
Reinhard Schaffert
Facharzt für Chirurgie
Krankenhausbetriebswirt(VWA)
Mediator

Main-Kinzig-Kliniken

VEN

Trainee

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9

Friday, September 17th 2010, 1:49pm

Hallo,

ist zwar schon etwas älter der Beitrag, aber ich kann jetzt nur von dem sprechen was machbar ist aus meiner Sicht, da ich es selbst ja bin die es tut: ich kodiere in Vollzeit 38,5 h 4000-4500 Fälle jährlich (innere Medizin inkl. Intensiv, Peripherie und Stroke) inklusive Aufnahmediagnosen plus MDK, plus KK Anfragen 8)

Ein schönes Wochenende :)

GOMER

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10

Friday, September 17th 2010, 3:45pm

Quoted


Original von VEN:
ich kodiere in Vollzeit 38,5 h 4000-4500 Fälle jährlich (innere Medizin inkl. Intensiv, Peripherie und Stroke) inklusive Aufnahmediagnosen plus MDK, plus KK Anfragen


Moin, \"VEN\",
gehen Sie doch bitte einmal ins Detail...
Primärkodierung nach Aktenlage?
Stroke? Welche Leistungen erfassen Sie dort?
Intensivleistungen.. einschließlich primäre Erfassung der Beatmungszeiten, Komplexbehandlungen (SAPS, TISS), ZEs ?
MDK-Anfragen, inkl. Verfassen von Widersprüchen? 8o :i_respekt:

Wenn dem so ist, so kann das - meines Erachtens - nur zur Lasten der Kodierqualität (Synonym \"Erlös\") gehen; wir haben allein eine Kodierkraft in Vollzeit, die ausschließlich die Intensivleistungen erfasst und kodiert - das nur so nebenbei ?(

Gruß und eines schönes WE






Wurmdobler

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11

Friday, September 17th 2010, 5:41pm

Hallo Herr Schrader,

ich denke es gibt wirklich gutes Personal die schaffen diese 4000-4500 Fälle pro Jahr.
Natürlich handelt es sich dann nicht ausschließlich um IT Patienten mit Koplexbehandlungen etc.
Also ich denke man kann das nicht ohne weiteres so stehen lassen, dass die Kodierqualität darunter leiden würde...
Genauso individuell wie die Fälle sind, sind auch die Kodierfachkräfte.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Mehrbelastung einer Kodierfachkraft nicht zwingend von Nachteil sein muss, so kommt es durchaus vor, dass KDA´s mit weniger Fällen qualitativ schlechter kodieren... Wie gesagt liegt nach m.E. auch immer in der Person des einzelnen und wieviel er bereit ist dazuzulernen.

MfG
Ductus
Die Welt ist global, das Denken lokal

Wurmdobler

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12

Friday, September 17th 2010, 5:59pm

Quoted


Original von casapietra:
Hallo zusammen,

wir sind ein 400 Betten Haus und zu fünft im Controlling (eine 3/4 und 4 Vollzeitkräfte). Von der Qualifikation her sieht das wie folgt aus: Zwei Ärzte, ein Medizincotroller, ein Pflegecontroller und ein MDA....

Viele Grüße
casapietra


Hallo,

habe hierzu ein Frage, gibt es dann in Ihrem Haus Kodierfachkräfte oder erfolgt die Kodierung über die Ärzteschaft???

Beste Grüße


MfG
Ductus
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Wurmdobler

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13

Friday, September 17th 2010, 6:00pm

ups... ok ich hab grad gesehen dass der Posteaus dem Jahr 2005 war... das dürfte sich dann wohl deutlichst verändert haben...
MfG
Ductus
Die Welt ist global, das Denken lokal

R. Schaffert

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Friday, September 17th 2010, 7:40pm

Schönen guten Tag allerseits,

trotz aller oben genannten Vorbehalte füge ich mal die Personalkennzahlen unseres Medizincontrollings an.

Aufgabenstruktur: Kodierung aller Abteilungen nach Abschluss der Behandlung anhand der Krankenkakte, teilweise QS-Bögen erfassen (Pneumonie), vollständiges und alleinverantwortliches MDK und Krankenkassenmanagement (bei fast vollumfänglicher vor-Ort-Prüfung), Gelegentlich noch EDV-Anwenderunterstützung und Teilnahme an Klinikweiten Projekten (z.B. betiebliches Gesundheitsmanagement). Ab 2010 auch Aufbau von Kodierstrukturen in der Psychiatrie.

Dies sind die Aufgaben unserer als \"Case-mix-Performer\" ausgebildeten Mitarbeiter (alle ehemals als Pflegekräfte tätig). Ich als ärztlicher Medizincontroller habe außer der Leitungs- und in wenigen Einzelfällen Enscheiderfunktion und Teilnahme an den MDK-Fallkonferenzen wenig mit diesen Aufgaben zu tun und habe dadurch Zeit für das strategische Medizincontrolling.

Hier also meine Personalkennzahlen (wer wagt es noch, sich zu outen? )

Ich wünsche noch einen schönen Tag
Reinhard Schaffert
Facharzt für Chirurgie
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E_Horndasch

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15

Sunday, September 19th 2010, 10:11am

Hallo Herr Schaffert,
sehr beeindruckende Zahlen. :i_respekt:
Gestatten Sie mir 2 kleine Nachfragen.

Wie viel Zeit verbringen Ihre Mitarbeiter mit Logistik, also Kopiertätigkeiten für die PKV, Aktentransport von Station und aus Archiv, Aktensuche für MDK etc. ?

Erfolgt die Kodierung als Primärkodierung oder als Validierung einer von Ärzten durchgeführten Kodierung? Wenn Primärkodierung: auch OPS bei Operationen?


Danke für kurze Antwort, gerne auch als PN.

Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
E. Horndasch

R. Schaffert

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16

Sunday, September 19th 2010, 6:29pm

Schönen guten Tag Herr Horndasch,

Aktenlieferung (sowohl nach Abschluss der Behandlung, als auch aus Archiv für MDK) ist in der Regel organisiert (jedenfalls solange es noch Zivis gibt ). Die Kodierung erfolgt \"sowohl als auch\". Im Bereich der Diagnosen abgesehen von der Aufnahmediagnose meist als (nach-) Kodierung, im Bereich des operativen OPS eher als Kontrolle. Denn die operativen OPS werden im OP primär erfasst, schon um die OP-Erfassung überhaupt abschließen zu können.

Sonstige Logistik und je nach Erfahrung auch andere Unterstützung wird von Zivis (soweit vorhanden) oder neuerdings auch Audzubildenden (allerdings Bürokaufleute, also nicht unbedingt medizinische Erfahrung) wahrgenommen. Da dies allerdings nicht kontinuierlich möglich ist und auch qualitativen Schwankungen unterliegt, habe ich diese Stellen in der Berechnung nicht berücksichtigt.

Ich denke, Herr Horndasch, wir sehen uns auf dem DGfM-Symposium am 01.10, dann können wir uns gerne auch persönlich austauschen.

Ich wünsche noch einen schönen Tag
Reinhard Schaffert
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E_Horndasch

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17

Monday, September 20th 2010, 8:38am

Hallo Herr Schaffert,

Quoted


Original von R. Schaffert:

Ich denke, Herr Horndasch, wir sehen uns auf dem DGfM-Symposium am 01.10,




auf jeden Fall.

Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
E. Horndasch

VEN

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18

Monday, September 20th 2010, 2:55pm

Quoted


Original von GOMER:

Moin, \"VEN\",
gehen Sie doch bitte einmal ins Detail...
Primärkodierung nach Aktenlage?
Stroke? Welche Leistungen erfassen Sie dort?
Intensivleistungen.. einschließlich primäre Erfassung der Beatmungszeiten, Komplexbehandlungen (SAPS, TISS), ZEs ?
MDK-Anfragen, inkl. Verfassen von Widersprüchen? 8o :i_respekt:

Wenn dem so ist, so kann das - meines Erachtens - nur zur Lasten der Kodierqualität (Synonym \"Erlös\") gehen; wir haben allein eine Kodierkraft in Vollzeit, die ausschließlich die Intensivleistungen erfasst und kodiert - das nur so nebenbei ?(

Gruß und eines schönes WE


Hallo GOMER,

das Kodieren beinhaltet bei mir bis auf die Erfassung der TISS und SAPS alles übrige, sprich auch Beatmungszeiten und sämtliche Komplexbehandlungen, ZE´s und was sonst noch anfällt. Jedoch sollte ich erwähnen, dass bei uns die OPS Schlüssel meist direkt von der Funktion eingegeben werden und ich hier nur eine Überprüfungs-und Ergänzungsfunktion habe.

Ich denke es hängt davon ab, wie gut eine Abteilung organisiert ist. Wenn der Arztbrief qualitativ hochwertig ist und nicht mit Details gespart wird, kann man auch sehr schnell und trotzdem gut arbeiten. Die Akten kommen i.d.R. geheftet und komplettiert zu mir, ich muss nur ab und zu ausstehende Befunde anfordern.

Die Krankenkassenanfragen bearbeite ich komplett inkl. kopieren von Kurven und sämtl. Befunden (außer es ist mal ein Praktikant da, aber das ist eher die Ausnahme), teilweise Schreiben von Stellungnahmen, je nach Anliegen.

Die MDK Vor-und Nachbereitung mache ich alleine, die Gesprächsführung zusammen mit dem CA.

Für manche Fälle brauche ich 30 Sekunden, für andere 3 Stunden, so ist das eben mit der Kodiererei.

Ansonsten einen schönen Start in die neue Woche, LG VEN :sonne:

phlox

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19

Monday, September 20th 2010, 3:56pm

Hallo miteinander, besonders Herr Schaffert:

mit diesem Personal schaffen Sie die kompletten Aufgaben:



Quoted

Aufgabenstruktur: Kodierung aller Abteilungen nach Abschluss der Behandlung anhand der Krankenkakte, teilweise QS-Bögen erfassen (Pneumonie), vollständiges und alleinverantwortliches MDK und Krankenkassenmanagement (bei fast vollumfänglicher vor-Ort-Prüfung), Gelegentlich noch EDV-Anwenderunterstützung und Teilnahme an Klinikweiten Projekten (z.B. betiebliches Gesundheitsmanagement). Ab 2010 auch Aufbau von Kodierstrukturen in der Psychiatrie.


mit dem gesamten SChriftverkehr bis zum Gutachten und weiter?

:i_respekt:


haben Sie da eine komplette Entscheidungsstruktur für strittige Fragen?

ICh komme auch gerne zum Gespräch mit Herrn Horndasch dazu. :augenroll:

Mfg
"Wahrhaftige Worte sind nicht angenehm. Angenehme Worte sind nicht wahrhaftig." Laotse

E_Horndasch

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20

Tuesday, September 6th 2011, 4:08pm

Guten Tag zusammen,
ich wurde heute mit der Methode der Personalbedarfsberechnung, entwickelt von der Uni Schleswig-Holstein konfrontiert.

Folgende Formel:

(Casemix:6000) x 1VK + (Intensivtage :3000) x 0,5 VK + (Verlegungsfälle:500)x 0,1 VK + (MDK-Anfragen :200) x0,1 VK

hat damit schon jemand konkrete Erfahrungen gemacht?
Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
E. Horndasch

medctr

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21

Tuesday, September 6th 2011, 8:32pm

Hallo,

ich habe diese Formel heute auch zur Kenntnis bekommen.
Kliniken haben ja einen unterschiedlichen Case Mix Index, wie ist diese Formel in diesem Zusammenhang zu beurteilen.
Oder trifft sie unabhängig zu?

Es gab ja auch noch die andere Formel, die sich auf die Fallzahl bezog.

(Fallzahl:3000) x 1VK + (Intensivtage :3000) x 0,5 VK + (Verlegungsfälle:500)x 0,1 VK + (MDK-Anfragen :200) x0,1 VK
Auf welche Ergebnisse kommen Sie, wenn Sie diese Formeln anwenden?

Herzliche Grüße Medctr

Bin gespannt auf einen regen Austausch.
Habe hierzu auch noch weitere Fragen, stehen die Akten komplett elektronisch zur Verfügung oder müssen dies von den Stationen geholt werden. Werden die Diagnosen und Prozduren kodiert?
Wie gestalten sich hier die Arbeitabläufe in den anderen Kliniken?

E_Horndasch

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22

Wednesday, September 7th 2011, 7:55am

Hallo,
die angewendete Methode mit Berechnung baut wohl auf 4 Parameter auf:

Casemix-Basis zur Bewertung der Komplexität eines Falles. Wobei eine VK im Jahr 6.000 Punkte kodieren muss. Die Akten sind hierbei so vorbereitet, dass aus Akte und KIS die vollständige Kodierung erbracht wird.
Die Intensivtage werden gesondert hinzugerechnet mit dem Schlüssel 6.000 Intensivtage ergeben eine 1 VK.
Bei Verlegungsfällen ist der Aufwand geringer, so dass hier bei 5.000 Verlegungen eine VK als Schlüssel angewendet wird.
Für die MDK-Fälle baut die Berechnung auf Unterlagen heraussuchen (Archiv), kopieren und versenden. Zudem wurde hier für MDK-Begehungs-Krankenhäuser, die Begehung und Bearbeitung berücksichtigt.

Wobei ich die Originalarbeit nicht kenne, sonern nur die Kommentierungen (s.o.) dazu.
Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
E. Horndasch

23

Wednesday, September 7th 2011, 10:58am

Hallo,

ich habe heute "das Krankenhaus" 9.2011 auf den Tisch bekommen.

Dort ist ein kurzer 2 seitiger Artikel zu den beiden o.g. Formeln drin.

Die CM-Formel weicht bei uns um ca. 0,5 VK ab. D.h. wir haben 2 VK und die Formel ergibt 2,6 VK wobei ich den Faktor MDK mal rausgelassen habe und mir nur die reine Kodierung betrachtet habe.

Die Fallzahlformel hat einen Wert von 4,6 VK und ist damit deutlich zu hoch.

Wie sieht es in den anderen Häusern aus?

Gruß

Sven Lindenau

R. Schaffert

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24

Wednesday, September 7th 2011, 2:01pm

Schönen guten Tag allerseits,

ich habe mir den Bewertungsrelationen als generelle Grundlage der Personalbedarfsbemessung so meine Probleme. In der (Wirbelsäulen-)chirurgie oder der Geriatrie habe ich mit einem einzelnen OPS, der auch noch ganz offensichtlich ist, mal ganz schnell zwei Bewertungsrelationen, während ich auf der Inneren schon in den Krümeln suchen muss, bis ich überhaupt mehr als 0,9 BR zusammen bekomme.

Personalkennzahlen für das Medizincontrolling wären zwar ganz nett, so sind sie allerdings meines Erachtens etwas zu platt.

Ich wünsche noch einen schönen Tag,
Reinhard Schaffert
Facharzt für Chirurgie
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Main-Kinzig-Kliniken

fimuc

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25

Wednesday, September 7th 2011, 2:25pm

Hallo,

ohne nähere Erläuterung kann ich auch den Abschlag bei den Verlegungsfällen in der Formel nicht nachvollziehen.
Bei einer (zunächst) internistischen konservativen Gallenbehandlung bspw. habe ich praktisch den gleichen Kodieraufwand, egal ob der Pat. nun unmittelbar in die Chirurgie zur OP verlegt oder zunächst entlassen wird.
Einziger Unterschied ist der Klick auf den "Freigabe"- Button.

Gruß,
fimuc