Gesundheitswirtschaft in den Bundesländern wuchs 2017 um durchschnittlich 2,2 Prozent

Die Bruttowertschöpfung (BWS) in der Gesundheitswirtschaft1) stieg 2017 nach dem gegenwärtigen Berechnungsstand gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt der Bundesländer preisbereinigt um 2,2 Prozent bzw. 15,0 Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich war der preisbereinigte Zuwachs der BWS in Mecklenburg-Vorpommern (4,6 Prozent), Berlin (3,4 Prozent), Bayern (3,3 Prozent), Rheinland-Pfalz (3,2 Prozent) und Brandenburg (3,1 Prozent).

Wie die Arbeitsgruppe "Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder" (AG GGRdL) weiter mitteilt, hatten im Jahr 2017 erstmals mehr als sechs Millionen Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft der Bundesländer einen Arbeitsplatz. Das waren rund 146 000 Personen bzw. 2,5 Prozent mehr als im Jahr 2016. Besonders hoch war der Anstieg der Erwerbstätigenzahl binnen Jahresfrist in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 3,5 Prozent.


Die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für den Arbeitsmarkt in den Bundesländern variiert. So waren im Jahr 2017 in Bayern nur gut 12 Prozent aller Arbeitsplätze in diesem Querschnittsbereich angesiedelt, in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern dagegen fast 16 Prozent. In der stark dienstleistungsorientierten Gesundheitswirtschaft betrug die BWS (in jeweiligen Preisen) je Erwerbstätigen 2017 im Länderdurchschnitt 48 374 Euro. Dabei reichte die Spannweite von 59 313 Euro in Hessen bis zu 40 262 Euro in Sachsen (Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen).