MHH und Uniklinik Göttingen wollen gemeinsam Onkologisches Spitzenzentrum schaffen

Optimale Behandlung und abgestimmte Forschung / Niedersachsens Wissenschaftsminister Thümler lobt Bemühungen. Kooperation zum Wohle der Patientinnen und Patienten: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben heute bei einer Sitzung im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) in Hannover beschlossen, sich gemeinsam bei der Deutschen Krebshilfe um den Titel "Onkologisches Spitzenzentrum" zu bewerben. MHH und UMG haben im Bereich der Onkologie bereits große Verbundprojekte mit starken onkologischen Komponenten erfolgreich beantragt, unter anderem das HighMed-Projekt.


Für Niedersachsen von großer Bedeutung


"Die MHH und die UMG sind in Forschung, Lehre und Krankenversorgung auf

verschiedenen Feldern international ausgewiesen. Beide Universitätskliniken

haben in den letzten Jahren ihre Aktivitäten auch in der Onkologie ausgebaut",

sagt Professor Dr. Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstandes der UMG. "Die

gemeinsame Antragstellung von MHH und UMG ist für Niedersachsen von großer

Bedeutung. Bisher gibt es im Zentrum Deutschlands trotz hoher Patientenzahlen

kein solches Onkologisches Spitzenzentrum. Das wollen wir ändern."


Gemeinsam zum Wohle der Patienten


Dr. Andreas Tecklenburg, Vize-Präsident der MHH, sieht in der gemeinsamen

Bewerbung die logische Fortsetzung der vorangegangenen Entwicklung: "Mit der

Auditierung unseres Claudia von Schilling-Zentrums für universitäre

Krebsmedizin und der erneuten positiven Begutachtung haben wir den Grundstein

gelegt und wollen im nächsten Schritt auch unsere Forschungsanstrengungen

gemeinsam mit den Göttinger Partnern zum Wohle unserer Patienten noch besser

koordinieren."


Königsweg zur erstklassigen Versorgung


Der Niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler lobt die

Zusammenarbeit beider niedersächsischen hochschulmedizinischen Einrichtungen:

"Der Aufbau eines onkologischen Spitzenzentrums ist der Königsweg zur

erstklassigen Versorgung der Patientinnen und Patienten in Niedersachsen. Ich

freue mich sehr, dass die Medizinischen Hochschule Hannover und die

Universitätsmedizin Göttingen dieses herausragende Projekt mit gebündelten

Kräften gemeinsam verwirklichen wollen."


Lücke im Zentrum Deutschlands schließen


Fortschritte in der Vorbeugung, Früherkennung, Diagnostik und Therapie der

Krebserkrankungen haben die Überlebenschancen und die Lebensqualität

krebskranker Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich

verbessert. Die Standards der medizinischen Versorgung von Krebspatientinnen

und Krebspatienten sind nach Einschätzung der Deutschen Krebshilfe bundesweit

bislang jedoch noch sehr unterschiedlich. Mit der Etablierung Onkologischer

Spitzenzentren ermöglicht die Deutsche Krebshilfe allen Krebskranken eine noch

bessere, individuell zugeschnittene Behandlung nach dem aktuellen Stand der

Wissenschaft. Bislang existiert im Zentrum Deutschlands kein Onkologisches

Spitzenzentrum, die nächsten Standorte sind Berlin, Hamburg und Essen.


Die UMG und die MHH haben bis zum Herbst 2019 Zeit, um an ihrer gemeinsamen

Strategie zu feilen und den Antrag zu formulieren. Zu diesem Zweck soll ein

gemeinsames Lenkungsgremium eingesetzt werden. Eine paritätisch besetzte

Arbeitsgruppe mit Experten beider Häuser wird eingerichtet.

(Pressemitteilung).