Uniklinik Leipzig 2017 mit positiver Jahresbilanz

Zentrale Neubauprojekte an der Liebigstraße kurz vor der Fertigstellung. Leipzig. Jahresbilanz positiv – mit diesem Fazit blicken das Universitätsklinikum Leipzig und die Medizinische Fakultät auf das zurückliegende Jahr 2017. Das UKL erreicht ein Betriebsergebnis von 3,7 MiIlionen Euro und einen Jahresüberschuss von 1,56 Millionen Euro bei weiter gestiegenen Behandlungszahlen. Nach einem zügigen Bauverlauf steht zudem mit dem Klinikneubau Haus 7 ein wichtiger Erweiterungsbau kurz vor der Fertigstellung.


Zur Bilanzpressekonferenz am 19.6.2018 wurde der Jahresbericht unter dem Titel

"Wertschätzung" vorgestellt.

Das Universitätsklinikum Leipzig bleibt mit einer erneuten Steigerung der

Umsatzerlöse auf 422,3 Millionen und einem positiven Jahresergebnis weiter auf

Erfolgskurs. Die Zahl der stationären Fälle erhöhte sich auf 55.755, die der in

den Ambulanzen behandelten Fälle stieg auf 372.477. Damit verzeichnete das UKL

mit insgesamt 428.000 Fällen einen Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem

Vorjahr und um 17 Prozent innerhalb der letzten fünf Jahre. "Diese Zahlen

belegen das große Vertrauen der Menschen in das Universitätsklinikum Leipzig

und die hier von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistete Arbeit",

sagt Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums

Leipzig. "Dies macht einen Ausbau unserer Kapazitäten erforderlich, auch vor

dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, auf die wir vorbereitet sein

müssen", so Prof. Fleig weiter. Mit der im Herbst anstehenden Inbetriebnahme

des Klinikneubaus Haus 7 steht dabei ein wichtiger Meilenstein unmittelbar

bevor. Das derzeit an der Liebigstraße entstehende Gebäude wird unter anderem

160 Betten und ein neu strukturiertes, hochmodernes Krebszentrum beherbergen.

"Damit schaffen wir hervorragende räumliche und organisatorische Bedingungen

für die Behandlung von Krebspatienten und für die Forschung zur Bekämpfung

dieser Volkskrankheit", betont der Medizinische Vorstand. 58 Millionen Euro

werden hier investiert, um auf vier Ebenen und 10.100 Quadratmetern die

notwendigen zusätzlichen Flächen zu schaffen, die für die Patientenversorgung,

Forschung und Lehre benötigt werden.


"Dank dieser Erweiterung können wir der steigenden Inanspruchnahme unserer

Leistungen besser gerecht werden und die erforderliche räumliche Entlastung in

den bestehenden Klinikgebäuden erreichen", ergänzt Marya Verdel, Kaufmännischer

Vorstand des UKL. Sie betont auch die großen Anstrengungen aller, die das

positive Jahresergebnis erst ermöglicht haben. "Das honorieren wir entsprechend

durch die Weiterentwicklung unserer Haustarifverträge, die im vergangenen Jahr

eine Steigerung der Entgelte sowohl für die nicht-medizinischen Beschäftigten

als auch die Ärztinnen und Ärzte beinhaltet hat." Gleichzeitig stieg erneut die

Zahl der Beschäftigten am UKL, vor allem im Bereich der Pflege.

Insgesamt erhöhte sich der Anteil der in den patientennahen Bereichen

Beschäftigten seit Jahren kontinuierlich: 2017 waren am UKL 13 Prozent mehr

Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegende tätig als 2010. "Wir sehen dies als

wichtigen und notwendigen Schritt, um zum einen die Kollegen zu entlasten und

zum anderen in Zeiten von Fachkräftemangel unsere Leistungsfähigkeit auch

künftig sicherstellen zu können", so Verdel. Dank der guten wirtschaftlichen

Entwicklung kann zudem erneut die jährliche Sonderzahlung in Höhe von bis zu 20

Prozent eines Monatsgehalts als Prämie für die nicht-ärztlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeschüttet werden.


Meilensteine für Forschung und Lehre

Mit der Vorlage der Ergebnisse der Begutachtung durch den Wissenschaftsrat im

Herbst 2017 wurde dem Standort Leipzig ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt. Das

Gremium beurteilte Krankenversorgung, Forschung und Lehre als sehr gut

aufgestellt. Gleichzeitig wurde für die Zukunft zum Erhalt und zur

Weiterentwicklung des hohen Leistungspotentials eine verbesserte Finanzierung

in konsumtiver und investiver Hinsicht empfohlen.


Als einer der positiven Aspekte für die Weiterentwicklung in der Lehre wurde

dabei die Einrichtung des in Mitteldeutschland einmaligen Medizindidaktischen

Zentrums in 2017 hervorgehoben. "Gemeinsam mit der bevorstehenden

Fertigstellung des Gebäudes für Mensa, Bibliothek und Lernklinik haben wir

damit hier auch für die Lehre beste Bedingungen geschaffen", resümiert Prof.

Christoph Josten, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Der

Freistaat Sachsen investiert für die Baumaßnahme rund 23 Millionen Euro. Die

Lesetische in der neuen Bibliothek für Medizin und Naturwissenschaften sind

angeliefert und werden nun aufgebaut. Parallel ziehen in den Sommermonaten über

200 Simulatoren der LernKlinik in das neue Gebäude ein.


Ein weiterer enorm wichtiger Impuls für die Zukunft des Standortes

Universitätsmedizin Leipzig geht von der Gründung des neuen Helmholtz-Instituts

für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (kurz: HI MAG) aus, die vor

wenigen Tagen zusammen mit der Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange

feierlich begangen wurde. "Dank der Anschubfinanzierung durch den Freistaat

Sachsen in Höhe von 10,4 Millionen Euro können wir jetzt die Arbeit der letzten

Jahren auf dem Gebiet der Adipositasbehandlung und -forschung verstetigen und

auf eine neue Stufe heben", so der Dekan. "Hier bietet sich uns die Chance, auf

diesem für die Gesellschaft immens wichtigen Gebiet auch international eine

Spitzenposition einnehmen zu können."

(Pressemitteilung).