GKV-Finanzentwicklung: Krankenkassen sparen zu Lasten der Kliniken

Zur finanziellen Entwicklung in der Gesetzlichen Krankenversicherung im 1. Quartal 2018 erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: „Mit 2,1 Prozent steigen die Aufwendungen der Krankenkassen für die Krankenhausbehandlungen nur unterdurchschnittlich. Dies bestätigt die Beobachtungen der Krankenhäuser, dass wieder mehr Häuser in die roten Zahlen rutschen. Die Ursache für die gedämpften Erlöszuwächse liegt in der

Verweigerung von Vergütungen, die beispielsweise für Einstufungen in der Pflegeversicherung vereinbart sind, aber nicht durch die Krankenkassen zur

Auszahlung kommen.


Gleichzeitig nimmt die Zahl der MDK-Prüfungen in einer absolut unangemessenen

Weise zu. Einige Kliniken berichten bereits über hohe Prüfquoten von 15 bis 20

Prozent aller Fälle. Dabei werden Verrechnungen mit aktuell erbrachten

Leistungen vorgenommen. Für die DKG ist dies ein klarer Hinweis darauf, dass

die nicht gerechtfertigten Zahlungsverweigerungen mittlerweile Überhand nehmen.

Zudem können die Krankenhäuser mit 2,1 Prozent Erlöszuwachs die

Personalkostenzuwächse von fast 4 Prozent nicht decken. Dies unterstreicht

erneut, dass eine Refinanzierung der Tarifsteigerungen für alle

Krankenhausmitarbeiter dringend erforderlich ist.“

(Deutsche Krankenhausgesellschaft).