Arzneimittel-Stoffbezeichnungen: DIMDI gibt die Rohdaten der Stoffbezeichnungen künftig kostenfrei ab

Wir geben die Rohdaten der Stoffbezeichnungen künftig kostenfrei ab. Ab dem 1. April stellen wir den Verkauf über unseren Webshop ein. Sie erhalten die Datei dann direkt auf unseren Webseiten zu Arzneimitteln. Der Wegfall des Webshops bedeutet nicht nur einen großen Schritt in Richtung mehr Nutzerfreundlichkeit. Zugleich können wir interne Abläufe verschlanken, die durch gewachsene Anforderungen bei Bezahlvorgängen und Datenschutz immer komplexer und damit fehleranfälliger geworden waren.


Was beinhaltet "Stoffbezeichnungen"?


"Stoffbezeichnungen" beinhaltet Bezeichnungen, die bei Zulassungsanträgen für Arzneimittel gemäß Rechtsverordnung verwendet werden müssen. Die Rohdaten der verbindlich zu verwendenden Stoffbezeichnungen werden kalenderjährlich aktualisiert und am ersten Werktag eines jeden Jahres auf unseren Arzneimittelseiten publiziert. Darüber hinaus veröffentlichen wir von jeder Jahresversion im Juli ein Update an gleicher Stelle.


Eine kurze Beschreibung der Datenbank und deren Inhalten finden Sie ebenfalls auf unseren Webseiten. Unsere AGB und Downloadbedingungen werden wir mit der nächsten Jahresversion entsprechend an die Änderungen anpassen (Pressemitteilung).


Anmerkung:

Mir kommt das merkwürdig vor. Daten, die vorher kostenpflichtig waren, werden nun mit doch recht seltsamen Begründungen (warum überhaupt?) "frei" gegeben. Das kommt rüber wie eine mildtätige Gabe. Muss ich mich noch dafür bedanken? Die Roh-Daten gehören m.E. ohnehin dem Bürger / Steuerzahler (für deren Aufbereitung darf gerne ein Obulus eingefordert werden) Ich finde dies natürlich begrüßenswert, würde mir eben selbiges auch von allen anderen Ämtern und amtsnahen Instituten wünschen - und zwar nicht auf Antrag, wie oft! Die Daten gehören den Bürgern, nicht den Bundesämtern, nicht den Krankenkassen und nicht irgendwelchen Statistik-Ämtern, deren Daseinsberechtigung lediglich auf den den Menschen abgerungenen Steuergeldern fußt. Wer Digitalisierung ernst meint, muss sämtliche hoheitlich erlangte Daten kostenlos zugänglich machen, und zwar umgehend, nicht immer mit Jahren Verzögerung. Zu einem 81 Millionstel (81 351 097 Menschen Ende 2017) gehören diese Daten jedem Bundesbürger. Gebt also nicht nur das Hanf, sondern auch die Daten frei.