BSG-Urteil zur halbstündigen Transportentfernung - Katastrophale Folgen für die neurologische Versorgung in Deutschland

Das Bundessozialgericht hat in seinem Terminbericht Nr. 28/18 vom 20.06.2018 zur Sitzung vom 19.06.2018 eine erstaunliche Definition des 30 minütigen Transportzeitraums veröffentlicht, die möglicherweise zu ernsthaften Konsequenzen für die Abrechen- und Finanzierbarkeit von Stroke Units in Deutschland führen wird.

Mit seiner Entscheidungsbegründung präsentiert der 1. Senat des BSG im Gesamtkontext der DRG- und Krankenhausabrechnung zum wiederholten Male eine Definition, die allen vormals geltenden Regeln der FPV, den Kodierhinweisen des DIMDI und sogar älteren LSG- und BSG-Urteilen (z. B. vom 21.04.2015 (B1KR8/15R)) widerspricht.

Auch wenn sich die Parallelentscheidungen (B 1 KR 38/17 R und B 1 KR 39/17 R) auf Fälle mit Abrechnung der Anderen neurologischen Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls (OPS 8-98b) beziehen, dürften die Entscheidungen aufgrund der Wort- und Inhaltsgleichheit der entsprechenden Formulierung zur Neurologischen Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls (OPS 8-981) auch auf letztere unmittelbare Auswirkungen entfalten [...]


BSG-Urteil zur halbstündigen Transportentfernung - Katastrophale Folgen für die neurologische Versorgung in Deutschland (Kaysers Consilium GmbH, PDF, 187 kB).