Zum Stellenwert der Gesundheitsökonomie in Deutschland

Die vorliegende Auswertung untersucht den Status Quo zum Stellenwert der Gesundheitsökonomie in Deutschland. Die Ergebnisse basieren auf einem Survey, der 2017 in Vorbereitung auf die 10. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (DGGÖ) durch das Institut für Empirische Gesundheitsökonomie (IfEG) mit insgesamt 152 Verantwortlichen aus unterschiedlichen, für das Gesundheitswesen relevanten, Institutionen

durchgeführt wurde.


Bereits in den Teilnahmequoten fanden sich erste Hinweise darauf, dass die

Gesundheitsökonomie für die Krankenkassen, Politik und Krankenhäuser einen

insgesamt höheren Stellenwert einnimmt als für die Ärzteschaft. Die Ergebnisse

der Einstellungsfragen zur Gesundheitsökonomie verstärkten diesen Eindruck

zusätzlich.


Die stärkste Zustimmung erhielten dabei insgesamt jene Positionen, die dem

Gesundheitswesen einen zunehmenden Fokus auf Kosteneinsparungen attestierten.

So sollen ökonomische Vorgaben den Befragten zufolge die medizinische

Entscheidungsfreiheit in keinem Fall beeinflussen dürfen. Darüber hinaus wurden

Lebensqualitätsmessungen als essenzieller Bestandteil gesundheitsökonomischer

Evaluationen herausgestellt und deutlich auf die Notwendigkeit einer erhöhten

Transparenz im Gesundheitswesen hingewiesen.

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Zum Stellenwert der Gesundheitsökonomie in Deutschland / On the importance of health economics in Germany (Thieme Connect).


DOI: 10.1055/a-0634-0163