BARMER-Arzneimittelreport 2018: Arzneimitteltherapie mit Sicherheitslücken

Laut aktueller Analyse der BARMER hat jeder fünfte Bundesbürger im Jahr 2016 fünf oder mehr Arzneimittel eingenommen. Je mehr Medikamente eine Patientin oder ein Patient einnimmt, desto unsicherer wird jedoch die Arzneimitteltherapie aufgrund der zu erwartenden Wechselwirkungen. Dass es vermeidbare Risiken gibt, belegt der BARMER-Arzneimittelreport 2018, der heute in Berlin vorgestellt wurde. „Angesichts der Sicherheitslücken in der Arzneimitteltherapie geht es nicht um Schuldzuweisungen in Richtung Ärzte.


Fehlende Verfügbarkeit wichtiger Informationen für Behandlungsentscheidungen,

Sprachbarrieren oder unvollständige Medikationspläne können zu vermeidbaren

Risiken bei der Arzneimitteltherapie führen. Die Patientinnen und Patienten

müssen besser vor diesen Risiken geschützt werden“, forderte der

Vorstandsvorsitzende der BARMER, Prof. Dr. Christoph Straub. Es sei enorm

schwierig für Ärzte, den Überblick zu behalten. Aus diesem Grund habe die

BARMER gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe das

Projekt „AdAM“ (Anwendung für digital unterstütztes

Arzneimitteltherapie-Management) ins Leben gerufen, um Hausärzte bei ihrem

Arzneimitteltherapie- und Versorgungsmanagement zu unterstützen.


BARMER-Arzneimittelreport 2018: Arzneimitteltherapie mit Sicherheitslücken (Pressemitteilung, PDF, 1,8 MB).