AOK-Stellungnahme zum Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) - Bessere Personalausstattung in der Pflege sinnvoll

Die von der Bundesregierung ergriffene Initiative, mit einem Gesetz die Arbeitssituation für Pflegekräfte in Krankenhäusern und in vollstationären Pflegeeinrichtungen zu verbessern, wird begrüßt. Sie reagiert damit auf den Pflegefachkräftemangel, der sich sowohl in Krankenhäusern als auch in der Langzeitpflege seit langem abzeichnet.


Arbeitsmarkt macht Fachkräftemangel deutlich

Nach der aktuellen Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit dauert

eine Wiederbesetzung in der Altenpflege durchschnittlich 170 Tage, in der Fachkrankenpflege

194 Tage und in der Gesundheits- und Krankenpflege 149 Tage. Derzeit

sind in der Altenpflege 10.880 und in den Krankenhäusern 6.902 Stellen nicht besetzt.


Bessere Arbeitsbedingungen sind erforderlich

Um die Arbeitssituation der Pflegekräfte schnell und spürbar zu verbessern sollen in

einem ersten Schritt die Rahmenbedingungen für eine bessere Personalausstattung

sowie für bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Hierzu wird avisiert, die

hausbezogenen Grenzen des Pflegestellenförderprogramms in der akutstationären

Versorgung abzuschaffen und 13.000 Pflegefachkräftestellen in der vollstationären

Langzeitpflege durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu finanzieren.

Auch sollen Anreize für Krankenhäuser gesetzt werden, mehr auszubilden.


Bessere Personalausstattung sinnvoll [...] (AOK Bundesverband).