Gestufte Notfallversorgung im Krankenhaus - Was ist zu tun?

Sichere Erreichbarkeit, verbesserte Qualität und zielgenaue Finanzierung – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat ein mehrstufiges System von Notfallstrukturen an Krankenhäusern definiert. Die Versorgung von Patienten bei einem medizinischen Notfall wird in Deutschland neu geregelt. Denn gerade im Notfall müssen sich die Patienten in allen Regionen in Thüringen darauf verlassen können, in ein geeignetes Krankenhaus gebracht zu werden, welches in der Lage ist, eine lebensrettende medizinische Versorgung sicher zu stellen. Dafür muss ein Krankenhaus wenigstens über eine Abteilung Innere Medizin, Chirurgie und im Bedarfsfall über eine Intensivstation sowie über einen Schockraum verfügen.


Die Thüringer Krankenhäuser werden erstmalig zum 1. Januar 2019 im Rahmen der jährlich stattfindenden Krankenhausentgeltverhandlungen einer Notfallstufe

zugeordnet. Die Vorgaben gelten auf der Ebene der Krankenhaus-Standorte. Betreibt ein Krankenhausträger mehrere Standorte, erfolgt die Zuordnung der Notfallstufen für jeden Standort. Die Notfallversorgung unterscheidet sich hinsichtlich der Art und des Umfangs der verschiedenen Notfallvorhaltungen und wird in drei Stufen – wie folgt – gegliedert:

• Stufe 1: Basisnotfallversorgung

• Stufe 2: Erweiterte Notfallversorgung

• Stufe 3: Umfassende Notfallversorgung.


Um die stationäre Notfallversorgung auch in strukturschwachen Regionen zu stärken, werden alle Krankenhäuser, die die Voraussetzungen von Sicherstellungszuschlägen erfüllen, mindestens als Basisnotfallversorgungskrankenhaus eingestuft. Sicherstellungszuschläge dienen dazu, in strukturschwachen Regionen eine stationäre Basisversorgung aufrecht zu halten. [...]


Gestufte Notfallversorgung im Krankenhaus - Was ist zu tun? (VdEK).