Geschäftsführer verlässt das Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim

Der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Bergstraße in Heppenheim, Stephan Hörl, wird das zum Universitätsklinikum Heidelberg gehörende Haus zum Jahresende verlassen. Ab Januar soll Hörl eine Aufgabe innerhalb der RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg übernehmen.


Hörl stand sechs Jahre lang an der Spitze des Kreiskrankenhauses. Über die

Geschäftsführung hinaus betreute er auch maßgeblich die Service GmbH sowie die

angebundenen Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). In der Gruppe der

RehaZentren der Deutschen Rentenversicherungen übernimmt er unter anderem die

kaufmännische Leitung der Rehaklinik Königsstuhl. Nicht zuletzt aufgrund seiner

bisherigen Tätigkeit in Heppenheim bringt Hörl umfassende Erfahrung für diese

Stelle mit.


„Wir bedauern die Entscheidung von Herrn Hörl, uns zu verlassen,

außerordentlich“, heißt es unisono aus den Führungsetagen der beiden

Gesellschafter des Kreiskrankenhauses Bergstraße. Das Heidelberger

Universitätsklinikum hält neunzig Prozent der Krankenhausanteil, der Kreis

Bergstraße zehn Prozent. „Herr Hörl ist nimmermüde für das Unternehmen im

Einsatz und hat in dem von ihm verantworteten Bereich manchen schwierigen

Spagat vollbracht. Schon jetzt möchten wir uns für seine außerordentlichen

Leistungen beim Integrieren des Kreiskrankenhauses Bergstraße in den Konzern

des Universitätsklinikums Heidelberg bedanken“, erklärt Irmtraut Gürkan,

kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg und Vorsitzende

der Gesellschafterversammlung des Kreiskrankenhauses.


Stephan Hörl war nach der Übernahme der Mehrheitsanteile durch das

Universitätsklinikum im Jahr 2013, bis dahin war der Kreis Bergstraße

Alleineigentümer, maßgeblich an der Entwicklung des Krankenhauses beteiligt. Er

sorgte mit dafür, dass die unterschiedlichen Kulturen des Grund- und

Regelversorgers und des Maximalversorgers zusammenwachsen konnten. Die

medizinischen Abteilungen des Kreiskrankenhauses erfuhren eine deutliche

Leistungssteigerung. Der Notfallstandort am Kreiskrankenhaus beweist durch die

große Zahl zusätzlicher Patienten, dass diese Ausweisung unverzichtbar für den

Kreis Bergstraße ist. Im Haus steht die neurologische Versorgung von Patienten

nach einem Schlaganfall kurz vor der Etablierung als eigenständige

Hauptabteilung. Investitionsmittel und Förderdarlehen wurden dem

Kreiskrankenhaus in den Jahren unter Stephan Hörls Leitung im zweistelligen

Millionenbereich zugesagt, mit der Generalsanierung wurde begonnen, das

Großprojekt ist auf gutem Weg, zwei Medizinische Versorgungszentren wurden

gegründet, und in der notärztlichen Versorgung des Kreises Bergstraße stellt

das Kreiskrankenhaus mittlerweile werktäglich einen Notarzt. Einige

Meilensteine, die Stephan Hörls Wirken an der Bergstraße markieren.


„Ich bin den Mitarbeitern des Kreiskrankenhaus Bergstraße, der

Klinikbetriebsleitung und den Verantwortlichen auf Gesellschafterseite sowie im

Aufsichtsrat dankbar für die interessante Zeit, die ich hier in maßgeblicher

Weise mitgestalten darf und durfte“, betont Hörl „Die Erfahrungen, die ich in

Heppenheim sammeln konnte, haben mich geprägt, sodass ich bei meinen nächsten

beruflichen Schritt davon profitieren kann“, sagt der scheidende

Geschäftsführer und fügt hinzu: „Auf der einen Seite bedaure ich, meine

Tätigkeit in Heppenheim aufzugeben, gleichzeitig bin ich gespannt auf die

Möglichkeiten, die meine künftigen Managementaufgaben bringen.“


„Wir lassen Herrn Hörl nur sehr ungern ziehen“, betont Landrat des Kreises

Bergstraße und Mitglied der Gesellschafterversammlung Christian Engelhard.

Zudem sagt er: „Wir gratulieren aber den RehaZentren der Deutschen

Rentenversicherung Baden-Württemberg zu der Wahl und sind uns sicher, dass Herr

Hörl dort einen wesentlichen Beitrag zur Fortentwicklung der Rehakliniken auf

allen Ebenen und insbesondere am Standort Königsstuhl leisten wird.“


Am Kreiskrankenhaus Bergstraße hat die Suche nach einem Nachfolger für Stephan

Hörl begonnen, Ziel ist ein nahtloser Übergang in der Geschäftsführung.


Geschäftsführer verlässt das Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim (Pressemitteilung).