Branchenstudie Gesundheitswirtschaft

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland erreichen Jahr für Jahr einen neuen Rekordwert: Pro Tag betrugen sie 2017 gut eine Milliarde Euro, insgesamt 374 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 11,5 Prozent. Verglichen mit der Gesamtwirtschaft wachsen die Gesundheitsausgaben seit 2005 überdurchschnittlich jedes Jahr um rund 3,7 Prozent – das Bruttoinlandsprodukt stieg im Ver-gleichszeitraum jährlich um 3 Prozent.


In dieser Situation wächst ein neuer, technologiebasierter Unternehmenssektor

mit einer Vielzahl attraktiver Geschäftsmodelle: Denn big data, wearables,

Sensoren und Messverfahren, Telemedizin, personalisierte Medizin und

Genom-Sequenzierung geben einzelnen Menschen immer mehr Möglichkeiten des

persönlichen Gesundheitsmanagements.


Doch wie stellt sich die Gesundheitswirtschaft konkret auf, um die Chancen zu

nutzen, den Herausforderungen zu begegnen und die Kosten in den Griff zu

bekommen? Experten geben in der aktuellen Branchenstudie Gesundheitswirtschaft

der HSH Nordbank Antworten darauf und erläutern ihre Lösungsansätze, wie sich

die neuen Entwicklungen strategisch in die Gesundheitswirtschaft einbetten

lassen. „Entscheidend ist: Das System muss Innovationen belohnen“, forderte

etwa Dr. Dominik Pförringer, Orthopäde und Unfallchirurg am Klinikum rechts der

Isar, München. In die gleiche Richtung geht die Aussage von Sandro von Korff,

Leiter Gesundheitswirtschaft der HSH Nordbank: „Das Potenzial ist zwar

vorhanden, aktuell erfahren Innovationen aber keine Anerkennung. Es dauert rund

drei Jahre, bis ein Start-up die regulatorischen Hürden genommen hat, bis dahin

kämpft ein junges, vielversprechendes Unternehmen allerdings meist um das

ökonomische Überleben.“ Die Bank als einer der führenden Finanzierer in der

Gesundheitswirtschaft setze sich „für eine stärkere Integration solcher

entwickelten Start-ups ein, damit sie nicht abgehängt werden - entscheidend ist

hier eine segmentübergreifende Zusammenarbeit“, meinte von Korff.


Nicht nur in Deutschland, sondern „weltweit müssen sich die festgefahrenen

Strukturen verändern, eingedenk der digitalen Transformation“, betonte

Professor Dr. Viktor Meyer-Schönberger, Professor für Internet Governance und

Regulierung an der Universität Oxford. Seiner Meinung nach „werden derzeit in

keinem Gesundheitssystem der Welt die richtigen Fragen gestellt“.


Quelle: Statistisches Bundesamt, eigene Darstellung

In erster Linie sind die Gesundheitsausgaben allerdings Krankheitskosten, nur

3,3 Prozent wurden im Vorjahr für Prävention und Gesundheitsschutz ausgegeben.

In diesem Spannungsfeld von den hohen Ausgaben für Krankheit und dem niedrigen

Etat für Prävention und Erhaltung der Gesundheit, prophezeite Stefan Vilsmeier,

Gründer und Vorstandsvorsitzender von Brainlab, „werde der signifikanteste

Umbruch in den nächsten fünf Jahren passieren“, ungeachtet der gewaltigen

Veränderungen in den vergangenen 50 Jahren. Das Unternehmen mit Hauptsitz in

München entwickelt, produziert und vertreibt softwaregestützte Medizintechnik,

die mit Hilfe von digitalen Daten chirurgische Eingriffe mit größerer Präzision

ermöglicht. „Kluge Kooperationen sind der Schlüssel zur Lösung des

Komplexitätsproblems im Gesundheitswesen“, lautete das Plädoyer von Jochen

Roeser, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Arzt AG. Sie integriert digitale

Gesundheitslösungen in traditionelle Gesundheitsleistungen.


Download der Leseprobe Branchenstudie Gesundheitswirtschaft


Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen sind kein

Verkaufsangebot für jedwede Art von Wertpapieren der HSH Nordbank AG.

Wertpapiere der HSH Nordbank AG dürfen nicht ohne Registrierung gemäß US

Wertpapierrecht in den USA verkauft werden, es sei denn ein solcher Verkauf

erfolgt unter Ausnutzung einer entsprechenden Ausnahmevorschrift.


Diese Presseinformation kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten. Diese

Aussagen basieren auf unseren Einschätzungen und Schlussfolgerungen aus uns zum

jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Informationen, die wir als zuverlässig

erachten. Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten sämtliche Informationen, die

nicht lediglich historische Fakten wiedergeben, einschließlich Informationen,

die sich auf mögliche oder erwartete zukünftige Wachstumsaussichten und

zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen beziehen.


Solche zukunftsgerichtete Aussagen stützen sich auf Schlussfolgerungen, die

sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und hängen ab von Ungewissheiten,

Risiken und anderen Faktoren, von denen eine Vielzahl außerhalb der Möglichkeit

unserer Einflussnahme steht. Entsprechend können tatsächliche Ergebnisse

erheblich von den zuvor getätigten zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Wir

können keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Aussagen

oder das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben übernehmen. Des Weiteren

übernehmen wir keine Verpflichtungen zur Aktualisierung der zukunftsgerichteten

Aussagen nach Veröffentlichung dieser Information.


Branchenstudie Gesundheitswirtschaft (Auszug) (HSH Nordbank, PDF, 2,6 MB).