Prävalenz, Mortalität und ökonomische Auswirkungen der hepatischen Enzephalopathie bei Leberzirrhose in deutschen Krankenhäusern auf der Basis von DRG-Kostendaten

Die hepatische Enzephalopathie (HE) ist eine häufige Komplikation der Zirrhose, welche für betroffene Patienten mit vielfältigen negativen Auswirkungen im Alltag verbunden ist. Die Prävalenz klinisch manifester Stadien wird auf mindestens 30 – 45% geschätzt. Ungeachtet ihrer klinischen und prognostischen Bedeutung gilt die HE als unterdiagnostiziert.

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Schlussfolgerung:


Die unvollständige Kodierung der HE wird auf eine Unterdiagnostizierung

zurückgeführt. Die HE ist eine Indikatorerkrankung für eine ungünstige

Prognose. Damit ist die langfristig unzureichende medikamentöse Behandlung

eines Großteils der betroffenen Patienten verbunden. Es zeigt sich die Tendenz

zur Untervergütung der Fälle mit HE. Das Ausmaß der ungedeckten Kosten ist

wegen der unvollständigen Kodierung nicht in Gänze nachweisbar.



Prävalenz, Mortalität und ökonomische Auswirkungen der hepatischen Enzephalopathie bei Leberzirrhose in deutschen Krankenhäusern auf der Basis von DRG-Kostendaten (Thieme Connect).


DOI: 10.1055/s-0038-1668844