Ev. Krankenhaus Unna: Für Wachkoma-Patienten im Krankenhaus gelten eigene Regeln

Wer schon einmal im Krankenhaus gelegen hat, weiß: Die Sorge um die eigene Gesundheit, die fremde Umgebung, einige Untersuchungen und medizinische Geräte lösen oftmals innere Unruhe aus, mitunter auch Aufregung. Diese Ängste empfinden Menschen mit Behinderungen umso mehr.


Deshalb hat das Lebenszentrum Königsborn für die ambulante und stationäre

Versorgung ihrer Wachkoma-Patienten einen Kooperationsvertrag mit dem

Evangelischen Krankenhaus (EK) Unna und zwei niedergelassenen Neurologen

geschlossen. Dabei steht neben der optimalen medizinischen Versorgung die

besondere persönliche Situation des Patienten im Fokus.


Die erste Adresse für Wachkoma-Patienten bei einem Krankenhausaufenthalt ist

die Klinik für Neurologie im EK Unna. Hier sind sowohl das ärztliche und

pflegerische Personal als auch die räumlichen Rahmenbedingungen bestens auf

Patienten mit Behinderungen eingestellt. Bei einer Erstbehandlung in einer

anderen Fachabteilung, beispielsweise in der Chirurgie, wird darauf geachtet,

dass möglichst zeitnah eine Verlegung in die Klinik für Neurologie zur weiteren

Versorgung des Patienten erfolgt.


Für unsere Bewohner ist es enorm wichtig, dass ein vertrautes Umfeld geboten

wird und dass eine optimale medizinische Versorgung durch bekannte

Bezugspersonenerfolgt, betont Michael Radix.


Dies ist eine der zentralen Vereinbarungen zwischen Lebenszentrum, EK und den

beiden niedergelassenen Ärzten, Dr. Dirk Rauthmann und Dr. Joachim Remmers.


Der Kooperationsvertrag ist die Fortsetzung einer bereits bestehenden, mehr als

zwölfjährigen Zusammenarbeit. „Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren sind

in die neue Vereinbarung miteingeflossen“, erläutert Dr. Dietmar Herberhold,

Vorstand der Stiftung EK Unna. So sorgt beispielsweise der sprichwörtlich kurze

Draht zwischen dem Lebenszentrum und dem Leitungsteam der Klinik für Neurologie

dafür, dass das EK auch auf Notfall-Wachkoma-Patienten stets optimal

vorbereitet ist.


Am Mittwoch, 22. August, bekräftigten alle Beteiligten ihre Kooperation zum

Wohl der Wachkoma-Patienten. Lebenszentrum Geschäftsführer Michael Radix und

Stiftungsvorstand des EK Unna, Dr. Dietmar Herberhold sowie die

niedergelassenen Neurologen Dr. Dirk Rauthmann und Dr. Joachim Remmers

unterzeichneten die Vereinbarung in Königsborn.


Ev. Krankenhaus Unna: Für Wachkoma-Patienten im Krankenhaus gelten eigene Regeln (Pressemitteilung).