DRG und PEPP 2018: Zusatzentgelt für Patienten mit Pflegegrad und neue PEPPs für die Behandlung zuhause

Der neue DRG-Katalog berücksichtigt erstmals den Mehraufwand für die Pflege von

Patienten mit einem Pflegegrad. Dafür hat das Institut für das Entgeltsystem im

Krankenhaus (InEK) zwei Zusatzentgelte eingeführt. Die Zahlung ist nicht an

bestimmte Leistungen geknüpft, sondern an den Pflegegrad (mindestens drei) und

die Verweildauer des Patienten (mindestens fünf Tage). Darüber hinaus wurden

die Modalitäten der Mitaufnahme von Begleitpersonen bei erkrankten Neugeborenen

geklärt. Für die Abrechnung psychiatrischer und psychosomatischer Leistungen

ist der PEPP-Katalog um zwei Pauschalen ergänzt worden. Sie bilden die 2017

eingeführte „stationsäquivalente psychiatrische Behandlung“ von Erwachsenen

sowie von Jugendlichen und Kindern ab. Die Vergütung wird 2018 erstmals

vereinbart. Darüber hinaus gibt es neue Regelungen bei der Fallzusammenfassung

und für Patienten, die über den Jahreswechsel hinaus in der Klinik behandelt

werden.

Der DRG-Katalog bildet seit 2004 die Abrechnungsgrundlage für Behandlungen im

Krankenhaus. Das bisher optionale PEPP-System wird ab 2018 für die

entsprechenden Einrichtungen verbindlich, bis Ende 2019 allerdings wie bisher

unter budgetneutralen Bedingungen für die einzelnen Häuser. Mit den neuen

Katalogen und Abrechnungsbestimmungen hat das InEK auch die

Definitionshandbücher für DRG und PEPP und die jeweiligen Kodierrichtlinien für

DRG und PEPP aktualisiert.


Quelle: <a href='https://www.mydrg.de/k/5hD' title='DRG und PEPP 2018: Zusatzentgelt für Patienten mit Pflegegrad und neue PEPPs für die Behandlung zuhause'>AOK-Gesundheitspartner</a>, 24.10.2017