Verweildauerrelevante Unterlagen

  • Liebes Forum,,es ist in Mode gekommen, das der MDK nicht mehr nur OP- und Entlassberichte anfordert, sondern auch "verweildauerrelevante Unterlagen", was immer das sei. Letzlich wäre man gezwungen, eine weitere Kurzepikrise für den MDK zu erstellen, natürlich zum Nulltarif. Wer hat Erfahrungen, Rechtshinweise oder kluge Ratschläge, wie man damit umgehen sollte.
    Viele Grüsse aus dem kalten, sonnigen Thüringen8)

    :augenroll: Joris Schikowski
    MC Klinikum Bad Salzungen
    Vors. RV MD der DGfM e.V.

  • Hallo Herr Schikowski,
    das Kopieren und Versenden von Krankenblattunterlagen für den MDK ist eine meiner "zeitintensivsten" Tätigkeiten. Für den MDK sind aus meiner Sicht Standard Op Berichte und oft sehr kurze Entlassberichte nicht aussagekräftig genug. Oft kopiere ich freiwillig das Anaesthesieprotokoll( ASA Einstufung), kann die Notwendigkeit der stationären Behandlung begründen, wird uns ja auch in DRG- Zeiten erhalten bleiben. Laborbefunde und Untersuchungsbefunde und Konsilbefunde ergänzen auch das Gesamtbild. Nicht zu unterschätzen sind oft Dokumentationen im Pflegebericht.
    Wenn nötig, gebe ich ein zusätzliches Statement aus unser Sichtweite ab, das erspart oft weitere Nachfragen und Schreibarbeit für die Mediziner vor Ort. Ich sehe meinen Job auch als Entlastung für die "Leistungserbringer im KHS"
    2 MDK Prüfungen vor Ort haben uns eher geholfen, als die retrospektive Argumentation nach Entlassung des Patienten.


    Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend


    Ihr
    --
    Kurt Mies

    Kurt Mies

  • Lieber Herr Kmies (ich hoffe, die Anrede stimmt so),
    ich bewundere Ihr Engagement in Sachen Unterlagenkopie und -Versand an die MDKs. Mir scheint es allerdings, dass ich auf einem anderen Planeten lebe: 1. habe ich als klinisch tätiger Arzt (bislang) keine aktive Hilfe bei der Erledigung von Anfragen des MDK, muß also diesen Job neben meinen medizinischen Aufgaben erledigen, 2. kann ich mir angesichts der in den letzten Monaten erlebten Flut von Anfragen schlicht nicht vorstellen, dass die Anfragen an ein Krankenhaus selbst geringer Größe von einem einzelkämpferisch tätigen Medizincontroler erledigt werden können - oder haben Sie einen Weg gefunden, sich (zum Teil redundante) Anfragen vom Hals zu schaffen?
    Gruß, E. Dickmann

  • Hallo Herr Dickmann,
    zur Zeit ist es wohl oft Praxis, das Fibu (Finanzbuchhaltung) und Medco (Medizincontrolling) online ihre Korrespondenz austauschen. Ich gebe zu, das dass das für ein 200 Bettenhaus eine leichte Übung ist. Ich muss sagen, dass es mir als Krankenpfleger im Med- Controll gut tut die MDK daten entsprechend zu übermitteln. Für die DRG-Einführungmuss sich halt jedes Haus überlegen wo es Prioritäten setzt. Zur Zeit macht mir mein Job echt Freude, mal sehen, ob es anhält???


    Krankenpfleger mit diversen Aufgaben:
    DRG Beauftragter
    TQM Beauftragter
    Med. Fallbetreuung
    in einem 180 Bettenhaus



    --
    Kurt Mies

    Kurt Mies