OP-Verletzung

  • Hallo Kodierer im Lande!


    folgender Fall:
    Pat. kommt zur lap. Hernien-OP beim Einbringen der Trokare (durch Defekt) wird die Aorta und das Duodenum verletzt. Anschließen offen chirurgische Versorgung etc.
    Interessieren würde mich jetzt welche Variante der Kodierung der Komplikation ihr für richtiger haltet. Die DKR sind da sehr dehnbar.
    1. S35.0 Verletzung Aorta
    S36.41 Verletzung Duodenum
    Y 82.8! Zwischenfälle durch Geräte


    2. T81.2 Versehentliche Stichwunde


    3. alles zusammen (ist aber irgendwie doppelt gemoppelt)


    Für die DRG ist es egal, mich würde es nur rein kodiertechnisch interessieren.
    Vielen Dank und viele Grüße aus dem kalten sonnigen Sachsen
    D.Zierold
    :bounce:

    Viele Grüße aus Sachsen
    D.Zierold

  • Sollte nicht nach DKR die Hernie die Hauptdiagnose sein (Umstände der Aufnahme)?
    (T81.2 etc. also nur als Nebendiagnosen, trotz CCL und hier ja wirklich katastrophalen CC bei Z-DRG aber dadurch kein höheres RG)


    Die korrekte Kodierung ist hier m.E. durchaus DRG- sprich RG-relevant, es sei denn, die zur Beherrschung der Komplikationen erforderlichen Prozeduren führen zur Fehler-DRG (nicht ausprobiert).


    Wenn die Frage nur um Nebendiagnosen geht: Ich würde die T den S-Codes vorziehen, da mit S die Differenzierung von traumatisch (Aortenruptur bei Verkehrsunfall) zu iatrogen verloren ginge.


    Freundliche Grüße


    Christian Jacobs

  • Hallo
    habe mich vielleicht etwas umständlich ausgedrückt. Die Hernie ist auf jeden Fall HD, es ging wirklich nur um die ND.
    Mit den Prozeduren kommt man so oder so in die G02A. Ich würde aber gern mal eine Linie in solche Fälle bringen - eher die speziellen Kodes und eine Y-Nummer oder die relativ unspezifischen T-Kodes??
    Trotzdem schon mal danke für die Antwort.
    D.Zierold


    --
    Viele Grüße aus Sachsen
    dzierold

    Viele Grüße aus Sachsen
    D.Zierold

  • Hallo Forum,
    wollte gern dieses Thema noch mal nach oben bringen, weil ich immer noch nicht schlauer bin in Bezug auf die genannten ND.
    Vielleicht hat doch noch jemand eine Idee?!
    Vielen Dank.
    D.Zierold


    --
    Viele Grüße aus Sachsen
    dzierold

    Viele Grüße aus Sachsen
    D.Zierold

  • Hallo Frau Zierold,


    in diesem Fall würde ich so ausgiebig wie möglich codieren. K40.90 HD, T81.2 und S35.0 und S36.41 und Y82.8! als ND in dieser Reihenfolge.
    Auf diese Weise läßt sich einigermaßen ausdrücken, wie das Problem entstand und was es betraf. Dazu kommen die OPS-Codes Naht Aorta nach Stichverletzung 5-388... und Duodenum 5-467.00 und die Leistenreparation.


    Auch in BW scheint die Sonne auch auf zwei Sachsen-Praktikantinnen aus Dresden!


    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo Frau Zierold,


    würde da die DKR 1919a so interpretieren: T80 - T88, wenn es keinen spezifischen Organkode für die Komplikationen gibt. Da weder ein Kode unter I97.- noch unter K91.- spezifischer ist, als die versehentliche Stichverletzung T81.2 würde ich auch nur diese als ND kodieren. S-Kodes würde ich nicht bei der Angabe einer Verletzung, die im Rahmen einer Operation zugefügt wurde, verwenden.


    Grüße aus dem Vogtland
    R. Hanusch