Interkurrente Nierenersatzverfahren

  • Hallo Forum,


    ist bei intensivmedizinisch versorgten Patienten mit Nierenersatzverfahren / Dialyse bei z.B. jedem Filterwechsel und Neustart (Aufwand!) eine Prozedur zu kodieren? - oder taeglich
    einmal - oder wie?


    DKR1401a:
    Fuer die Nierendialyse.....anzugeben, und zwar so oft, wie diese
    Prozeduren waehrend des stationaeren Aufenthaltes durchgefuehrt
    werden.


    Also z.B. bei Filterwechsel, Rueckfuehrung, Neustart... neue
    Prozedur (evtl. mehrmals taeglich) ? Wie haltet Ihr dies?


    mfg tgregl

  • Hallo,




    siehe Dimdi:
    Wie ist eine Hämofiltration korrekt zu verschlüsseln?
    Eine Behandlung umfasst Stunden bis Tage; technisch bedingte Unterbrechungen (wie zum Beispiel ein Filterwechsel) sind kein Anlaß, in der Folge von einer erneuten Behandlung zu sprechen und erneut zu verschlüsseln.Ist eine Behandlung abgeschlossen und kurz darauf wird die Indikation zu einer erneuten Hämodialyse gestellt, dann ist erneut zu verschlüsseln.
    http://www.dimdi.de/de/klassi/faqDetails_14768.html


    Gruß
    E. Rembs

  • Hallo,


    dies läßt sich gottseidank einigermassen eindeutig beantworten:


    Auszug aus dem Kodierleitfaden Nephrologie:


    Es ist jede durchgeführte Dialyse und jedes andere extrakorporale Therapieverfahren zu kodieren. Bei den intermittierenden Verfahren wird jede Prozedur kodiert. Bei den kontinuierlichen Verfahren wird jeder Behandlungszyklus kodiert. Ein Zyklus beginnt mit Anschluss an die Dialysemaschine oder bei CAPD mit der stationären Aufnahme des Patienten. Ein Zyklus endet mit Entlassung des Patienten oder der Unterbrechung des Verfahrens für mehr als 24 Stunden. Filter-, Beutel-, System- oder Datums-wechsel ergeben keine neue Kodierung der Prozedur.



    Alles weitere unter drg.uni-muenster.de (dort liegt der Entwurf des Kodierleitfadens zum Runterladen) bzw. direkt bei uns (medizincontrolling@medizin.uni-essen.de)