MRSA und kein Ende

  • Liebe Forumteilnehmer,


    wir hatten aus einem auswärtigen Krankenhaus einen Patienten zur Entwöhnung nach Langzeitbeatmung übernommen, bereits bei Aufnahme Nachweis von MRSA im Bronchialsekret.


    Nach ausdauernder Behandlung erfolgreiche Entwöhung von der Beatmung, weiter tracheotomiert. Zusätzlich Abszeß perianal. Sowohl aus Trachelsekret als auch aus mittlerweile sauberem Abszeßgrund aber weiter Nachweis von MRSA.


    Im Vordergrund steht jetzt die weitere pflegerische Versorgung. Das Pflegeheim, in dem Pat. bis zur Aufnahme lebte, weigert sich, den PAtienten aufzunehmen (Argument: fehlende Isolierungsmöglichkeit).


    Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Hat jemand eine Idee, wie man in dieser Situation weiter verfahren sollte?


    mfg
    W. Stark

    Mit freundlichen Grüßen aus dem Rhein-Neckar-Delta


    Dr. Wolfram Stark
    Internist / Pneumologe / Beatmungsmediziner / Kardiologe
    OA der Medizin. Klinik III
    Theresienkrankenhaus Mannheim

  • hallo liebe drg-freaks,lese schon eine weile mit regem interresse eure hompage ,wir sind noch im aufbau mit der drg.dokum.in frankfurt(oder),so das ich hoffe gute anregungen mitzunehmen.war erst krankenschw. und sattle jetzt um.es erfreut mich das eure seiten mit kleinen auflockerungen versehen werden können.
    mfg k.wiegand med.,dokum.,ass.:))

  • Hallo Baerchen,


    willkommen im Forum, schön, dass es ihnen hier so gut gefällt. Beiträge mit sehr allgemeinem Inhalt oder Posts zum Ausprobieren von Features wie den Smilies sind im Allgemeinen im Off-Topic-Forum besser aufgehoben - mit dem MRSA-Beitrag hat Ihr Posting ja nur sehr wenig zu tun.
    Der arme Herr Stark sucht schon zum zweiten Mal hier nach einer Lösung für sein MRSA-Problem (zu dem mir leider auch nichts einfällt) und findet jetzt erfreut (dank mir sogar zwei) Beiträge zu seinem Thema, die ihm so garnicht weiterhelfen.


    Freundliche Grüße


    Christian Jacobs

  • Herr Stark,
    es hilft nix...
    Sie brauchen je 3 Abstriche aus dem perianalen Bereich und aus dem ähhä ääh respiratorischenm Trakt, um in das alte Heim zu verlegen.
    Alternativ suche nach einer alternativen Unterbringungsmöglichkeit (m.E. Rückverlegung in das alte Haus, am Besten über Ihren Chefe...mit anderen Worten: mit masssiver Gewalt :-o ).DRG-Technisch gibts hier nix zu holen



    --
    Grüße aus Hanau
    Poschmann

    Poschmann

  • Hallo Forum,
    wir hatten ein ähnliches Problem mit einem Dialysepatienten, welcher einen MRSA hat. Das Pflegeheim hat sich strikt geweigert, ihn wieder zu übernehmen. Rechtens ist das nicht. Wenn man klagen würde, bekäme der Patient Recht, aber solange sitzt er auf der Straße. Zum Glück haben wir ein anderes Heim gefunden, wo er nun wohnt. Weiterhin konnte zumindest das Trachealsekret MRSA frei werden, denn nur damit muß er wirklich isoliert werden. Hat der Patient eine Wunde mit MRSA, muß er nicht dringlich isoliert werden, ein erhöhter Pflegebedarf und Beachtung der Hygienevorschriften sind aber auch hier wichtig.
    Mfg
    Heck
    --
    J.Heck

    J.Heck