Verweildauer bei Perkutaner transluminaler Angioplastie

  • Hallo,


    ich habe hier mal eine Frage. Seit Anfang diesen Jahres ist mir bei der MDK-Bearbeitung aufgefallen, dass mir zunehmend die PTA`s auf 1 Behandlungstag runter gekürzt werden. Egal ob nur eine Ballondilatation (8-836.0b) oder Ballon mit Stentimplantation (8-841.29 + 8-836.19) statt gefunden haben. Wenn ich 2 Behandlungstage durch bekommen würde, würde sich die BWR nicht ändern. Aber wir wissen nicht wie wir das für den MDK begründen können weil dieser nur eine 24 stündige Überwachung vorsieht. Hat jemand evtl. Erfahungen oder ist dies so richtig das nur 1 Behandlungstag vorgesehen ist? Weil wenn es so Rechtens sein sollte ist dies für uns ja bald nicht mehr kostendeckend.


    Liebe Grüße


    Danie

  • Hallo DanieKK,


    der MDK kritisiert wahrscheinlich den Aufnahmetag (in seinen Augen unnötig weil nix passiert), den Entlassungstag (dito) und entlassen kann man ja auch um Mitternacht :)


    Im Katalog ist zwar zu erkennen, wie die mitt. VD kalkuliert ist, aber es gilt das Wirtschaftlichkeitsgebot. Ohne sehr gute Argumente (ND, erhöhter Überwachungsbedarf > 24std) wird es schwierig. Der nächste Schritt der KK wird dann sein: warum nicht ambulant (=23 Stunden). Ob es sich für den Leistungserbringer rechnet interessiert die KK nicht die Bohne.


    VG
    J.K.

  • Hallo JuergenKorsten,


    also hat der MDK damit Recht und wir müssen uns dies gefallen lassen zu Lasten unseres Hauses? Vielleicht sollte ich mal eine Aufstellung für den MDK machen wo drin steht wie teuer 1 Ballon ist sowie 2 medikamentenbeschichtete Stents. Und die älteren Patienten (die es ja meistens betrifft) setze ich dann um 23.30 Uhr vor die Tür. Tief gesunken unser Gesundheitssystem. Leider... :(

  • Hallo DanieKK,


    damit haben Sie sich aus meiner Sicht selbst ein Eigentor geschossen. Die Prüfung der Verweildauer wird durch den MDK unter Berücksichtigung von medizinischen Gesichtspunkten durchgeführt.
    Der MDK ist ja nicht für die Kostenkalkulation da. Also können Sie die hohen Anschaffungskosten für die Stents und Ballons als Argument für eine längere, medizinisch jedoch nicht notwendige Verweildauer, nicht benutzen. Für die Kostenkalkulation sind andere kluge Köpfe in einer anderen Institution verantwortlich. Wenn sie also die Verweildauer durch die Kosten begründen wollen, haben Sie schlechte Karten.
    mfg