5-38** versus 8-836

  • Guten Tag!


    Hier wurde eine Viabahnprothese und eine Stentrohrprothese ohne Seitenarm implantiert.


    5-38a.40 für die Stentrohrprothese und 5-38d.09 sowie 8-83b.e1 für die Viabahnprothese.

    Freundlicher Gruß
    Gefäßchirurg

  • Heul,


    ich hasse diese Prothesen. Habe wieder so einen Fall mit dem OP-Bericht:
    Angiographie/Behandlungsbereicht:
    Retrograde Punktion der A. femoralis com. (AFC) beidseits, Anlage einer 5 F Schleuse via AFC beidseits. Percutanes Vorgehen via AFC bds. mit Vorlegen eines Prostar- Verschluss- Systems. Via AFC links wird ein 4 F Pigtail Katheter bis oberhalb der Nierenarterienabgänge platziert. Angiographie über Pigtail-Katheter: Nachweis eines großen, infrarenalen BAA. Beckenachse beidseits frei, jedoch deutlich elongiert. A. iliaca interna bds. offen. Keine relevante Stenosierung im Bereich der Beckenachse.


    Von rechts erfolgt die Sondierung des Aneurysmas mit einem 0.035“er Terumodraht unter Schienung eines MP-Katheters. Nach Wechsel auf einen Archer 0.035“ Super stiff Draht wird der Hauptkörper (Excluder 20 F) via A. femoralis com. rechts in die Aorta abdominalis unmittelbar unterhalb der Nierenarterien freigesetzt. Rechts die Prothese über den A. iliaca int. Abgang hinaus verlängert. Die Sondierung der kontralateralen Seite gelingt mit einem Simmons- Katheter. Die Kontrolle der intraluminalen Lage mittels Pigtail Katheter erfolgt im Hauptkörper. Verlängerung des Prothesenschenkels zunächst mit einer Rohrprothese nach distal, anschließende Implantation des kontralat. Schenkel unter Röntgenkontrolle. In der Kontrolle Nachweis eines großen Endoleaks. Die Nachdilatation der prox. Prothese wird zunächst vermieden, damit der Hauptkörper bei zu knappen Hals, nicht in den Aneurysbauch verrutscht. Suprarenale Verlängerung der Prothese nach prox. mit Palmaz XL Stent 40 mm. Der erste Palmaz Stent wird in den ipsilat. Schenkel freigesetzt. Nachdilatation der Landungszonen.


    Verschluss der Zugangswege mittels Prostar. Hautnaht.


    Ich habe hier: 5-38.a80 Aorta thoraxoabdominalis: Rohrprothese und 5-38a.14 Aorta abdominals Bifurkationsprothese kodiert.


    Sagt mir bitte das ich mal richtig lag. Ich steh immer wieder neu davor und denke *häh* 8| ?(


    Über Eure Hilfe freue ich mich wie immer an diesem sonnigen Morgen bei uns.

    Einmal editiert, zuletzt von kodiersimi ()

  • Guten Tag!


    Die korrekte Diagnose lautet: infrarenales Bauchaortenaneurysma I71.4 ; Implantiert wurde eine infrarenale Bifurkationsstentprothese 5-38a.14 ; Bei Typ 1 Endoleak wurde proximal ein Palmaz XL-Stent eingebracht. Das ist ein nicht gecoverter Metallstent mit sehr hoher Radialkraft. Dadurch wird der poximale Prothesenanteil fest an die Aortenwand gepresst und somit das Endoleak verschlossen. Es handelt sich nicht um eine Stentprothese. Also 8-840.04 oder 5-38e.04 ; 5-38a.80 ist falsch.

    Freundlicher Gruß
    Gefäßchirurg

  • Guten Tag!


    VIABAHN ist ein mit PTFE beschichteter Nitinolstent mit bioaktiver Oberfläche (Heparin). Somit passt 8-842.2.Ein Cheatham-Platinum-Stent ist es sicher nicht. (siehe auch http://www.pfmmedical.com/de/p…ogischer_stent/index.html)



    Guten Abend Gefäßchirurg und Forenteilnehmer,
    ich hätte eine Frage zur OPS Kodierung,
    wie kodiert man möglichst erlöstragend die endovaskuläre Ausschaltung eines Fem-Pop Aneurysma,
    mit zwei Viabahn Stents (10cm).


    Aktuelle Kodierung 5-38a.x -> Ein PTA Code geht dann nicht zusätzlich? Lief ja endovask.
    Alternative? Für den 5-38a.x kann ja kein Zusatzgeld erhoben werden.
    Gibt es eine alternative Kodierung?


    Vielen Dank!

    MfG
    Ductus
    Die Welt ist global, das Denken lokal

  • Guten Abend!


    5-38a.x wird für Stentprothesen verwendet. In Ihrem Fall darf diese Kode nicht verwendet werden, da Sie keine Stentprothese sondern einen beschichteten Stent verwendet haben.
    5-38d.1b und 8-83b.e1. Aus dem Bereich 8-84x.xx gibt es keinen wirklich passenden Kode.

    Freundlicher Gruß
    Gefäßchirurg

  • Guten Abend!


    5-38a.x wird für Stentprothesen verwendet. In Ihrem Fall darf diese Kode nicht verwendet werden, da Sie keine Stentprothese sondern einen beschichteten Stent verwendet haben.
    5-38d.1b und 8-83b.e1. Aus dem Bereich 8-84x.xx gibt es keinen wirklich passenden Kode.



    Guten Morgen Gefäßchirurg,


    herzlichen Dank für Ihre Antwort!

    MfG
    Ductus
    Die Welt ist global, das Denken lokal

  • Guten Tag, ich hänge mich an dieses Thema an


    Einbringung einer gecoverten Prothese bei Koarktation bei einem Erwachsenen.
    Wir: 5-38a.70.
    Kasse fordert 8-842.08.


    Der intervenitionelle Code weist ein Exklusivum auf (Aorta) und ist zudem unspezifischer (andere Gefäße thorakal). Es ist aber von großlumigen Schleusen die Rede. Das wurde oben schon einmal diskutiert. Ab wann ist denn nun eine Schleuse großlumig? Angesichts der fortschreitenden Verkleinerungen kann das doch kein hartes Maß sein?


    Hat jemand eine Empfehlung?


    Die Situation ist insofern bemerkenswert, als die F51A deutlich überfinanziert ist, die F59C aber deutlich unterfinanziert.


    Gruß


    merguet

  • Guten Abend!


    Für die Kodierung wäre wichtig, welches Produkt Sie verwendet haben.

    Freundlicher Gruß
    Gefäßchirurg

  • Morgen,


    "Darstellung und Ausmessung der Aortenisthmusstenose, dann Implantation eines gecoverten Stent 14 mm Durchmesser, 34 mm Länge"


    Patient 47 Jahre alt.


    Gruß


    merguet

  • Guten Abend!


    Der Beschreibung nach handelt es sich um einen gecoverten Stent, nicht um eine Stentprothese.
    Somit wäre m.E. 8-842.04 korrekt. . 8-842.08 ist unspezifisch.

    Freundlicher Gruß
    Gefäßchirurg