Anorexie-PatientInnen - Intensiv?

  • Hallo liebe Forumsmitglieder,



    ich würde gerne Eure Meinung bzgl. der Intensiveinstufung von Anorexie-PatientInnen in der KJP hören.



    Diese PatientInnen fordern ja in den meisten Fällen einen hohen Personaleinsatz mit großem Zeitaufwand. Sie werden bspw. bei den Mahlzeiten 1:1 betreut, während der "Liegezeit" beobachtet, erhalten Toilettenbegleitung und und und...


    Da aber natürlich nicht alle PatientInnen mit Anorexia nervosa gleich sind, würde ich nun gerne wissen, ab welchem "Aufwand" ihr diese Patientengruppe als intensiv einstuft?



    Vielen Dank schonmal :)



    LilaPause

  • Hallo LilaPause,
    in den Eingruppierungsempfehlungen der Selbstverwaltungspartner finden Sie entsprechende Eingruppierungshinweise:
    http://www.g-drg.de/cms/inek_s…ngruppierungsempfehlungen


    Viele Grüße,


    B. Gohr

    Das Problem am Gesundheitssystem ist der aufrechte Gang. Der aufrechte Gang ist moralisch wünschenswert, orthopädisch aber eine Katastrophe.

  • Hallo LilaPause,


    geht es um die Einstufung der PsychPV, dann s. Antwort von Hr. Gohr.


    Falls sich die Frage jedoch um eine Intensivbehandlung im Sinne des OPS 9-67 drehen sollte, dann sind die Mindestmerkmale gemäß den Angaben im OPS-Verzeichnis 2014 http://www.dimdi.de/static/de/…-9-65...9-69.htm#code9-67 zu beachten.


    Hierbei wichtig:
    "Es kommen mindestens ein Therapieverfahren aus dem Bereich der ärztlichen oder psychologischen Behandlung und zeitlich aufwendige pflegerisch-erzieherische Begleitung zur Anwendung."


    Schöne Grüße
    Anyway

  • Hallo,



    vielen Dank für die Antworten.


    Ich habe mich etwas schwammig ausgedrückt. Die Psych-PV hatte ich nicht gemeint (trotzdem danke). :)



    Sowohl die Eingruppierungsempfehlungen, als auch die Merkmale der Kodes 9-67 sind mir bekannt.


    Betrachtet man sich die Mindestmerkmale, bin ich mir allerdings nicht sicher, wo genau man diese PatientInnen wiederfindet.


    Sind sie z.B. eigengefährdet, oder droht vielleicht eine somatische Dekompensation wegen der Kachexie und den damit verbundenen Komplikatioenen?


    Für mich passt kein Merkmal so richtig zu dieser Patientengruppe.



    Deshalb möchte ich gerne wissen, wie es konkret in der Praxis mit der Einstufung dieser PatientInnen gehandhabt wird.



    Vielen Dank und viele Grüße



    LilaPause