neues Beatmungsintervall nach Weaning

  • Guten Morgen,
    heute wende ich mich mit einem Thema an Sie, welches sicher schon vielfach diskutiert wurde. Leider finde ich im Forum keine, für mich hilfreichen, Beiträge.
    Folgendes Szenario: Ein Patient wird nach der OP extubiert und macht weniger als sechs Stunden NIV. Das Beatmungsintervall wurde also beendet und die NIV-Zeiten einzeln erfasst. Nun verschlechtert sich die respiratorische Situation des Patienten nach zwei Tagen derart, dass ein fosziertes NiV-Training notwendig wird. Der Patient macht acht bzw. sieben Stunden NIV (mit ASB also) am Tag.
    Nun die Frage: Ist es haltbar zu beginn der langen NIV-zeit ein neues Beatmungsintervall zu beginnen und nun die Pausen durchzuzählen, so als wäre der Patient intubiert? Dies auf dem Hintergrund, dass in den DKR als Definition der maschinellen Beatmung auch eine Beatmung über Maske in Erwägung gezogen wird, wenn diese eine Intubation ersetzt.
    Oder beginnt ein neues Beatmungsintervall ganz stur nur, wenn der Patient erneut intubiert wird?
    Ich wäre dankbar für jede Meinung, bzw. jede Aussage, wie Sie es in Ihren Häusern handhaben.


    Einen möglichst sonnigen Tag und herzlichen Dank
    Tuschke

  • Hallo Frau Tuschke,


    nach Ihrer Schilderung hört es sich ganz danach an, dass die NIV als reguläres Beatmungsverfahren gewählt wurde und zwar in dem Sinne, wie die DKR angibt, "wenn diese an Stelle der bisher üblichen Intubation" erfolgt. Achten Sie aber auch darauf, zu Beginn der "durchgehenden" NIV den Code 8-706 anzugeben, das wäre dann sozusagen Ihr Startpunkt an Stelle der Intubation.


    Herzlichen Gruß
    L. Nagel

    Dr. Lars Nagel
    Leiter Medizincontrolling
    Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg
    [Groß-Umstadt | Seeheim-Jugenheim]