9-647 Qualifizierter Entzug

  • Guten Morgen,


    wir erfassen das Merkmal (wie Sie auch vorschlagen) im Rahmen der "Einstufung", d.h. es wird für den jeweiligen Tag einfach ein Häkchen gesetzt.
    Für die dahinter liegenden Merkmale und Anforderungen interessiert sich kein Mensch und sie werden auch kaum bis gar nicht dokumentiert.
    So ist die traurige Wahrheit.


    Viele Grüße - NV

  • Wir arbeiten mit Orbis und hier ist der QE an die ohnehin tgl. vorzunehmende PSPV gekoppelt. Dies wird inzwischen erfolgreich von der Pflege übernommen, die Ersteinstufung erfolgt durch den jeweiligen Behandler. Es gab hier durchaus Widerstand doch durch eine gute Einarbeitung und Unterstützung konnten die Unsicherheiten genommen werden. Letztendlich ist niemand so nah am Pat. wie die Pflege.


    Freundliche Grüße!

  • Hallo,


    Bei uns wird auch in Orbis/Nice dokumentiert.
    Die Einstufung erfolgt täglich für den Vortag.
    Manchmal wird das vergessen und dann wird auch länger zurück eingestuft.


    Viele Grüße -NV

  • Hallo zusammen,


    wir benutzen Nexus.


    Den "Qualifizierten Entzug" habe ich als Textbaustein angelegt mit einem entsprechenden Häkchen bei der "Patientenauswahl"; so werden, wie bei der "OPS-Gruppentherapie, alle aktuellen Patienten gelistet und können entsprechend gekennzeichnet werden.


    mydrg.de/content/index.php?attachment/305/




    Den Textbaustein haben nur die Ärzte in ihrer Dokumentation; somit kann die Pflege es gar nicht. Den Klick machen sie täglich während der gemeinsamen Übergabe, am Montag rückwirkend für das Wochendende. Klappt prima :)


    Freundliche Grüße


    Jorge

  • Hallo allerseits,


    da es sich bei dem QE um einen entgeltrelevanten Kode handelt kann mit Sicherheit (und da spreche ich aus eigener Erfahrung!) davon ausgegangen werden, dass hier der MDK etwas genauer draufschauen wird. Ein Häkchen allein wird nach den Änderungen in diesem Jahr noch weniger ausreichen als bisher, ohne dokumentierte Merkmale läuft unter PEPP-Echtbedingungen nichts!


    Meine Frage an die Kollegen:
    Woher weiss Ihr KIS, dass es sich bei bestimmten Gruppen und Einzelleistungen um solche handelt, die zu einer QE zählen? Oder reicht der (diffuse) Hinweis auf eine "...therapielzielorientierte Behandlung durch ein multidisziplinär zusammengesetztes Behandlungsteam..." - aber das hat ja wohl jede Suchtstation?!?!?!


    Wie sieht dann z.B. am Wochenende eine QE aus? Gibt es sowas überhaupt und falls ja - welche Mindestmerkmale werden dann bedient. Oder findet ständig eine Stückelung der QE-Behandlungstage statt???


    Wir sind hier jedenfalls ziemlich unglücklich über die neue Erfassungsform einer QE. Bisher haben wir noch keine Automatisierungsformel für unser KIS erstellen können und fügen den OPS-Kode seit 2015 wieder manuell ein. Die alte Regelung mit vier Therapieelementen war für unser Haus jedenfalls mit deutlich weniger Aufwand händelbar...


    Schöne Grüße
    Anyway

  • Hallo Anyway,


    die selben Fragen stellen wir uns auch gerade in unserem Haus.
    Wir benutzen das KIS von Nexus. Am ehesten wird es so sein, das wenn eine Leistung, die im Katalog beispielhaft ausgezählt ist, diese mit dem Textbaustein "Qualifizierter Entzug" dokumentiert wird. Dann wird für diesen Tag der QE gezählt. Am ende werden dann automatisch die Tage gezählt und der Fall gegroupt.


    Wie gehen Sie mit der Anforderung: …Leitlinienbasiertes, standardisiertes suchtmedizinisches und soziales Assessment… um?


    Viele Grüße!

  • Ich verstehe "Qualifizierte Entzugsbehandlung" eher als ein komplexes Konstrukt, das sich über mehrere Tage/Wochen erstreckt und nicht an einzelnen Tagen stattfindet und dann wieder nicht. WIr kodieren auch am WE (also wenn keine Gruppenangebote, keine Selbsthilfegruppen usw. stattfinden) den QE.
    Nur weil da kein konkretes Angebot stattfindet, heisst das ja nicht, dass keine QE gemacht wird. Die Pflege z.B. führt ja trotzdem weiter Motivationsgespräche usw.
    So ganz sicher bin ich mir dabei aber auch nicht, die Erfassung der QE explizit tageweise würde so eigentlich keinen Sinn machen....


    Zum Thema "Assessment" fällt mir auch nicht wirklich was ein.... Man kann standardisiert die Entzugssymptome über bestimmte Skalen erfassen, aber das hat ja weniger was mit der QE an sich zu tun, sondern vielmehr mit den "somatischen Komplikationen", die ja auch irgendwann vorbei sind, die QE im engeren Sinne aber natürlich noch weiterläuft...

    "Interessante Selbstgespräche setzen einen intelligenten Gesprächspartner voraus."