OP-Vorbereitung große Bauch-OP

  • Gibt es einen Standard, wie man am effektivsten die Vorbereitungen für große Bauch-OP's, wie z.B.5-565.00,(Diät,mehrfache Abführmaßnahmen, Darmspülungen ),wofür man ca. 4 Tage benötigt,verschlüsseln kann(mit ICD-10 u.OPS-301)?
    Vielen Dank schon jetzt!

  • Hallo,


    in den DKR §P001a Allgemeine Kodierrichtlinien für Prozeduren ist dazu folgendes zu lesen . . .


    Prozedurenkomponenten


    Normalerweise ist eine Prozedur vollständig mit all ihren Komponenten, wie z.B. Vorbereitung, Lagerung, Anästhesie, Zugang, Naht, usw., in einem Kode abgebildet. Abweichungen davon sind in den Hinweisen beschrieben. Bei den Operationen am Nervensystem zum Beispiel ist gewöhnlich der Zugang zusätzlich zu kodieren.Deshalb werden diese individuellen Komponenten einer bereits kodierten Prozedur nicht noch einmal gesondert verschlüsselt.


    Die OP Vorbereitung wird also nicht gesondert kodiert, (sofern es keinen Hinweis im OPS gibt, der gegenteiliges verlangt - ist mir allerdings keiner bekannt).


    MfG
    Michael Graf

    Viele Grüße
    M. Graf

  • Vielen Dank, auch wenn mir die Antwort nicht unbedingt sympatisch ist; da wir damit unser Problem mit den KK haben.Und ich gehofft hatte, dass jemand eine "bessere" Lösung dazu parat hat.(die 4 präoperativen Tage sind immer strittig und den Kassen bei elektiven Pat. zu lange)
    Vielleicht fällt auch den anderen Lesern noch was dazu ein-ohne die DKR zu verletzen.MfG aus Leipzig!

  • Hallo bork,
    reine Neugier: Für welche großen Bauch-OPs benötigt man denn 4 Tage Vorbereitung?
    MfG


    --
    R. Balling
    Chirurgische Klinik, 82229 Seefeld

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. med. Roland Balling

    Chirurg
    Medizincontroller
    "Ärztliches Qualitätsmanagement"
    Chirurgische Klinik, 82229 Seefeld

  • Hallo Herr Bork,


    5-565 sind urologische Prozeduren, meinten Sie die? Die Darmspülung OPS 8-121 könnte m.E. schon separat codiert werden, da sie nicht direkt zur OP gehört. Die Diätüberwachung mit ICD Z71.- zu codieren geht zwar, aber halte ich selbst auch nicht für besonders sinnvoll. Die vorliegende Erkrankung an sich und die durchgeführte Diagnostik im Besonderen sollten die Länge der präoperativen Verweildauer begründen können. Im DRG-System dürfte es für die KK keine große Rolle mehr spielen, außer bei Überschreiten der oGVD.


    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Guten Tag Herr Konzelmann,


    Zitat


    Die Darmspülung OPS 8-121 könnte m.E. schon separat codiert werden, da sie nicht direkt zur OP gehört.


    Die Darmspülung gehört aber zur OP Vorbereitung und wird i.d.R. vor allen großen Bauch-/DarmOP's durchgeführt (ist zumindest bei uns so Routine). In so fern würde ich auch diese nicht kodieren(, da nicht unbedingt regelkonfirm)!?!


    Denn wenn dem so wäre könnte schließlich auch bei jeder Koloskopie die Darmspülung kodiert werden (im Sinne von "nicht unbedingt zur Untersuchung gehörend")!?! Und dem ist meiner Ansicht nach nicht so.


    MfG
    Michael Graf

    Viele Grüße
    M. Graf