Leistungsbeschreibung der DRG`s

  • Frage:
    Welche Leistungsbündel bzw. Leistungsbeschreibungen stehen hinter einer DRG ?


    Hintergrund:
    KH-Leistungen setzen sich aus verschiedenen Einzelleistungen (Med., Pflege, Basisleist. etc.) zusammen. DRG`s jedoch lediglich aus verschiedenen Diagnosen + Prozeduren. Wo bleibt die Beschreibung der KH-Leistungen die zu kalkulieren sind ?


    Kann ein Experte helfen ?


    mfg


  • ... für wen zu kalkulieren sind?


    Vgl. auch Einleitung zu den :nuke: Kodierrichtlinien (Version 2002) :nuke:


    "Da die Leistungsbeschreibung der DRGs neben anderen Kriterien im
    Wesentlichen über die Diagnosen- und Prozedurenklassifikationen erfolgt....[schnipp]"


    C.Hirschberg





    [ Dieser Beitrag wurde von C-Hirschberg am 05.10.2001 editiert. ]

  • ?( ?( ?( Lieber Herr Frank-Jakob,


    meinen Sie fertige Pathways? Aber die Freiheit ist doch das Tolle an dem System. Ich finde, dass ist doch irgendwo das wichtige und richtige an DRG´s: wie behandle ich eine Pneumonie gut, evidenzbasiert, unter Schonung der Ressourcen und zur Zufriedenheit des Patienten? Wollen Sie vorher festgelegt haben: dazu gehören 2 Sonos, 4 Thoraxe, 6 "große Laborroutinen" etc.? ich weiß, ich bin gräßlich, aber das ist doch das Spannende (wie mein alter internistischer Chefarzt Dr. Martin Bügge immer sagte: "Schreiten wir zum Äußersten, untersuchen wir den Patienten." Das ist doch jetzt wieder gefragt!). Heute wird doch auf die Bemerkung einer Schwester bei der Visite: "Der Patient ist immer noch etwas cyanotisch." meist nicht etwa das Stethoskop gezügt, sondern die 6. Röntgenkontrolle gemacht. Ich weiß, ich bin jetzt polemisch, aber genau das wird ein gutes Krankenhaus ausmachen, welches dann auch wirtschaftlich ist: saubere Standards, gut ausgebildete Ärzte, die wissen, wann sie vom Standard abweichen müssen, und eine klare Evaluierung der Behandlungsergebnisse später (siehe QMK). Und dies DRG bezogen.
    Ich bin weiterhin optimistisch, wir müssen uns bloss vernünftig einbringen, und uns niemals von den Oekonomen vorschreiben lassen, was wir tun dürfen und was nicht (aber die zeiten, bei jedem internistischen patienten eine Routinesono zu machen, unabhängig von der Anamnses, müssen auch vorbei sein. Wir verwalten solidarisch finanziertes Geld, wir haben eine medizinsiche und ethische Verantwortung nicht nur vor dem Einzelpatienten, sondern auch vor dem Solidarsystem!)
    Pack mer´s
    Patricia
    --
    Patricia Klein

    Patricia Klein


  • Liebe Frau Klein,
    herzlichen Dank für diesen Satz, könnte ich mir gut gerahmt in jedem Klinikeingang vorstellen. Es ist auch unsere (nicht immer angenehme) Aufgabe zu sagen, was nicht geht bzw. notwendig ist. Und wenn das alle täten, käme es auch nicht zur Konkurrenzsituation im Sinne von: ... dann gehe ich eben in KKH XYZ, dort machen sie aber dies und jenes gleich mit.
    Ein hoffnungsvoller Wochenanfang!
    MfG
    :))
    --
    Joris Schikowski
    MC KKH Bad Salzungen

    :augenroll: Joris Schikowski
    MC Klinikum Bad Salzungen
    Vors. RV MD der DGfM e.V.

  • Lieber Herr Schikowski,


    um ehrlich zu sein glaube ich, dass die meisten Patienten eher Probleme mit unserem ärztlichen Verständnis der "In einem Rutscg Rundumversorgung" haben. ich bin sicher, die meisten sind ganz froh, nach einer Akuterkrankung noch einige Wochen nach Hause zu gehen und dann zur (straff organisierten und kurzen) Reuntersuchung zu kommen. Wir haben als Krankenhausärzte nur leider immer das gefühl, nur wir können kompetente Diagnostik liefern. Dies ist nicht zwangsläufig und sicher nicht für alles richtig. Aber bevor wir im Krankenhaus nicht auch unsere Kultur der Kommunikation mit den niedergelassenen Kollegen ändern, wird es sicher sehr schwer sein.
    Tja, diese DRG-System rüttelt komplett am Selbstverstädnis der deutschen sektoralen Versorgung...:shock2: :shock2:


    Aber wir werden das System schon gesundbekommen, oder??


    :chirurg: :chirurg: :chirurg: :chirurg: :chirurg: :chirurg:
    --
    Patricia Klein

    Patricia Klein