Hämorrhagische Diathese

  • Hallo zusammen,

    ich habe das Thema nochmal mit verfolgt. Mit der D68.3ff haben wir beim MDK keinerlei Probleme. Aber wie verhält es sich denn bei Ihnen mit der Kodierung der D68.4. Ich muss zugeben, dieser ICD lässt meinen Kopf immer auf den Kopf stehen :S:S:/

    Unsere Kodierer kodieren diesen, wenn vor oder nach OP Konakion gegeben, bei Quickabfall (gleich/unter 30), bei bekannt. Der MDK möchte hier allerdings immer die Z92.1 sehen. Bin etwas hin- und hergerissen.

    Wie verfahren Sie bei sich?

    Ich danke für aufschlussreiche Infos.

    Danke.

  • Hallo,


    ich möchte kurz zur Z92.2 diesen Hinweis geben: Hämorrhagische Diathese durch Thrombozytenaggregationshemmer D69.80.

    Bei Hämorrhagische Diathese durch Antikoagulanzien und Antikörper unter D68.3- fällt zum Beispiel Xarelto (D68.35...hier gibt es ja gar keine andere Möglichkeit als das ganze zu pausieren - "Dabigatran, Rivaroxaban (Xarelto), Edoxaban und Apixaban (Eliquis) zählen zu den nicht-Vitamin-K-antagonistischen oralen Antikoagulanzien (NOAK), die auch als direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) bezeichnet werden. Sie alle hatten bis 2015 (nicht nur) eine Gemeinsamkeit: Es gab kein zugelassenes Antidot, das man bei bedrohlichen Blutungen hätte einsetzen können."(s. Artikel DAZ.Online vom 4.3.19) Mittlerweile gibt es bis auf Edoxaban passende Antidote für die anderen OAKs, allerdings sind diese auch nicht immer ziehlführend- je nach stärke der Blutung und Komorbidität- und werden stets mit großem Bedacht angewendet!


    Aber wie verhält es sich denn bei Ihnen mit der Kodierung der D68.4. Ich muss zugeben, dieser ICD lässt meinen Kopf immer auf den

    Hier kann ich leider auch nur auf die KDE-316 verweisen mit der Empfehlung der SEG4 und dem Konsens des FoKa.


    Da ich jedoch kein Hämatologe bin, ist das auch nur ein Sammelsorium bei mir .


    VG

  • Hallo zusammen, so kurz vor Pfingsten.

    Ich muss wegen der D68.4 nochmal nachfragen. :/;(

    Konstellation 1: Wir kodieren die D68.4 vor OP, wenn eine OP durchgeführt wird und der Quick unter 60 (anderer Richtwert) ist. Es gibt da ja ein Urteil aus 2016, aber diese Klarstellungen wegen D68.4 und Z92.1 waren ja danach.

    (Sozialgericht Hildesheim S 2 KR 470/12)

    Konstellation 2: SEG 316, was ist denn wenn keine Blutung unter Marcumar, aber z.b. nach OP PPSB gegeben wurde und Quick unter 60 (evtl. andere Richtwerte), kodiert ihr da die D68.4. Ich meine ja nein, und nur die Z92.1. Obwohl wenn man kritisch beide Konstellationen betrachtet, es als prophylaktisch ansehen könnte oder?

    Konstellation 3: Keine OP, aber PPSB und Quick unter 30 (oder evtl. schon unter 60), könnte man dann?


    Ich danke euch für eure Rückinfos :/ und wünsche schöne Pfingsten.