MDA

  • Hallo alle miteinander,


    wir aktualisieren unsere Konzeption der Leistungserfassung und haben Bewerbungen von Medizinischen Dokumentationsassistenten vorliegen. Wie sind denn MDA in anderen Häusern organisatorisch und administrativ angebunden? Die Zuordnung zu einem bestimmten Behandlungszentrum/Klinik hat sicher den Vorteil guter spezifischer Kenntnisse, ist aber für ein mittelgroßes Haus wirtschaftlich nicht machbar. Für Tipps der "alten Hasen" unter Ihnen wäre ich sehr dankbar.


    Freundliche Grüße S. Henze

  • Hallo Herr Henze,


    die MDA im Rems-Murr-Kreis sind der Verwaltung zugeordnet und arbeiten somit für je ein ganzes Haus bzw. sogar teilweise auch mal hausübergreifend. Bei Bedarf rufen oder mailen Sie mich an.


    Nachtrag: Woher bekommen Sie MDA? Wir suchen dringend eine/n nach Waiblingen nahe Stuttgart. Interessante Tätigkeit, große Verantwortung!
    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo,


    bei uns arbeitet ein MD zentral im Medizincontrolling sowie ein Praktikant in der Ausbildung zum MD.
    Das Medizincontrolling selbst ist als Stabsstelle unter dem Ärztlichen Direktor angesiedelt.
    Hinzu kommen noch aus "alten Zeiten" MDAs, die ebenfalls dezentral Kodierungen für einzelne Abteilungen vornehmen.
    Die Erfahrungen sind sehr gut. D.h. jede Entlassmeldung wird im EDV-System auf Plausibilität geprüft. Hier handelt es sich also zunächst um eine reine Nachkontrolle.
    Derzeit als Pilotversuch in einer Abteilung läuft eine neue Erhebung, bei der wir testen, inwieweit ein MD bei vorliegendem Arztbrief und Akteneinsicht die komplette Dokumentation generell übernehmen kann, also nicht nur Nachkontrolle, sondern gleich die Primär-Kodierung.
    Der verantwortliche Arzt zeichnet das Ergebnis am Ende nur ab.
    Ich selber bin der festen Überzeugung, dass MDA´s bzw. MD´s als "Kodier-Profis" durchaus in der Lage sind bzw. sogar noch besser in der Lage sind, die Kodierung mit hoher Effizienz durchzuführen als Ärzte mit Kodierungsaktivität nach Nachtdienst und entsprechender Personalfluktuation.
    Erste Ergebnisse zeigen, dass das zutrifft bzw. die Kodierung sogar noch besser wird. Interessant werden auch die Ergebnisse der daran gekoppelten MA-Befragung (Ärzte) sein, die darauf abzielen, inwieweit die Entlastung von der Kodiertätigkeit positiv ankommt (in Zeiten schwieriger Personalgewinnung/EugH-Urteil auch kein zu vernachlässigender Faktor).
    Auch mich würde interessieren, woher Sie MDA´s/MD´s mit DRG-Fachwissen derzeit gewinnen können ?


    Mit besten Grüßen aus Stuttgart
    Jörg Noetzel

    FA für Chirurgie, Leiter Medizincontrolling, Klinikum Stuttgart, Vorstand DGfM

  • Liebe Leserin, lieber Leser,
    auch mich würde es interessieren, vor allem...

    Zitat

    [center]MDA´s/MD´s mit DRG-Fachwissen[/center]


    Ich muss gestehen, dass allzuviel DRG-Fachwissen mir nicht übermittelt wurde, dabei habe ich 3 Jahre die Schulbank gedrückt.
    Ich habe eine riesige Chance ... ein zweiter Anfang. Und ich nutze ihn, nutze jeden Tag. Das Forum hier ist auch ein Quell an Fachwissen und Kompetenz.


    Aber nun genug gestöbert und gelesen.
    Sieht nach Regen aus,
    aber ich bin ja inzwischen daheim.



    --
    Liebe Grüße
    :rolleyes: Hella

    Schöne Grüße an den Rest der Welt!


    Hella

  • Hallo,


    auch wir haben hier die Kontrolle durch Codierung durch Nicht-ärztliches Fachpersonal eingeführt. Hierzu konnten wir zwei ehemalige Intensivschwestern (inhouse) gewinnen, die wir weiterbilden.


    Der Vorteil liegt, dann insbesondere auch in der Betriebskenntnis, was sich gerade im Kontakt mit den Stationen sehr positiv auswirkt.


    Klassische MDA (besonders frisch nach der Ausbildung) halte ich bei der derzeitigen Ausbildung (die hängt den Anforderungen leider um Jahre hinterher) leider für nicht geeignet. Bei erfahrenen Kräften ist das sicher individuell abzuwägen, aber nach einigen Bewerbungsgesprächen konnte ich feststellen, dass das Ausbildungsprofil eben kaum mit den Anforderungen übereinstimmt.


    Besser sind da erfahrene Arzthelferinnen, Krankenschwestern oder MTA's die Sie selbst weiterbilden müssen bzw. durch geeignete Fortbildungsmassnahmen (Casemixperformerschulung z.B. an der Wannseeakademie oder ähnliches)schleusen sollten.


    Hier in unserem 300 Betten Haus sind diese dem Medizincontrolling zugeteilt, welches direkt der Geschäftsführung zugeordnet ist.


    Erfahrene Casemixperformer werden Sie derzeit wohl nur durch gezieltes abwerben können, der Markt ist leergefegt....


    Gruß



    --
    Thomas Lückert
    Medizincontrolling
    Johanniter-Krankenhaus im Fläming

    Thomas Lückert
    Stabsstelle Medizincontrolling
    Unfallkrankenhaus Berlin

  • Allegra Herr Lückert,


    da muß ich doch heftigst widersprechen bezüglich der klassischen MDA. So pauschal kann man das nicht sagen. Ich hatte zwei Praktikantinnen im zweiten Ausbildungsjahr aus Dresden Private Schule IBB, die sich schnell in die Materie eingearbeitet und sehr viel selbständig codiert und abgerechnet haben. Natürlich haben Krankenpflegepersonen Vorteile, wenn sie vieles schon kennen (ich bin ja selbst so einer). Aber die müssen dann eben erst ICD, OPS, DKR, KHEntgG, KFPV usw. usf. kennen lernen. Am besten ist natürlich, man hat eine gewisse Auswahl an Bewerbern und kann je nach Anforderung jemanden einsetzen.
    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Zitat


    Original von Guenter_Konzelmann:
    ....
    zwei Praktikantinnen im zweiten Ausbildungsjahr... sehr viel selbständig codiert und abgerechnet haben.




    Allegra,



    Wie bitte?


    Praktikantinnen kodieren selbstständig und rechnen selbstständig (!!!) ab????


    Gruß
    E. Rembs

  • Hallo Herr Rembs,


    da habe ich mich mal wieder etwas falsch ausgedrückt: wir codieren zwar nicht selbst, aber wir überprüfen und ändern ggf. selbständig die Codierung aus der OP-Dokumentation und offensichtlich falsche bei der Entlassung. Vieles erfordert natürlich auch Rückfragen bei den codierenden Ärzten.
    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo Hr. Konzelmann,


    sorry habe ich auch nicht so pauschal gemeint, sagen wir es so, man muss sich die Leute genau anschauen und bei MDA's besonders auf die Kenntnisse in medizinischer Terminologie achten und natürlich gibt es überall hochmotivierte und weniger motivierte Mitarbeiter, das hängt nun mal nicht so sehr mit dem erlernten Beruf zusammen.


    Ausserdem kommt es natürlich gerade bei Berufsumsteigern auf den Vorberuf an (da ist ein ehemaliger Krankenpfleger der jetzt z.B. ein Praktikum für MedDoku macht natürlich perfekt...).


    Nur denke ich, für den momentanen Bedarf sollte man doch ruhig mal im eigenen Haus schauen und eine interne Auschreibung ist ja schnell auf den Weg gebracht....


    Gruß





    --
    Thomas Lückert
    Medizincontrolling
    Johanniter-Krankenhaus im Fläming

    Thomas Lückert
    Stabsstelle Medizincontrolling
    Unfallkrankenhaus Berlin

  • Hallo Herr Lückert,
    natürlich auch an alle anderen Leser,


    wenn Sie eine interne Ausschreibung machen würden...
    und jemand aus dem Pflegebereich in den der Dokumentation wechselt, wie würde die Schulung des Mitarbeiters aussehen?


    Wären dies nur spezielle Schulungen
    oder eine Ausbildung mit Abschluß, die ja auch bekanntlich Zeit braucht. Zeit, in der der Mitarbeiter nicht zur Verfügung steht.


    --
    Liebe Grüße
    :rolleyes: Hella

    Schöne Grüße an den Rest der Welt!


    Hella

  • Allegra Hella,


    ab 1988 war klar, daß ich nicht mehr in der Krankenpflege arbeiten kann wg. M16.2, der Arbeitgeber war nicht bereit, die Umschulung zu machen mit Sicherung des Arbeitsplatzes. Ich ging auf die Schule für MDA 1992 bis 1994 und habe im Mai 1994 ein Praktikum hier gemacht. Mein Chef sagte damals: "Sie bekommen die Stelle, wenn Sie das Praktikum machen!" (!!!)


    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo,


    wie Sie schon andeuten gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten...


    da aber die Kräfte meist sofort (am besten vorgestern ;-) gebraucht werden, ist eine berufsbegleitende Fortbildung am besten geeignet.


    Und wieder gibt es verschiedene Möglichkeiten, entweder eine organisierte Fortbildung (gibt es inzwischen mehrere im gesamten Bundesgebiet verteilt).
    Meist gibt es da auch ein Zertifikat.


    Oder, die kostengünstigste und schnellste Variante, sie machen es selbst und holen sich noch den ein oder anderen externen Referenten für Teilthemen gezielt dazu.


    Wie gesagt es hängt letzlich auch sehr davon ab, wen Sie fortbilden wollen...


    Gruß

    --
    Thomas Lückert
    Medizincontrolling
    Johanniter-Krankenhaus im Fläming

    Thomas Lückert
    Stabsstelle Medizincontrolling
    Unfallkrankenhaus Berlin