Komplikationen bei Tumorerkrankungen

  • Hallo Forumsmitglieder ,


    dies ist mein erster Beitrag im DRG-Forum .



    Folgender Fall:


    Ein Patient kam zur Diagnostik bei Oberbauchbeschwerden und zunehmender Gewichtsabnahme zur stationären Aufnahme.
    Insgesamt ist von einem metastasierten Tumorleiden auszugehen , wobei der Primärtumor bisher nicht eindeutig identifiziert wurde.
    Bei dem Patienten bestehen ausgeprägte Lymphknotenmetastasen im Bauchraum sowie ein sekundärer Pankreaskopftumor, die zu einer Kompression des Duodenums bzw. des Magenausgangs geführt haben. Zum Zeitpunkt der Aufnahme gab der Patient an, zu Hause in den letzten Tagen alle Nahrung erbrochen zu haben. Flüssige Kost und Breikost konnte er zu sich nehmen, ohne dass nochmals Erbrechen auftrat.


    Meine Frage :


    Ist es ausreichend lediglich das Tumorleiden zu kodieren ?
    Würde die Kodierung des Tumorleidens die Magenausgangsstenose mit einschließen oder wäre diese gesondert zu kodieren ?


    ähnlicher Fall :


    Ein Patient kommt mit Ileus bei Koloncarcinom ( Ca wurde erst stat. diagnostiziert ) zur stationären Aufnahme => OP.


    Meine Frage : Beinhaltet die HD Koloncarcinom die ND Ileus oder ist der Ileus gesondert zu kodieren ?


    Ich hoffe auf zahlreiche Antworten und Reaktionen .


    Vielen Dank .
    M.Schädlich



    :dance2:

  • Hallo Herr Schädlich,


    zunächst mal möchte ich Sie bitten, doch Ihr Profil etwas "aufzumöbeln" und sich zu outen. Danke!


    Zu Ihrem 1. Fall:


    Ich würde wie folgt kodieren:


    HD: CUP (carzinoma of unkown primary) C80
    ND: Magenausgangsstenose
    ND: sek. Neubild. Pankreaskopf
    ND: Lymphknoten-Met. intraperitoneal o. ä.
    OPS: ...


    Zu Ihrem 2. Fall:


    HD: Kolon-Ca.
    ND: Ileus (nur, wenn tatsächlich vorhanden)
    OPS: ...


    Soweit mein Vorschlag zu Ihren Problemfällen!


    Liebe Grüße


    B. Hümmler