Kardiale Dekompensation versus TAA / Vorhofflimmern

  • Hallo Bruce,


    danke für den netten Hinweis. Aber hat das hier schon jemand geschafft damit den MDK/Kasse umzustimmen oder dem Richter mit der reinen INEK-Bewertung den tatsächlichen Ressourcenaufwand zu begründen? eine vorlegbare Urteilsbegründung(vllcht auch bei nur ählichen Fallkonstellationen) wäre top!


    MfG


    rokka

  • Hallo rokka,


    der MD(K) positioniert sich in seinen kommentierten Kodierrichtlinien (KU) zum Thema Konkurrierende Hauptdiagnosen und Ressourcenverbrauch:


    "Die Auswahl der Hauptdiagnose bezieht sich auf die Diagnose, die die meisten Ressourcen verbraucht hat und nicht auf die Diagnose, die in die DRG mit dem höchsten Relativgewicht führt. Entscheidend ist die erbrachte Leistung, nicht das Grouping-Ergebnis, das noch von weiteren Faktoren wie z. B. Zu- und Abschlägen beeinflusst wird. Eine erlösorientierte statt ressourcenorientierte Kodierung würde diese Kodierrichtlinie und der DRG-Systematik widersprechen und könnte in Folgejahren nach ggf. geänderter Kalkulation bei gleicher Fallkonstellation zum Wechsel der Hauptdiagnose führen."


    Ansonsten schließe ich mich Bruce Ausführungen an.


    HG

  • ...grouping-Ergebnis orienterte Kodierung(also bei 2-5 mgl. HD - bin Internist) wäre aber für alle Seiten einfacher und durchschaubarer (wenn nicht sogar besser berechenbar).

    sollte man mal drüber nachdenken da oben; die Sozialgerichte würden sich freuen.


    nur mal so nebenbei



    MfG

    rokka

  • Hierzu gab es schon ein Urteil, ich finde es nur leider im Moment nicht. Dieses Urteil hat im Ergebnis gesagt, dass die höher vergütete DRG heranzuziehen sei. Ich suche weiter....

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    Dr. med. Volker Blaschke

  • Hallo Dr. Blaschke und alle anderen Diskussionsteilnehmern hier.

    Auf die Anfrage oben suche ich auch schon länger und verzweifelt. Ich weiß nur, dass es ein Urteil des LSG in Bayern war. Vielleicht hilft das weiter...

    Gruß

    Bruce

  • Also, ich finde es leider nicht. Eigentlich merkwürdig, ein solches Urteil hätte ich eigentlich gut abgelegt und markiert, aber so ist es leider. Vielleicht hat ja jemand anderes noch Erfolg.


    V. Blaschke

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    Dr. med. Volker Blaschke

  • Nein, leider nicht. Es ging um die Entscheidung, welche der konkurrierenden Hauptdiagnosen mehr Ressourcen verbraucht hat. Da hat das Gericht gesagt, es sei dann diejenige Diagnose als HD zu nehmen, die höherwertige DRG triggere, da sich die Höhe der DRG-Vergütung aus dem Ressourcenaufwand ergebe.


    Viele Grüße,

    V. Blaschke

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    Dr. med. Volker Blaschke

  • Ja, so in etwa, obwohl es nicht ganz das Urteil ist, das ich in Erinnerung habe, aber der Tenor ist identisch.


    Vielen Dank!

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    Dr. med. Volker Blaschke