Postoperative Anämie

  • Hallo Forum,


    wie wird eine postoperative Anämie (HB,HK und Erythrozyten erniedrigt) verschlüsselt, die keine therapeutischen Maßnahmen benötigt, sondern nur diagnostische Maßnahmen im Sinne von täglich (oder 2-Tage-Rhythmus)durchgeführten Laborkontrollen (Hb,Ery, Leuko, HK und Thrombos).


    Mit freundliche Grüßen
    Martina Niemeier

  • Hallo,



    ID Diacos schlägt D64.9 vor. Den Code würde ich dann auch nehmen.


    Mit freundlichen Grüßen,


    Guido Meeßen
    :kangoo:

    Mit freundlichen Grüßen,



    Meeßen
    :kangoo:

  • Hallo Frau Niemeier,


    die D64.9, wie von Herrn Meessen empfohlen würde ich nicht nehmen, da die Anaemie näher beschrieben ist (postoperativ - Ursache ist also klar). Eine postoperative Anaemie dürfte im Allgemeinen eine Blutungsanaemie sein (D62) zusammen mit einem pssenden Komplikationscode aus T81.ff - T88.ff (also je nach Implantat oder Nichtimplantat).


    Viel interessanter ist wohl die Frage, ab wann eine postoperative Anaemie eine postoperative Anaemie ist. Hier gehen die Meinungen wohl ähnlich auseinander, wie bei der Beantwortung der Fage, ab wann eine Hypokaliaemie eine Hypokaliaemie ist. Vielleicht sorgt ja das InEK hier mal für Klarstellungen.


    M.f.G.


    winterth
    Berlin

  • Hallo alle zusammen,


    dieses Problem wurde an anderer Stelle hier im Forum schon einmal diskutiert - gehen Sie doch mal über die Suchfunktion. Ich würde den Verweis auch gern posten, weiss nur nicht wie ich den Link einfügen soll ;( (vielleicht kann mir das nochmal jemand erklären)


    Herr Stephan (Med.Controlling/Höxter) hat die Frage bzgl. der D62 bereits an das DIMDI gerichtet mit folgender Reaktion . . .


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    Das DIMDI-Institut hat mir am 20.06.02 auf die Frage, wann postoperativ die Diagnose Blutungsanämie (D62) zu kodieren sei, geantwortet:


    "Die Diagnose Blutungsanämie ist nur dann zu kodieren, wenn nach einer OP noch eine solch besteht, die zu zusätzlichen sonst nach einer OP nicht üblichen Maßnahmen führt. i.A. Dr. XY"
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    In Anlehnung an diese Aussage handhaben wir die Problematik bei uns so, das wir nur dann eine Blutungsanämie kodieren, wenn sich daraus auch eine therapeutische Konsequenz ergibt (Transfusion von Blutkonserven p/o, Gabe von oralen Antianämika etc.)


    MfG
    Michael Graf

    Viele Grüße
    M. Graf

  • Zitat

    Original von Graf:


    "Die Diagnose Blutungsanämie ist nur dann zu kodieren, wenn nach einer OP noch eine solch besteht, die zu zusätzlichen sonst nach einer OP nicht üblichen Maßnahmen führt. i.A. Dr. XY"
    ---------------------------------------------------------------------


    In Anlehnung an diese Aussage handhaben wir die Problematik bei uns so, das wir nur dann eine Blutungsanämie kodieren, wenn sich daraus auch eine therapeutische Konsequenz ergibt (Transfusion von Blutkonserven p/o, Gabe von oralen Antianämika etc.)


    Hallo, Herr Graf,


    legen Sie die Antwort des DIMDI ruhig großzügiger aus! Auch Hb-Kontrollen, die über das übliche Maß hinaus gehen, erfüllen dieses Kriterium (abgesehen davon, daß wir ja die ND-Definition der DKR unserem Kodieren zugrunde legen). Und eine junge Frau, die nach EU mit einem Hb von 5-6 mg% auf der Station liegt, macht nun mal erheblich mehr Aufwand für Überwachung, Diagnostik und u.U. auch Pflege als bei einem Hb von 9 mg%.


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    Gruß aus Oberbayern


    Timm Büttner

    Gruß aus Oberbayern


    Timm Büttner