J44.8 oder J44.9

  • Hallo,


    ich bin etwas verunsichert ob der Beurteilung und bitte um Ihre Einschätzung:


    Ein Patient mit bekannter COPD, Nikotinkonsum, 40 Packyears, behandelt mit Axicorp, Salbutamol, Ipatropium und Spiriva, bekannte FEV1 von < 35 %, keine akute Infektion oder Exacerbation ist zu kodieren mit

    • J44.80

    oder

    • J44.90?

    Besten Dank für Ihre Einschätzung im Voraus.


    Viele Grüße


    Medman2

    Einmal editiert, zuletzt von medman2 ()

  • Hallo medman2,


    in diesen Fällen verwende ich J44.8-, wegen des "Kleingedruckten" zu dieser Diagnose im syst. ICD-Katalog.


    Gruß,

    fimuc

  • Guten Morgen,


    ich mach mal hier in der gleichen Diagnosegruppe weiter.


    Wir haben bei einem Patienten die J44.80 kodiert, der letzte FEV1-Wert war zu dem Zeitpunkt aber schon 2 Jahre alt. Aufnahmegrund im aktuelle Aufenthalt war ein Lungen-CA im linken Oberlappen.


    Die Kasse will die jetzt die J44.80 durch die J44.89 geändert haben, da in dem aktuellen Aufenthalt kein Lungenfunktionstest mit Bestimmung der Werte durchgeführt wurde.


    Wir stehen auf dem Standpunkt, dass es sich ja um eine chronische Erkrankung handelt und bei der jetzigen Grunderkrankung nicht von einer Verbesserung auszugehen ist.


    Ich habe da jetzt nirgendwo etwas gefunden, kann hier einer weiterhelfen?


    Beste Grüße

    Heribert Hypki

  • Das finde ich schon etwas weit hergeholt und habe Verständnis für die Ansicht der Kasse....


    V. Blaschke

    _____________________
    Dr. med. Volker Blaschke

  • Hallo,

    ich sehe das wie Herr Blaschke.

    Bei der COPD handelt es sich zwar um eine chronische Erkrankung, das forcierte exspiratorische 1-Sekunden-Volumen kann sich aber durchaus ändern.

    Gruß,

    S. Stephan

  • Deshalb wird ja wohl auch auf das FEV1 abgestellt und nicht z.B. die Gold-Klassifikation.


    VG

    F15.2

    Grüße aus dem Allgäu ^^

  • Hallo,

    wenn es kurzfristige ambulante Lungenfunktionstestergebnisse gibt würde ich die guten Gewissens nehmen, (leider werden die seit einigen Jahren von 'draußen' ja selten von selbst zur Verfügung gestellt, müsste man also anfordern ); und wenn es keine gibt und man die COPD aber als wichtig erachtet für den Behandlungsverlauf müsste man die LuFu selbst durchführen um die kodierrelevante FEV1 zu ermitteln.


    kurzfristig ist natürlich wieder schwammig. Gibts da evtl. auch positive Erfahrungen mit dem MDK?


    MfG


    rokka