SMS-Siemens/Care-Center DRG-Arbeitsplatz

  • Liebes Forum,


    hier ein kleiner Aufruf zur Interessensbündelung von leidtragenden Siemens care-center DRG-Arbeitsplatz Nutzern.
    Im o.g. DRG-Arbeitsplatz kann der Entlassungsdatensatz (immer) noch nicht automatisch oder teilautomatisch gegroupt und zur Abrechnung freigegeben werden. Der Arbeitsplatz verwendet zur DRG-Bildung alle möglichen und unmöglichen Diagnosen der Nachfolgen(Verlegungen), jedoch kann nicht eingestellt werden "nur Entlassungsdatensatz verwenden". Eine korrekte DRG-Abrechnung kann somit nur über Umwege erfolgen. Jede Diagnose die irgendwann während eines Aufenthaltes im KIS dokumentiert wurde muß nochmals im DRG-Arbeitsplatz freigegeben bzw. gesperrt werden.
    Dieser zusätzliche Arbeitsschritt von 1-5 Minuten / je Fall wird notwendig, obwohl schon ein korrekter Entlassungsdatensatz vorliegt. Leider hat Siemens hier eine gedankliche Schwäche, die jedoch mit allen Kräften verteidigt wird. (Wir schildern dieses Problem seit knapp 2 Jahren).
    Mein Ziel ist es, den Club der Leidtragenden zu einer gebündelten Stellungnahme an Siemens zu bewegen, damit diese lästigen Arbeitsschritte im DRG-Arbeitsplatz abgestellt werden.


    Liebe Grüße


    Achim.Jockwig@Klinikum-Darmstadt.de

  • Zitat


    Original von Dr_A_Jockwig:
    Leider hat Siemens hier eine gedankliche Schwäche, die jedoch mit allen Kräften verteidigt wird. (Wir schildern dieses Problem seit knapp 2 Jahren).


    :isnihn:

    Zitat


    Mein Ziel ist es, den Club der Leidtragenden zu einer gebündelten Stellungnahme an Siemens zu bewegen, damit diese lästigen Arbeitsschritte im DRG-Arbeitsplatz abgestellt werden.




    Hallo,


    bin sofort dabei,
    und ;( ;( bitte, bitte auch endlich eine Erfassung der Beatmungszeiten im DRG-Arbeitsplatz oder sonstwo ermöglichen (ohne den Patient dazu extra verlegen oder entlassen zu müssen, bzw. Verlegung oder Entlassung stornieren zu müssen).


    mfG


    C.Hirschberg

  • Ich schließe mich hiermit beiden Wünschen meiner Vorgänger gerne an. Als weiteres - seit 1 Jahr mit Siemens diskutiertes und immer noch ungelöstes - Problem ist das Batch-Grouping zu nennen, bei dem z.T. bis zu 30% der Datensätze obwohl komplett und fehlerfrei einfach nicht berücksichtigt werden und manuell nachzugruppieren sind.javascript:void(0);
    BenchmarKong Wie funktioniert das anderswo??


    Viele Grüße aus dem sommerlichen Brandenburg


    Renate Schäfer

  • Hallo Forum,


    vor 2 Wochen in Eschborn:


    Mit dem Juni-Release 9.03 soll die Erfassung des Aufnahmegewichtes jetzt im Rahmen der Diagnosenerfassung erfolgen. Eine zusätzliche Möglichkeit zur Erfassung / Editierung im DRG-Arbeitsplatz, wie von mir vorgeschlagen, wurde nicht berücksichtigt.


    Die Beatmungsstundenproblematik sei zur Zeit in Arbeit / Programmierung, die Änderungen sollen zum Jahresende verfügbar sein.
    D.h. hier besteht zur Zeit noch die Möglichkeit zur Einflussnahme, :kong: also Vorschläge nach Eschborn!:kong:
    Mein Vorschlag hierzu: Tagesbezogene Dokumentationsmöglichkeit, Automatisches Aufsummieren und Übernahme in ein entsprechendes Feld Beatmungsdauer. Zusätzlich bräuchte man eine Erfassungsmöglichkeit der intraoperativen Beatmung, die ja gelegentlich auch eine Rolle spielt. Im DRG-Arbeitsplatz müssten dann Beatmungsdauer und OP-Beatmungsdauern zur Ges-Beatmungsdauer zusammengeführt werden können.


    :angry: Auch längst überfällig::angry:
    Die Möglichkeit der direkten Erfassung von Diagnosen und Prozeduren im DRG-Arbeitsplatz ohne Umweg über das Diagnosen/Prozedurenerfassungs-Modul.
    Die Möglichkeit auch als "Nebendiagnosen" erfasste Diagnosen zur DRG-Hauptdiagnose machen zu können.


    @Jockwig:
    Mit Release 9.03 ist die Berücksichtigung von Diagnosen zum Grouping besser parametrierbar. Ob damit das bestehende und von Ihnen geschilderte Problem behoben ist, kann ich momentan nicht beurteilen.


    Schaefer :
    Beim Batchgrouping nicht berücksichtigte "vollständige" Fälle betrgen bei mir ca. 5%. Problem ich kann diese Fälle nur via SQL auflisten.


    MfG
    Oeschger

  • Guten Morgen!


    Herzlichen Dank für die weiteren Anregungen. Auch diese Punkte hatten wir in mehreren Diskussionen während der letzten 1-2 Jahre an Siemens herangetragen. Den Erfolg dieser Einbringung sehen Sie ja bzw. eben nicht. Eine kurzer positiver Ausblick. Herr Bönnighausen von Siemens hat mir in einer Mail zugesichert, dass im Rahmen der Weiterentwicklung vorgesehen ist, Groupierung nur des Entlassungsdatensatzes zu ermöglichen.


    In freudiger Erwartung


    Achim Jockwig:look: :kong:

  • Zitat


    Original von Dr_A_Jockwig:
    Eine kurzer positiver Ausblick. Herr Bönnighausen von Siemens hat mir in einer Mail zugesichert, dass im Rahmen der Weiterentwicklung vorgesehen ist, Groupierung nur des Entlassungsdatensatzes zu ermöglichen.


    Sehr geehrter Dr. Jockwig,


    ...das ist ja immer so eine Sache mit Absichtserklärungen. Und "im Rahmen der Weiterentwicklung vorgesehen" hört sich an wie "werden wir zu gegebener Zeit 'mal 'drüber nachdenken".


    @ Oeschger:
    Warum tagesbezogen ?


    Mein Beatmungsdauer-Vorschlag:
    Im Rahmen der Diagnosen- und Therapien-Erfassung ein zusätzlicher "Reiter" Beatmungsepisoden. Dort Erfassung von Beatmungsbeginn und Beatmungsende (Datum/Uhrzeit)...
    Das gleiche im DRG-Arbeitsplatz mit standardmäßig markierten Ankreuzfeldern vor den Beatmungsepisoden.
    Die Summe der markierten Beatmungsepisoden wird ausgewiesen und ist die Beatmungsdauer.
    Davon abhängig wird dann irgendwann einmal auch automatisch der zugehörige OPS-Kode generiert... aber das könnte man "im Rahmen der Weiterentwicklung vorsehen"


    Das mit den OP-Beatmungszeiten würde ich weglassen (Siemens nicht überfordern!!) Für die seltenen Grenzfälle kann ja händisch zusätzlich eine Beatmungsepisode für die OP-Beatmung zugefügt werden, oder die schenkt man den Kassen... (und macht dies unterm Strich durch eine deutlich schlankere Organisation der Beatmungszeitenerfassung wieder wett).


    Das wäre übrigens bereits das für mich vorstellbare Optimum. Ich wär' natürlich mindestens genauso glücklich, wenn ich die Beatmungszeit einfach im DRG-Arbeitsplatz abändern könnte...


    :3 Übrigens: es hieß doch mal in einem früheren Post Siemens würde mitlesen -> wäre schön, wenn noch weitere CareCenter-Nutzer diese Probleme hier bestätigen könnten und ihre Anforderungen oder Vorstellungen bezüglich DRG-Arbeitsplatz an dieser Stelle formulieren.


    Bei Umsetzung irgendwelcher Verbesserungsvorschläge durch Siemens wäre mir dies natürlich auch ein fettes Post wert...


    mfG


    C. Hirschberg

  • Guten Morgen Hr. Hirschberg,


    ich stimme Ihnen zu, unter DRG-Sicht ist es ausreichend allein die Beatmungsepisoden mit Beginn und Ende zu erfassen.
    Mein Vorschlag "tagesbezogene Erfassung" basiert auf dem Wunsch nach einer Beatmungsstundenstatistik am Monatsende. Diese ist mit etwas Mehraufwand aber auch aus der von Ihnen vorgeschlagenen Variante möglich.


    Bezüglich der OP-Beatmung möchte ich Siemens nicht aus der Pflicht nehmen. Es sollte doch kein so riesiger Aufwand sein im Bereich der OP- / Anästhesiedokumentation entsprechend z.B. Schnittnahtzeit ein Feld für die intraop. Beatmungsdauer einzufügen.



    MfG
    Oeschger

  • Zitat


    Original von Oeschger:
    Guten Morgen Hr. Hirschberg,
    ich stimme Ihnen zu, unter DRG-Sicht ist es ausreichend allein die Beatmungsepisoden mit Beginn und Ende zu erfassen.
    Mein Vorschlag "tagesbezogene Erfassung" basiert auf dem Wunsch nach einer Beatmungsstundenstatistik am Monatsende. Diese ist mit etwas Mehraufwand aber auch aus der von Ihnen vorgeschlagenen Variante möglich.


    Hallo Hr. Hirschber, Hr. Oeschger,
    ich empfehle zusätzlich noch eine "Vollständigkeitsprüfung",
    die sicherstellt, dass die Beatmungsdoku abgeschlossen ist,
    oder nicht notwendig ist, weil Patient nicht beatmet wurde.
    (siehe Beispiel)


    Mit freundlichen Grüßen
    von der Waterkant


    Ulrich Schmidt

    [arial]
    Mit freundlichen Grüßen
    von der Waterkant[/arial]


    [verdana][c=blue]Ulrich Schmidt[/c][/verdana]

  • Sehr geehrter Herr Schmidt,


    Ihr System scheint mir aber recht komplex zu sein (O I E A V), und was nützt eine Vollständigkeitsdoku, wenn der Patient dann doch noch einmal auf Intensiv kommt und noch einmal beatmet wird -> Vollständigkeitsdoku muss also bei Entlassung stattfinden und da kann man sie auch gedanklich abschliessen.


    Keep it simple ...


    Mit freundlichen Grüßen


    Christoph Hirschberg

  • Zitat


    Original von Oeschger:
    Bezüglich der OP-Beatmung möchte ich Siemens nicht aus der Pflicht nehmen. Es sollte doch kein so riesiger Aufwand sein im Bereich der OP- / Anästhesiedokumentation entsprechend z.B. Schnittnahtzeit ein Feld für die intraop. Beatmungsdauer einzufügen.


    Bei uns läuft es so: wenn Patient im OP für Intensiv geplant ist, wird ein Übergabebogen für die Intensivstation ausgefüllt (Anamnese, OP, Massgaben der Chirurge etc.). Darauf wird auch der Intubationszeitpunkt dokumentiert -> und der ist Beginn der Beatmungsepisode.


    Natürlich gehen so möglicherweise OP-Beatmungen ohne nachfolgenden Intensivaufenthalt flöten, aber dies dürfte meiner Einschätzung nach nur in einem Promilleteil der Fälle Relevanz besitzen. Und irgendwie entspricht diese Philosophie m.E. auch eher der "Intention der DKR".


    mfG


    C. Hirschberg

  • Zitat


    Original von C-Hirschberg:
    ...Ihr System scheint mir aber recht komplex zu sein (O I E A V), und was nützt eine Vollständigkeitsdoku, wenn der Patient dann doch noch einmal auf Intensiv kommt und noch einmal beatmet wird -> Vollständigkeitsdoku muss also bei Entlassung stattfinden und da kann man sie auch gedanklich abschliessen ...


    Sehr geehrter Herr Hirschberg,
    a) die "Komplexität" ist durch die DKR vorgegeben, da die verschiedenen Beatmungen mit unterschiedlichen OPS codiert werden sollen. Wenn da die Logik geprüft werden soll, ist's halt etwas komplexer. [Die Summierung geht im Übrigen auch ohne diese Angaben]
    b) Die Vollständigkeit setzt der Entlassende, so dass der MedCo sich bei der Prüfung bereits auf die Angabe stützen kann.


    Ihren Aufruf "KEEP IT SIMPLE" kann ich nur weitergeben ---> in Richtung "DKR 2004", §301, §21 usw.


    Mit freundlichen Grüßen
    von der Waterkant


    Ulrich Schmidt

    [arial]
    Mit freundlichen Grüßen
    von der Waterkant[/arial]


    [verdana][c=blue]Ulrich Schmidt[/c][/verdana]

  • Liebes Forum,
    bei Ihrer geballten Kritik kommt man vor dem Hintergrund
    des folgenden Artikels doch ins Grübeln welche Testszenarien der Softwareanalyse zu Grunde lagen:


    http://www.klinikmarkt.com/new…1056524476.txt&showtopic=


    KIS für DRGs zertifiziert


    25.06.2003 - 09:01 Erlangen. Das Krankenhausinformationssystem medica//s von Siemens Medical Solutions (Med) ist in seiner neuesten Version 9.01 fit für die G-DRGs. Das entsprechende Zertifikat wurde jetzt von der Unternehmensberatung IBM Business Consulting Services erteilt.


    Medico//s ermöglicht die problemlose Eingruppierung von Patienten in die Fallgruppen und anschließend die detaillierte Abrechnung einschließlich der möglichen ab- und Zuschläge.


    Das KIS war anhand verschiedener Testszenarien überprüft worden. Die Zertifizierung ist ab 2004 Voraussetzung zum Einsatz in Krankenhäusern, da die KFPV explizit die Nutzung geprüfter Softwareprogramme (Grouper) zur Einstufung der Patienten in die jeweilige Fallpauschale vorschreibt.


    Liebe Grüße
    F. Dieffenbach ?(