Probeexzision Scheidenstumpf

  • Guten Tag,


    ich habe eine Frage zur Kodierung einer Probeexzision am Scheidenstumpf bei PAP III und HPV-16. Es besteht Uneinigkeit bezüglich der Abgrenzung "mit oder ohne Inzision".


    Der OP-Bericht lautet wie folgt, Eingriff in Vollnarkose

    Desinfektion von Vulva und Vagina, Applikation von Lugolscher Lösung, es zeigen sich keine jodnegativen Zonen am scheidenende.

    Excision der gesamten Haut des Scheidenendes oberflächlich mit dem elektrischen Messer, Markierung bei 12h , linkslaterales Nachresektat, Markierung wundhöhlenfern bei 3h. Es herrscht Bluttrockenheit, Adaptation der scheidenhaut mit 3 Vicryl 2/0 U-Nähten.


    Ist dies nun der OPS 1-572 (hier im Inklusivum "intraop. Biopsie") oder 1-470.4 da keine Freilegung des OP-Gebietes erfolgt (was ja aber der Anatomie geschuldet ist?!)?


    Ich freue mich über Anregungen -

    GK-Nicole

  • Hallo GK-Nicole,

    Bei dem OP- Bericht würde ich eine 5-702.1 kodieren, da offenbar das gesamte veränderte Areal ausgeschnitten wurde. Das geht ja über eine Biopsie hinaus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Breitmeier

  • Guten Morgen Herr Breitmeier,


    vielen Dank für Ihren Gedanken. Da sieht man mal, wie man sich in die Irre leiten lässt. Die Diskussion im Rahmen der MDK-Begehung hat sich ausschließlich auf die Frage "mit oder ohne Inzision" bezogen und mein Focus lag auf der Verteidigung des abgerechneten OPS.

    Aber Sie haben natürlich völlig Recht, es war eine Exzision in toto mit anschließender histologischer Sicherung und keine Biopsie. Glücklicherweise hat sich die Kasse auf dem kurzen Dienstweg nun "meinem" Widerspruch anschließen können und die OPS-Korrektur auf die 5-702.1 anerkannt.

    Herzlichen Dank!


    GK-Nicole