Verletzung der Vena obturatoria

  • Hallo liebe Forums-Gemeinde,


    ich habe sicherlich eine leichte Frage, komme aber mit ICD-Alphabetik bzw. Systematik nicht weiter.


    Bei meinem Fall wird intraoperativ die Vena obturatoria verletzt und durch den hinzugerufenen Chirurgen legiert. Wird dies korrekt mit der S35.5 (da die Vene in die V. iliaca mündet) oder S35.88 oder (anderer Code) kodiert? Die S35.5 ist DRG-relevant, deswegen meine Frage.

    Wenn mirjemand gleich noch den passenden OPS liefert ... Danke.


    Liebe Grüße aus Sachsen

    Cyre

  • Hallo Cyre,


    Der OPS müsste 5- 389.9a sein. Hinsichtlich der ICD finde ich, dass die beiden von Ihnen vorgeschlagenen Kodes gleich gut ( oder schlecht) passen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Breitmeier

  • Hallo Breitmeier,

    das die V. Ilica interna ligiert wurde hat Cyre m.E. nicht geschrieben (dann wär der Kode S35.5 nämlich eigentlich erfüllt). Meiner Meinung nach bleibt nur 5-389.9x. Betreffs des ICD tendiere ich eher zu S35.88.

    MfG findus

  • Hallo,

    vielen Dank für die Rückmeldung. Bei den Gefäßen habe ich noch so meine Probleme bei der Kodierung, aber heute morgen ist mir bzgl. des ICD noch die T81.2 eingefallen.

    Sonst vermeide ich eigentlich die T-Kodes und halte mich lieber an die S-Kodes mit dem Zusatz Y69!, allerdings in diesem Fall habe ich ja nicht wirklich einen spezifischen Kode für die Veletzung der V. obturatoria, sodass mir die T81.2 fast plausibler erscheint als S35.88? (Und ja, ich würde gern mein CCL retten ;))


    Grüße

  • Hallo Findus,


    Sie haben recht, die genaue Stelle der Ligatur wird nicht erwähnt. Da die obturatorischen Gefässe aber anatomisch zum Versorgungsgebiet der Vasa iliaca interna gehören, habe ich diese aus der Gefäßliste bei 5-38 herausgesucht.

    @ Cyre: T81.2 ist natürlich sehr viel unspezifischer als ein S35 Kode...

    Mit freundlichen Grüßen

    Breitmeier

  • Hallo,

    aber in den Komplikationskodes wird doch extra spezifiziert: versehentliche Stich-oder Risswunde...vers.Perforation Blutgefäß. Dafür sind die Kodes doch da! sonst bräuchte man sie nicht?! man kann sonst alles irgendwie organspezifisch kodieren ... dann könnte man das Komplikationskapitel einsparen und an alle organspezfischen Kodes einen Unterpunkt k (wie Komplikation durch...) anführen und entsprechend vom INEK zu berechnen wei es denn gemeint war.

    Verletzung Gefäße sehe ich eindeutig als (unfall- )traumatisch gemeint an (ist ja auch das Traumakapitel)


    MfG


    rokka

  • Hallo rokka,


    Eine OP ist aber natürlich auch ein Trauma und zur höheren Spezifität von S- Kodes gegenüber T81.2 gibt es ja schon einige Urteile.

    Mit freundlichen Grüßen

    Breitmeier

  • Hallo,

    wie geschrieben handhabe ich es sonst auch so - den S-Code mit der Y69! dran. Nur in diesem Fall mag ich mich nicht festlegen, ob "sonstige Gefäße im Becken etc." oder "Stichwunde intraoperativ" spezifischer ist. Deswegen, auch um den CCL zu retten, die Wahl auf T81.2.


    Grüße