Fristüberschreitung - MDK-Prüfverfahren von Fällen aus der Geburtshilfe

  • Hallo,


    laut der aktuellen Prüfverfahrens Vereinbarung muss die Leistungsrechtliche Entscheidung der Krankenkasse spätestens 11 Monate nach Übermittlung der Prüfanzeige dem Krankenhaus mitgeteilt werden (§8 Satz 3 PrüfvV).

    Gilt diese Frist auch bei geburtshilflichen Fällen? Oder greift hier die Reichsversicherungsordnung oder eine andere Vorschrift? In der PrüfvV wird kein Ausnahmetatbestand angeführt.

    Laut Aussage von Krankenkassen würde hier die PrüfvV nicht gelten sondern die "normale" Verjährungsfrist von 2 Jahren.


    Was ist richtig?


    Ein schönes Wochenende

    Teeologephil

  • Hallo Teeologephil,


    Entbindung fällt nicht unter § 39 SGB V sondern unter § 24f SGB V (Nachfolgeregelung zur RVO), weshalb § 275 Abs. 1c und damit dann auch die PrüfvV nicht anwendbar sind. Somit gilt dann die Verjährungsfrist von 2 Jahren innerhalb derer die KK dann verrechnen kann (außer in NRW, hier gilt mangels Anwendbarkeit der PrüfvV weiter ein landesvertragliches Aufrechnungsverbot) oder klagen muss.


    MfG, RA Berbuir

  • Guten Tag zusammen,

    wie ist der geburtshilfliche Fall definiert?

    Entbindung ist klar. Aber was ist mit Entbindung und Sturz auf Station und dann Operation in der Unfallchirurgie? Da ist der Aufnahmegrund ja nach wie vor die Geburt.

    Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
    E. Horndasch

  • Hallo Herr Horndasch,


    Ich glaube, in Ihrem Fall bleibt es ein geburtshilflicher Fall, weil ja höchstwahrscheinlich weiter eine Geburts DRG resultiert, oder?

    Mit freundlichen Grüßen

    Breitmeier

  • Hallo Herr Breitmeier,

    es war eher eine akademische Frage ohne direkte Gruppierungsrelevanz. Es geht eher um die Auswirkung auf Prüfquote etc. und Abgrenzung zu § 275 SGB V.

    Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
    E. Horndasch