1:1 Betreuung zweistündlich getätigte Unterschriften

  • Hallo zusammen,


    wir haben ein MDK-Gutachten, hier wurde uns die 1:1 Betreuung für alle Tage gestrichen mit folgender begründung:

    " 1:1 Betreuung nicht belegt, insbesondere kein Nachweis über dokumentierte (durch mindestens zweistündlich getätigte Unterschriften bestätigte) tägliche Betreuungsstunden vorhanden." Die Pflegekraft hat aber ganz klar alle 2 Stunden dokumetniert, die UL liegen dem MDK auch vor. In anderen Fällen mit gleicher Doku, wurden uns die Fälle aber anerkannt.


    Aus dem OPS kann ich keine weiteren Kriterien herauslesen.

    Gibt es vielleicht etwas, was wir nciht berücksichtigt haben?


    Liebe Grüße

  • Hallo,


    vielleicht hat der Gutachter die Doku übersehen? Vielleicht ist er neu und legt eigene Kriterien an?

    Wenn bei Ihnen ein Eintrag alle 2 Std. üblicherweise ausreicht würde ich das mit dem Gutachter ansprechen.

    (Hier - BaWü - wird alle 30 Minuten ein Eintrag verlangt).


    Viele Grüße - NV

  • Vielen Dank für die Info.

    Wo kann ich denn eine Regelung finden, dass alle x-Minuten ein Eintrag zu erfolgen hat?

  • Wir haben bei uns auch immer den gleichen MDK-Gutachter, welchen wir auch schon zu Gesprächen bei uns im Haus hatten und mit ihm zusammen eine Dokumentation mit Einträgen in 30min Abständen besprochen haben und nun schreibt er in seinen Gutachten, dass der Ressourcenverbrauch nicht zu erkennen ist, da ja nur alle 30min ein Eintrag erfolgt.:rolleyes:

  • In RLP (zumindest für uns) wird ein Handzeichen alle 15min vom MDK verlangt... Wer bietet weniger :/?

  • Es wird doch nicht zuviel verlangt sein, wenn der Betreuende ununterbrochen während der Betreuungszeit dokumentiert - der hat doch sonst nichts zu tun. sitzt nur rum und kostet Geld. 1:1 bedeutet nämlich: eine Pflegekraft und ein Stück Papier....*Sarkasmus Ende*


    Meine Meinung: ETs gehören grundsätzlich abgeschafft, da sie in erster Linie zu Einsparungmöglichkeiten der KK verkommen sind - sie sind damit eine elegante Methode, das vereinbarte Budget nachträglich zu mindern. Und das InEK kriegt doch bestenfalls die Hälfte aller gestrichenen Fälle mit, weil die Prüfungsergebnisse zu einem Zeitpunkt vorliegen, in dem die Zahlen der Kalkulationshäuser schon längst gemeldet worden. Eine korrekte Berechnung ist damit eigentlich gar nicht möglich.
    Klingt hart, aber früher oder später werden die Kliniken nicht umhin kommen, ETs einfach nicht mehr zu kodieren... weil die MDK-Gutachter immer neue Gründe finden, warum diese Leistungen gestrichen werden können - ein klassisches "Hase-und-Igel-Spiel" eben.

  • Da bin ich ja mit mein er Doku alle 2 Stunden noch richtig gut dran :)

    Habe noch keine passende Begründung für das Nachverfahren, da eindeutig alle Belege für die Dokumentation vorlagen.

  • Wir haben bei uns auch immer den gleichen MDK-Gutachter, welchen wir auch schon zu Gesprächen bei uns im Haus hatten und mit ihm zusammen eine Dokumentation mit Einträgen in 30min Abständen besprochen haben und nun schreibt er in seinen Gutachten, dass der Ressourcenverbrauch nicht zu erkennen ist, da ja nur alle 30min ein Eintrag erfolgt.:rolleyes:

    Hallo,


    na dann gibt es hoffentlich ein Gesprächsprotokoll mit dem man dann die höhere Instanz Ihres MDk mal darauf verweisen kann (und natürlich im WS die Kasse).


    MfG

    rokka

    Einmal editiert, zuletzt von rokka ()

  • Das Beispiel von Psych_Code zeigt es sehr deutlich: es bleibt ein "Hase-und-Igel-Spiel": geht man heute auf die aktuellen Anforderungen des MDK (wo immer die auch herkommen) ein, hat man morgen gleich eine neue Hürde. Woher nimmt sich der MDK eigentlich das Recht, eigene OPS-Mindestmerkmale zu schaffen? Wäre ja interessant zu wissen, was das DIMDI dazu sagt (vielleicht sollte ich da mal offiziell nachfragen...). Aus meiner bescheidenen Sicht wird auf diese Weise das PEPP-System an wesentlichen Punkten konterkariert - und das wiederum scheint den entscheidenden Stellen relativ wurscht zu sein.

  • Hallo,


    mir liegt aktuell eine MDK-GA zur 1:1 Betreuung vor in dem zwar die Mindestmerkmale nach OPS erfüllt sind, jedoch möchte der MDK eine "...mind. aller 2 Stunden durchgeführte Verlaufsdokumentation des 1:1-Betreuers...". Sonst würde es lt. MDK-GA den erhöhten Aufwand nicht wieder spiegeln und die Regeldokumentation wäre dazu nicht ausreichend. Also soll die 1:1 Betreuung gestrichen werden.


    Es ist zwar im OPS bisher nicht gefordert und Änderungen bzw. Klarstellungen im OPS sind allein dem DIMDI vorbehalten, aber in Hinblick auf die angedachten "Strafzahlungen" / zukünftige Prüfquote ist man hier der Willkür des MDK's ausgeliefert.


    Grüße