Anhaltende Wundheilungsstörung bei Z.n. Sectio

  • Hallo liebe Mitstreiter,


    folgender Sachverhalt liegt vor:

    Eine Pat. entbindet im August via Sectio. Unkomplizierter Verlauf im KH.

    Post-stationär entwickelt sich eine Wundheilungsstörung an der Sectionaht, die die Pat. ambulant beim HA versorgen lässt. Da die Wundheilungsstörung aber weiterhin anhält und sich nicht verbessert, kommt sie im Dezember, also 4 Monate nach Entbindung, wieder zur stat. Aufnahme.


    Was ist hier als HD zu verschlüsseln?

    Meiner Meinung nach die O90.0, da die Wundheilungsstörung auf die Sectio zurückzuführen ist und ununterbrochen seitdem besteht. Die Kodierung hier im Hause sieht dies anders und ist der Meinung, da dass Wochenbett von 6 - 8 Wochen lange vorbei sei, müsse hier eine "normale" Wundheilungsstörung T89.03 verschlüsselt werden.


    Liebe Experten, gebt uns Klarheit :)


    Viele Grüße

  • Hallo,

    also bei einer T89.03 wäre ich ja gar nicht - war ja kein Trauma, sondern eine OP-Wunde.

    Dann wären wir bei T81.3 und dort wird im Exklusivum auf die O90.0 verwiesen.


    So was Wildes hatten wir mal mit einer anderen OP-Wunde, dabei war dann der springende Punkt (vor Gericht) der Nachweis, dass die Wunde noch niemals verheilt war...:rolleyes:


    Die Kodierer haben sicher aufs Geld geschielt... 8o

    Liebe Grüße aus Sachsen
    D. Zierold

  • O90.0 ist auch der spezifischere Kode als T81.3. Mal ganz davon ab, dass, wie oben bereits geschrieben, ein Exclusivum besteht. Dazu kommt ja auch, dass dieser Zustand im Wochenbett als direkte Folge der Schnittentbindung entstanden ist UND seitdem besteht. Die Begründung "die Wochenbettzeit wäre bereits beendet" würde nur gelten, wenn eine regelhaft oder auch nur innerhalb der Wochenbettphase verheilt ist und dann nach der Wochenbettphase wieder auftritt. Schließe mich also auch den Vorgängern/innen an.

    Gruß

    Grey