akute respiratorische Insuffizienz bei bekanntem Parkinson Syndrom

  • Hallo,


    ich habe eine Patientin, die mit akuter Atemnot (fragliche Aspiration) stationär aufgenommen wurde. PCo2 bei 58mmHg, Po2 39mmHg. 4 Liter Sauerstoffgabe. Patientin verstirbt in den nächsten Stunden. Ein Parkinson mit bekannten Atem- und Schluckstörungen sind bekannt.

    Nehme ich den schweren Parkinson als HD? da die respiratorische Insuffizienz als Symptom des Parkinson gesehen werden kann? Oder anders herum?

    Ich freue mich über Antworten

    MelV

  • Hallo,


    aus meiner Sicht kommen nur zwei HDs in Frage:


    1. J96.00/.01, da eigenständiges Krankheitsbild, die resp. Insuffizienz wurde ja vermutlich "behandelt"

    2. Sie äußern den Verdacht auf eine Aspiration, somit kommt theoretisch ja auch eine Aspirationspneumonie als Differentialdiagnose ins Spiel.

    Wenn Sie diese nun auch dokumentiert und behandelt haben, bestehen aus meiner Sicht konkurrierende HDs.


    Was nun aus Sicht des behandelnden Mediziners "mehr Aufwand" machte, können nur Sie erkennen.

  • Hallo,

    Fragliche Aspiration oder Verdacht auf? bei Schluckstörung und aluter Luftnot nicht unwahrscheinlich (Dg.Th.?) dann wohl HD.


    MfG


    rokka

  • Hallo,

    die Patientin hat auf jeden Fall aspiriert, da beim Absaugen Medikamente und Essensreste gefunden wurden, aber der Zustand der Patientin verschlechterte sich innerhalb Stunden, so dass ja noch keine Pneumonie entstehen konnte. Es wurde mit 4 Liter Sauerstoff therapiert , keine Antibiose. Im Entlassbrief steht, dass die Patientin an den Folgen ihres schweren Parkinson Syndroms verstarb.


    VG

    MelV