Erörterungsverfahren - wer machts?

    • Offizieller Beitrag

    Liebe Foristen,


    heute ergab sich aus einer Diskussion die Frage, ob es tatsächlich schon Erörterungsverfahren EVV (die nach § 9)

    im Echtbetrieb irgendwo gibt.

    Aus mehreren Gesprächen und Informationen nährt sich diesbezgl. bei mir ein gewisser Zweifel... Allein, er ist nicht objektivierbar.


    Daher rundheraus die Frage an die Beteiligten: Macht ihr das schon längst in der Routine, nähert ihr euch an,

    soll alles bleiben, wie es ist oder "erörtert" ihr jetzt neu...


    Gibt es womöglich ein paar Antworten zu diesem Thema? Dann bitte gern hierher.

    Vielen Dank im Voraus


    B. Sommerhäuser

  • Guten Morgen in die Runde,


    ein spannendes Thema, wir nähern uns an und finden dabei viele Baustellen:

    - Ansprechpartner bei den Kostenträgern, medizinischer Hintergrund und Entscheidungsbefugnis (ist ja bis zu diesem Punkt immer das Gutachten gewesen)?

    - Erörterer bei uns, auch die Fragestellung medizinischer Hintergrund?

    - Großes Thema ist die Bereitstellung der Behandlungsdokumentation (MD-Entscheidungsbasis) und der datenschutzkonforme "Transportweg" zu den Kostenträgern.

    - Erörterung bei kurzstationärer Behandlung mit AOP-Potential vor Klage nach erfolgloser MBEG (ohne bisherige MD-Einbindung).


    Leider kann ich bis auf diese Fragen/Gedanken derzeit nichts beitragen, bin aber auf Rückmeldung gespannt...


    MfG stei-di

  • Guten Morgen,

    wir haben mal in einem Fall ein EÖV angefangen und warten nun auf die Antwort der KK. Man darf gespannt sein auf das was da kommt.

    :/

    8) Stefan Schulz, Med. Controlling

  • Guten Morgen,

    also wir haben das erste EÖV abgeschlossen. Die Vorbereitungen waren erwartungsgemäß "heiß", die eigentliche Erörterung verlief telefonisch und war wohl eher entspannt. Nach kurzer Beratung auf Seiten der Kasse kam am gleichen Tag noch der Rückruf mit dem Ergebnis. Da die Kasse letztlich unser Argumentation gefolgt ist, eigentlich ging es "nur" um die korrekte Auslegung der DKR betreffs der HD, ist die Angelegenheit für uns vom Tisch.

    MfG findus

  • Hallo,


    wir sehen ebenfalls als nicht unwesentlichen Aufwand die datenschutzkonforme Übermittlung,

    Nicht, dass sich das im Einzelfall nicht lösen ließe, aber hier geht´s ums "große Ganze".


    Aktuell kocht jede(r) sein eigenes Süppchen: MD bei uns einerseits mit LE-Portal für Fallprüfungen, Qiata für Strukturprüfungen, diverse Kostenträger haben sich ihrerseits mit jeweils unterschiedlichen "Lösungen" für die EÖV an uns gewandt....

    Überall andere Software, Account-Registrierung, User registrieren, Logins generieren, Einarbeitung/Schulung etc. .... dann wieder Mitarbeiterwechsel - alles von vorne, etc ....

    Ehrlich gesagt: irgendwann verliert man den Überblick! Da wird die Digitalisierung zum Hemmschuh!


    Ich denke, ein wesentlicher Punkt sollte neben den inhaltlichen Aspekten der "Erörterung" u. a. dieser ressourcenfressende formale Aspekt sein.

    Warum gibt es hier keine z. B. keine "einheitliche" Plattform des GKV? Allerdings - wenn ich an die Vorbereitungszeit von fast 6 Jahren für den MD zum LE-Portal denke (seit 2016 in PrüfvV digitale Übermittlung verankert) und was jetzt dabei herauskommt, dann ist man eigentlich schon wieder desillusioniert.


    Beste Grüße

    geoff

  • Hallo,

    kurzer Zwischenbericht.

    Bis dato einmal Unterlagenversand (via CD mit PDF). Ansonsten mehrfach Bestreiten OHNE Einleitung EV. Vor dem EV ist dann die GKV unserer Argumentation gefolgt und hat die Rechnung/Kodierung anerkannt. Waren aber insgesamt wenige Fälle aus 2022 in der Prüfung.

    Problem wird die Datenübermittlung sein.

    Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
    E. Horndasch

  • Hallo,


    wir sind noch im Organisatorischen. Zur Datenversendung vorgeschlagen wurde Cryptshare. Das scheint uns sehr praktikabel.


    Interessant auch, dass der MD bei den jetzt anlaufenden Vorort-Prüfungen der Fälle aus 2022 besonderen Wert darauf legt, die Fälle im Konsens zu klären.


    Viele Grüße


    M2

  • Zur Datenversendung vorgeschlagen wurde Cryptshare.

    Hallo,

    haben Sie sich da mal die Nutzungsbedingungen angesehen? Zumindest in der Version, die ich vorliegen habe, nicht akzeptabel.

    Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
    E. Horndasch

  • Guten Morgen in die Runde,


    vorab unser Datenschützer hat die Plattform Cryptshare auch als nicht akzeptabel eingestuft.

    Bisher haben wir noch kein Erörterungsverfahren durchgeführt.

    Eine Frage, die uns umtreibt, wir haben wieder MD-Begehungen.

    Der MD konnte mir keine Antwort geben, wie sie uns für Fälle 2022 dokumentieren, welche Unterlagen wir vorgelegt haben.

    Daher die Frage in die Runde: wie können wir bei MD-Begehungen im Dissens belegen, welche Unterlagen wir dem MD vorgelegt haben (wir stellen in der Regel die komplette Akte zur Verfügung), wenn wir ins EV müssen?

    Interessant ist wirklich der Beitrag, in dem gesagt wird, dass der MD bemüht ist im Konsens zu klären.

    Alles ist und bleibt spannend und arbeitsintensiv.


    Herzliche Grüße

    SLak

  • Hallo SLak,

    der MD wird ja alle Unterlagen eingesehen haben wollen? Und Sie werden doch keine verweigert haben? Wer soll da noch sagen: nein hat nicht vorgelegen; das hätte ja der MD dokumentieren müssen, dass z.B. Ihnen zum Begutachtungszeitpunkt entsprechende Dokumente (noch) nicht vorgelegen haben, das wäre m.E. die einzige Situation die das Problem innehat.


    MfG

    rokka