Serumlaktat beim septischen Schock

  • Hallo liebe Kollegen

    zum neuen Jahr habe ich eine Frage zur Abrechnung des septischen Schocks.

    In unserer letzten Jahreswechselschulung (2024) hat uns der Dozent erklärt, dass zur Kodierung eines septischen Schocks zwingend ein erhöhter Serumlaktatwert vorliegen müsse.

    So weit, so gut: Er erklärte aber auch, dass dazu nicht der Laktatwert von der BGA ausreichend sei, sondern ein extra Röhrchen abgenommen werden müsse.

    Nun insistiert unser Chefarzt, er verstehe das nicht, denn es sei beides Serum-Laktat und der Wert sei grundsätzlich der selbe. Wenn überhaupt, dann würde der Röhrchen-Wert eher falsch zu hohe Werte anzeigen, bei Stauung etc.

    Ich habe tatsächlich nichts dazu finden können, warum der Laktatwert aus der BGA nicht ausreichen sollte.

    Kann mir jemand hierzu Aufschluss geben? Wie händelt ihr das in euren Häusern? Gibt es dazu MD-Gutachten, negativ oder positiv?

    LG

    Olni

  • Hallo,

    laut DKR: Gleichzeitig muss der Laktatwert im Serum > 2 mmol/l (>18mg/dl) betragen.

    Und ist die BGA Serum? Wohl eher Vollblut. Und schon haben wir dasselbe Problem wie bei den Elektrolyten TISS/SAPS vor der Änderung zum Jahr 2023.

    Und dann noch hier:

    Die Laktatkonzentration kann in Vollblut, Plasma oder Liquor bestimmt werden. In Vollblut sind die Werte niedriger als in Plasma, da die Laktatkonzentration in Erythrozyten nur etwa 60 % der Plasmakonzentration beträgt. (https://flexikon.doccheck.com/de/Laktat)

    Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
    E. Horndasch

    Einmal editiert, zuletzt von E_Horndasch (15. Januar 2025 um 16:32)