Guten Morgen,
bei einem Patienten mit Sättigungseinbruch haben wir den ICD I50.14 kodiert aufgrund der ärztlichen Dokumentation eines Lungenödems.
Aus dem ärztlichen Verlauf:
Bei respiratorischer Verschlechterung mit Sättigungseinbruch bis 83% Hinzuziehen AvD IM. Zusammenfassend a.e. Mischbild aus Bronchospastik bei ggf. unter Aspirationspneumonie exazerbierter COPD und hypertensivem Lungenödem.
Verlängertes Expirium und expiratorisches Giemen sowie basale RG in Auskultation. Sonografisch Kerley B Linien, VCI Durchmesser 2,2 cm.
Ergänzend zu Atrovent und Salbutamol und PipTaz Gabe 2,5 mg Morphin s.c., 40 mg Lasix i.v., Prednisolon 50 mg über 3 Tage i.v.
Zudem wurde am gleichen tag dokumentiert:
40 mg Lasix i.v. bei V.a. ggf. hypertensives Lungenödem bei sonografischem Nachweis Kerley B Linien
Ein Rö - Thorax, der wenige Stunden später erfolgte beschreibt eine kompensierte kardiopulmonale Zirkulation.
Der MD streicht die Nebendiagnose mit der folgenden Argumentation:
Ich finde diese Vorgaben in keiner SEG 4 formuliert...
Reicht die vorliegende Dokumentation aus für die Durchsetzbarkeit einer I50.14?
Eine manifeste Herzerkrankung ist bei dem Patienten nicht vorbeschrieben.
Vielen Dank und Grüße
Stephan Wegmann