Mammatom - Abrechnung

  • Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen,


    vielleicht ist jemand in der Lage mir zu helfen.


    Derzeitiges Problem: Abrechnung der Mammatome bei unklaren Befunden, zumeist in der Mammographie.


    derzeitige Kodierung:
    D48.6 sowie 5-870.0 und 5-984 führt in die DRG J07A
    oder
    R92 sowie 5-870.0 und 5-984 führt in die DRG J07B.


    Ab 01.11. werden wir nach DRG abrechnen. Obige DRGs ergeben bei unsere BR und den Abschlägen für 1-Tages - Fälle ca. 1.450,00 Euro.
    Die Untersuchung ist sehr aufwändig und teuer ( Gerät wird geliehen )


    Fragen:
    1. hat jemand eine bessere ( lukrativere ) Idee der Kodierung ? Insbesondere im Hinblick darauf, mögliche Fallzusammenführungen nach WA zu vermeiden ...
    2. ab 2004 entfallen obige DRGs, es gibt eine J07Z mit leicht geringerer CW, alternativ käme auch J11C in Frage.
    Kann schon jemand beantworten, welche DRG vermutlich angesteuert wird ?


    Vielen Dank im Voraus !
    Und ziemlich regnerische Grüße aus dem tiefen Südwesten !




    :rolleyes:

    W. Nikolai
    FA für Chirurgie,
    FA für Kinderchirurgie,
    Leiter Medizincontrolling
    Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

  • Hallo,


    eine Verständnisfrage:
    handelt es sich bei dieser Methode um eine perkutane Stanzbiopsie?




    Gruß
    E Rembs

  • Mammatome sind perkutane Stanzbiopsien, wobei mit einer Nadel gleichzeitig mehrere Stanzen entnommen werden, relativ großes Gesamtvolumen, so daß in vielen Fällen v.a. bei kleineren Befunden die Therapie mit der Histologie erledigt ist.
    Die Masse der Fälle kommt anschließend auch nicht wieder stationär, da keine weitere Therapie erforderlich ist( komplett entfernt oder benigne ).
    Die Methode ist derzeit noch nicht von den Kassen anerkannt, es gibt Einzelabsprachen über die Kosten.
    Kosten pro Patient bzw. Seite: ca. 900 Euro für Nadel, Abdeckungen, Gerätemiete, Personal etc....


    Gruß


    W. Nikolai



    P.S. ich hoffe es stimmt alles, ich war Chirurg und nicht Gyn.....
    :rotate:

    W. Nikolai
    FA für Chirurgie,
    FA für Kinderchirurgie,
    Leiter Medizincontrolling
    Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

  • Zitat


    Original von W_Nikolai:


    Fragen:
    1. hat jemand eine bessere ( lukrativere ) Idee der Kodierung ? Insbesondere im Hinblick darauf, mögliche Fallzusammenführungen nach WA zu vermeiden ...



    Hallo,


    leider keine gute Idee,
    im Gegenteil..


    Prozedur ist m.E. 1-493.3


    Des weiteren brauchen Sie eine entsprechende med. Begründung, warum dieser Eingriff nicht als ambulante Op durchgeführt werden kann.



    Gruß


    E. Rembs

  • Hallo Herr Nicolai,


    die Codierung halte ich für ok. In beiden Fällen wird bei Suche in den Handbüchern J13Z angesteuert. Um Fallzusammenführungen wird man voraussichtlich bei späterer OP nicht immer herum kommen. Es ist aber abhängig von der Diagnose und Operationsmethode. Z.B. bei gleichem ICD D48.6 und BET 5-871.- muß dann zusammen geführt und neu bewertet werden, da wieder diese J13Z kommt. Ausnahme: man wartet bis nach oGVD und dann wird man das von Kassenseite her vermutlich monieren.
    Oder irre ich mich da?


    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.



  • Hallo,
    bei einem malignem Befund moniere ich aus med. Sicht eine Wartezeit!!!



    Gruß


    E Rembs

  • @ Herrn Rembs:
    die Kodierung ist derzeit ( Abrechnung nach BPflV ) von den Kassen akzeptiert ( Umstieg auf DRG 01.11..... ).
    Die benutzung von 1-493.3 oder 1-501 verschlechtert den Erlös dramatisch.


    @ Herrn Konzelmann:
    mein Grouper landet bei obiger Kombination aus D48.6 / R92 und 5-870.0
    in den DRG J07 A oder B.
    Habe ich da einen Denk- oder Anwenderfehler ?


    W. Nikolai
    --
    W. Nikolai
    FA für Chirurgie,
    FA für Kinderchirurgie,
    Leiter Medizincontrolling
    Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

    W. Nikolai
    FA für Chirurgie,
    FA für Kinderchirurgie,
    Leiter Medizincontrolling
    Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

  • Hallo Herr Nicolai,


    haben Sie schon den neuen (Übergangs-)Grouper im Einsatz?!


    @H.Rembs: das med. muß ich nicht verantworten. Aber wie sieht das z.B. mit der neuen Methode aus, zuerst Chemo und dann OP?
    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • nope, das Herz unseres KISS ist noch der - demnächst im Echt-Betrieb laufende - Grouper 2003 von 3M....
    I)


    Gruß aus Trier


    W. Nikolai

    W. Nikolai
    FA für Chirurgie,
    FA für Kinderchirurgie,
    Leiter Medizincontrolling
    Mutterhaus der Borromäerinnen Trier



  • Hallo Herr Nikolai,


    1. eine Exzisionsbiopsie liegt m.E. nicht vor.
    2. auf dieses Risikopotential wollte ich hinweisen.



    Gruß
    E Rembs

  • Die J13Z ist im Katalog 2004. Ihre 2. Frage bezog sich darauf und im HB finde ich diese bei der Kombination von ICD und OPS.


    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.