ICD-Kode T80.8 und T82.5

  • Hallo Forum!
    Bin mal wieder über etwas gestolpert!
    Kann ich unter dem ICD-Kode T80.8 auch die para gelaufene Infusion kodieren??? Wie sieht es aus mit dem ICD-Kode T82.5, steckt da auch der nicht mehr durchgängige ZVK und die Port-Anlage hinter???
    Vielen Dank im voraus!

  • Hallo Frau/Herr Dörr9,


    Infusion para gelaufen und T80.8. kodieren:
    Würde ich als passend empfinden, wenn sich daraus pflegerische oder therapeutische Konsequenzen ergeben haben.


    Verstopfter ZVK oder Port mit T82.5 verschlüsseln:
    Die Überschrift zu T82 lautet "Komplikationen durch Prothesen, Implantate oder Transplantate im Herzen und in den Gefäßen". Ein ZVK betrachte ich nicht als Implantat, den Port schon eher. D.h. ein verstopfter ZVK macht sich u.U. in der OPS-Verschlüsselung bemerkbar, der Port auch hier.


    Ich muß aber zugeben, daß ich kein ZVK-Spezialist bin, vielleicht gibt es qualifiziertere Ansichten?
    --
    Andreas Raether
    Winnenden

    Andreas Raether
    Winnenden

  • Hallo doerr9,
    die paravenöse Infusion könnte ich mir auch unter T80.8 vorstellen - sofern sie die üblichen DRG-Kriterien erfüllt (was die meisten paravenösen Infusionen aus meiner Sicht eher nicht tun).
    Einen nicht mehr durchgängigen ZVK oder Port als T82.5 zu kodieren halte ich persönlich nicht für korrekt.
    "Mechanische Komplikationen durch sonstige Geräte..." Ein verstopfter ZVK hat eine mechanische Komplikation - der Patient eher nicht, es sei denn der ZVK verstopft etwas im Patienten... Oder liege ich hier schief?


    Christian Frey

  • Seehr geehrtes Forum,


    auch ich habe zu diesem Thema eine Frage!


    Folgender Fall: Antibiosegabe über Braunüle; Infusion läuft para, Patient hat Schmerzen, Braunüle wird gezogen. Laut Pflegebericht und Krankenakte(soweit vollständig und lückenlos geführt)sind, mit Ausnahme des Legens einer neuen Braunüle, keinen weitere :sterne: n Maßnahmen erfolgt.
    Die gleiche Situation lag auch am folgenden Tag vor.
    Kann ich trotzdem die T80.1 verschlüsseln?
    Ich denke eher nicht, oder kann man einen Mehraufwand mit dem Legen der weiteren Barunülen begründen?



    Vielen Dank und ich hoffe auf Hilfe,


    SimoneF

    Viele Grüsse aus Hannover


    Simone F
    :sonne:

  • Noch schnell eine Korrektur zu meiner Frage!!!!!!!
    Ich meinte natürlich die 80.8!!!!!!!!!1


    Danke,


    SimoneF

    Viele Grüsse aus Hannover


    Simone F
    :sonne:

  • Hallo Simone F,


    ich kodiere die T80.1 nur, wenn in der Doku etwas von Rötung und Schwellung der para gelaufenen Infusion steht,die dann mit Eis bzw. mit einem Heparinsalbenverband behandelt wurde.


    Viele Grüße
    casapietra

  • Zitat


    Original von casapietra:
    Hallo Simone F,


    ich kodiere die T80.1 nur, wenn in der Doku etwas von Rötung und Schwellung der para gelaufenen Infusion steht,die dann mit Eis bzw. mit einem Heparinsalbenverband behandelt wurde.


    Guten Morgen,
    ... das war aber ja nicht die Frage.


    Mich würde auch interessieren, ob folgende \"Komplikation\" mit T80.[c=red]8[/code] verschlüsselt werden darf.


    Zitat:
    Folgender Fall: Antibiosegabe über Braunüle; Infusion läuft para, Patient hat Schmerzen, Braunüle wird gezogen. Laut Pflegebericht und Krankenakte(soweit vollständig und lückenlos geführt)sind, mit Ausnahme des Legens einer neuen Braunüle, keinen weiteren Maßnahmen erfolgt.
    Gruß,
    B. Schrader

  • Guten Morgen,


    ich denke auch die T80.8 kann nur verschlüsselt werden, wenn ein Aufwand damit zusammenhängt. Diese Diagnose würde ich verschlüsseln, wenn es z.B, zu einer heftigen Blutung kommt. Nur das legen einer neuen Braunüle zählt m.E, nicht dazu.


    gruß bewe

  • Zitat


    Original von bewe:


    ich denke auch die T80.8 kann nur verschlüsselt werden, wenn ein Aufwand damit zusammenhängt. Nur das legen einer neuen Braunüle zählt m.E, nicht dazu.
    gruß bewe



    Hallo,
    und genau da liegt für mich der \"Knackpunkt\".
    Warum ist das erneute Legen einer Braunüle kein Mehraufwand?


    Gruß,
    B. Schrader

  • Hallo nochmal,


    der Aufwand bezieht sich hier nicht auf die Behandlung des betroffenen Gebietes.
    Anderes sieht es natürlich aus, wenn ein Salbenverband angelegt wurde.


    gruß bewe