diagnostische Arthroskopie 1-697.7

  • Bisher haben wir unsere stationär durchgeführten arthroskopischen Knieoperationen wie 5-812.5 (Meniskusresektion), Lateral release (5-813.9), 5-812.1h (Knorpelglättung) usw. immer mit dem Zusatzcode 1-697.7 (diagnostische Arthroskopie)versehen. Letzterer bildet ja eigentlich bei den aufgeführten Eingriffen nicht unbedingt einen Mehraufwand ab;ich befürchte im Gegenteil, dass er -besonders wenn er dann auch noch in der Liste der TOP-10-Prozeduren erscheint- einen verschärften Anlass für die Überprüfung darstellt, ob dieser Patient nicht hätte ambulant operiert werden können. Kniespiegelungen stationär durchzuführen ist sowieso schon schwer genug!
    Ich würde diesen Code bei den genannten Eingriffen gerne weglassen. Spricht irgendetwas dagegen?

  • Guten Tag, joalneu,
    es spricht nichts dagegen, den Kode für die diagnostische Arthroskopie wegzulassen, da er ohnehin bei einer therapeutischen Arthroskopie gar nicht kodiert werden SOLLTE. Dies gilt für alle Endoskopien des OPS: entweder diagnostisch, dann Kodierung als diagnostisch, oder therapeutisch, dann Verwendung des entsprechenden Kodes für den endoskopischen Eingriff aus Kapitel 5. Sie finden unter 5-81 Arthroskopische Gelenkoperationen ein Exklusivum "Diagnostische Artrhoskopie (1-697)".
    MfG
    C.Witt

  • Hallo Joalneu und Cwitt,


    es gibt noch eine salomonische Lösung, die wir seit 1986 praktizierten (wir codierten seit dieser Zeit mit einem eigenen Schlüssel und mußten dann auf den OPS umsteigen). Wurde(n) während der arthroskopischen OP die präoperative Diagnose(n) geändert oder erweitert, so codierten wir die diagnostische Arthroskopie zusätzlich, wurde nach einer diagnostischen Athroskopie offen weiteroperiert galt das gleiche usw.


    Vielleicht kann man sich damit anfreunden.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas Winter
    Berlin