Verwaltung von MDK-Fällen

  • Hallo liebes Forum,


    ganz schlicht: wer verwaltet wie seine MDK-Fälle ?
    Momentan gibt es bei uns eine access-Datenbank
    mit Doppeleintrag von Falldaten.
    Ist ein parametriertes SAP-Dokument die Lsg ?


    Viele Grüsse
    Martina Schrenk

  • Hallo,


    wir haben auch dieses Problem und werden uns voraussichtlich die Lösung der Schwabinger einkaufen, die haben genau dafür ein Tool in SAP programmiert und vertreiben es auch...


    Gruß





    --
    Thomas Lückert
    Medizincontrolling
    Johanniter-Krankenhaus im Fläming

    Thomas Lückert
    Stabsstelle Medizincontrolling
    Unfallkrankenhaus Berlin

  • Hallo Frau Schrenk, Herr Lückert,
    genau das Problem haben wir auch.


    Wäre doch schön wenn man von der:
    ersten Befristung
    Kurzarztbericht
    MDK Gutachten
    Einspruch
    Klage
    Abschreibung


    alle Information zum Patienten verknüpft im Kiss hätte.


    Patientenaufnahme
    Arzt für Arztbriefschreibung
    Med. Controlling
    Buchhaltung/ Rechnungsprüfung/Mahnwesen


    sollten den gleichen Informationsstand haben.


    Wer hat schon Lösungen ?


    --
    Kurt Mies

    Kurt Mies

  • Guten Morgen allerseits,


    wir führen eine Excel-Liste (wegen der strittigen Beträge), unser Siemens-KIS (medico) verfügt aber zusätzlich über die Möglichkeit, in der Patientenverwaltung Bemerkungen zum Patienten anzulegen, so dass wir für den Fall einer Klage alle Schritte nachvollziehen können. allerdings können die Leistungserbringer diese Bemerkungen nicht sehen, da sie mit einem anderen Modul arbeiten. Dafür schreiben wir (Medizincontrolling und Forderungsabrechnung) unsere Briefe an die Kassen und die Widersprüche an den MDK mit der Arztbriefschreibung, so dass die Ärzte sehen können, was für administrativen Schriftwechsel es zu einem Patienten gibt. Man sieht schon die Schwachstelle: das KIS ist funktionsorientiert und nicht workfloworientiert. Nicht verschweigen möchte ich auch, dass die Prozessüberwachung des MDK-Verfahrens erhebliche Personalressourcen fordert, die durch einen eleganteren EDV-Workflow sicher verringert werden könnten.


    Gruß aus Hamburg
    --
    Manfred Nast
    Medizincontrolling Bethesda AK Bergedorf Hamburg

    Manfred Nast

  • Hallo Herr Mies und Kollegen,


    Wer hat schon Lösungen ?


    Wir haben von GWI das ORBIS-Modul Erlös-Monitor gekauft. Darin sind eigentlich alle erforderlichen Funktionen enthalten. Nur funktionieren tut er noch nicht fehlerfrei. Aber es gibt noch Hoffnung: auch ein Mercedes muß mal in die Werkstatt!



    --
    Freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo,


    die DSAG (Dt.SAP-Anwendergruppe) hat einen Entwicklungsantrag
    zum Thema vorliegen (zur Abstimmung beim Anwendertreffen in
    Wismar vom 11.2.04 - 12.4.04) - Zitat:


    [i]Unterstützung von MDK_Anfragen
    Die Unterstützung der MDK Anfragen hängt eng mit der Unterstützung der Wiederkehrerthematik zusammen, soll aber hier doch etwas gesondert betrachtet werden.Hier wäre eine eine genaue Abstimmung der Vetreter der Krankehäuser mit der SAP - Entwicklung sinnvoll.
    Mindest-Anforderungen:
    1. Verwaltung in einer Datenbankstruktur


    2. einfache Erfassmöglichkeit einer MDK-Anfrage, die nicht über die ANFM Nachricht im §301 im Krankenhaus eintrifft.


    3. Ereignisgesteuerte Aufforderung ein Begründungsdokument (PMD oder Word-Dokument) anzulegen



    4. Deutliche Sichtbarmachung der Anfrage im Klin. Arbeitsplatz (stat-./Amb.-, Medizincontroller Sicht), der Fallübersicht, bei der Abrechnung (Massenabrechnung, Einzelabrechnung) mit Angabe der Status


    5. Statusverwaltung (Eingetroffen am, weitergeleitet an / am, Bearbeitungszustand usw., Status des Med. Status zum Zeitpunkt der Statuserfassung) deren einzelne Status vom Anwender selbst definiert werden kann[i]


    6. Historienverwaltung


    7. Auswertungen der Anfragen nach:
    Status, Bearbeitungszustand, prozentuale Verteilung der Anfragen auf gesamte Fallzahl, Sortierung / Auswahl nach Fachabteilungen


    Die Erfahrungen der Krankenhäuser ist, dass die MDK-Anfragen vor
    allem auch nach Einführung der DRG-Abrechnung sehr angestiegen sind. Um diese Flut von Anfragen zeitnah bewältigen zu können ist unbedingt eine in SAP integrierte Unterstützung nötig. Mit einer vernünftigen Unterstützung können die Arbeitsaufwände sowohl in der Patientendatenverwaltung als auch bei den Ärzten optimiert und reduziert werden.[i]



    MFG
    Martina Schrenk

  • Hallo,


    leider viel zu spät das Tool bräuchten wir schon seit Jahren...und bis das funktionsfähig in Produktion geht wird es sicher 2005 (wenn Überhaupt bei der Indolenz der SAP bezüglich Kundenwünsche aus dem Krankenhausbereich)...


    Gruß
    --
    Thomas Lückert
    Medizincontrolling
    Johanniter-Krankenhaus im Fläming

    Thomas Lückert
    Stabsstelle Medizincontrolling
    Unfallkrankenhaus Berlin

  • Hallo,
    Eine kurze Darstellung, wie man es auch machen kann:
    Wir überwachen elektronisch über den §301 Datenverkehr die Kostenzusage, sodass sog. MDK Fälle, bei denen ja die KOGA zurückgenommen wird, automatisch markiert werden können. Die Tatsache, dass ein Fall strittig ist, steht nun sofort sowohl der Verwaltung, als auch berechtigten Ärzten als ToDo-Liste zur Verfügung. Über Kennzeichen kann der weitere Verlauf nun gesteuert und sichtbar gemacht werden. Dies beginnt mit der „Erklärung“ eines MDK Falls, läuft über die ärztliche Begründung, die neue Kostenzusage.......bis eine Einigung erzielt wird und ein neuer §301 Datensatz an die Kasse gesendet wird. Zwischenzeitlich sind die Informationen auch als zusammengefasste Berechnungen nach verschiedenen Filterkriterien wie Abteilung oder Kostenträger als offene Posten Liste für die Finanzbuchaltung und andere darstellbar.


    Der gesamte Schriftverkehr kann in der digitalen Patientenakte unter einem Register MDK eingesehen und erstellt werden. Interne Dokumente werden hier nach Erstellung automatisch eingefügt, externe lassen sich ggf. scannen. Damit bleiben alle Informationen für jeden berechtigten Anwender jederzeit vollständig im Blick.


    So machen wir das


    Gruß
    I. Witten

  • Hallo zusammen,


    wer von Ihnen arbeitet mit der Schwabinger Lösung zur Abbildung von MDK-Beanstandungen in SAP oder kann zumindest eine EInschätzung aus Anwendersicht abgeben?


    Für die Rückmeldung vielen Dank im Voraus


    U. Böttger-Pannekamp

  • Hallo,


    um noch mal auf die DSAG-Abstimmung zurückzukommen -


    der Entwicklungsantrag wurde mit der Priorität VERY HIGH
    verabschiedet. Evt. soll es einen Workshop geben.


    Dann vielleicht doch noch vor 2005 ...



    MFG
    M.Schrenk

  • Hallo Herr Böttger-Pannekamp,


    wir stehen kurz davor die Lösung einzusetzen, damit bestehen zwar noch keine Erfahrungen mit der Software, aber ich habe Ihnen die Beschreibung des Moduls von Herrn Wilke angehängt.



    Viele Grüße!
    W. Ventour

  • Hallo wventour,


    ist es möglich, die Beschreibung
    des Moduls hier bereitzustellen?


    Freundliche Grüsse
    Martina Schrenk