901 Fehler-DRG

  • Hallo Forum
    Patient aufgenommen wegen K83.1 Verschlußikterus. Nach zehn Tagen Entlassung vorgesehen, Schrittmacherkontrolle ergab Batterieerschöpfung, somit wurde die Prozedur 5-378.51 Aggregatwechsel verschlüsselt. Nach weiteren sechs Tagen entlassen.
    Entlassung mit Hauptdiagnose K80.81 und Nebendiagnosen I50.9, K83.1, N39.0, R001, T82.1 und Z95.0.
    Bei vorhandener Kodierung wird Fehler-DRG "901Z" generiert.
    Fragestellung:
    Ist die Kodierung richtig, da bei der Aufnahme bis zur Erkenntnis der Batterieerschöpfung ausschließlich die K80.81 behandelt wurde und die Batterieerschöpfung ein Zufallsbefund war?

  • Hallo EKT,


    ja, die Prozedur gehört eben nicht zur HD und dafür ist diese Sammel-DRG vorgesehen. Fehler-DRG heisst nicht immer, dass sie einen Fehler gemacht haben.


    Man könnte für diese DRG auch als Titel schreiben "Der Patient musste während des Aufenthalts operiert werden an etwas, weswegen er nicht aufgenommen wurde"


    Gruß
    SG

  • Hallo EKT,


    nur ein kleiner Hinweis: Die Batterieermüdung wird mit Z45.0 und nicht T82.1 verschlüsselt(DKR0911c). Dennoch ändert sich im Ergebnis nichts.


    Mit freundlichem Gruß


    A.Chandra

  • Hallo,


    es stellt sich die Frage, ob die Batterieerschöpfung so weit fortgeschritten war, dass der Batteriewechsel überhaupt innerhalb des fraglichen Aufenthaltes notwendig war. Die meisten SM Systeme generieren ja die Meldung ERI (elective replacement indicator), also Indikator für elektiven Ersatz, d.h. also nicht Notfall-Ersatz. Da hätte der Pat. also evtl. nach Behebung des Verschlussikterus entlassen und dann elektiv zum SM-Wechsel wieder aufgenommen werden können. Kommt aber, wie gesagt, auf die genauen Umstände an, natürlich auch auf den Umfang der Schrittmacher-Abhängigkeit usw. Ein Risiko sollte man natürlich nicht eingehen.


    MfG


    --
    M.Rost

    M.Rost