Diabetes E11.7x

  • Guten Morgen,


    auf die Gefahr hin, dass das schon mal gefragt wurde:


    Wir benutzen das Orbis Open med von GWI. Wenn ich nun einen Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen verschlüssele, kann ich die G63.2* und die I79.2* als Sekundärdiagnosen nur dann eingeben, wenn ich beide Male die E11.70/.71 als Primärdiagnose eingebe. Der Workplace weist mir dann aber für beide Male einen CCL von 2 für die E11.7x aus, was ja eigentlich nicht richtig ist, man gibt die E11.7x ja redundant ein. Andererseits wird die I79.2 als Stern-Diagnose nur als Sekundärdiagnose akzeptiert und nicht als Primär-Nebendiagnose.
    Kann mir einer der Spezialisten da weiter helfen?
    Vielen Dank!


    :)

    M.Rost

  • Hallo Herr Rost,


    redundante Codes z.B. hier zwei Mal E11.7x werden vom Grouper eliminiert. Was meinen Sie mit "I79.2 als Stern-Diagnose nur als Sekundärdiagnose akzeptiert und nicht als Primär-Nebendiagnose"? Wer lehnt wo ab?


    --
    Freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo Herr Konzelmann,
    wir kennen das Problem auch bei Siemens: E11.7x erfordert ja mindestens 2 *-Codes. Bei der Datenübermittlung nach §301 erkennt das System aber nur +/*, der nun folgende zweite *_code wird als ungültige Sekundärdiagnose ohne zugehörige +-Codierung abgewiesen. Nach Auskunft von Siemens hängt das mit den vorgegebenen 301-Datensätzen zusammen, Hilfslösung derzeit nur E11.7x mehrfach mit den entsprechenden Sekundärcodes eingeben.
    MfG
    --
    Joris Schikowski
    MC Klinikum Bad Salzungen

    :augenroll: Joris Schikowski
    MC Klinikum Bad Salzungen
    Vors. RV MD der DGfM e.V.

  • Hallo zusammen,
    wir (auch GWI Haus) geben als Konstrukt um die "Mehrfach-komplikationen beim DM" darzustellen, neben der E11.7x zusätzlich die " Untergruppen" E 11.1x-E11.6x mit jeweils einer zusätzlichen Sekundärdiagnose an. Dann gibt es
    1.keine Doppelerfassung für den Grouper mit E11.7x.
    2.Er "überstrahlt" im Groupierungsprozess die "untergeordenten" E11.1x-E11.6x und das
    3.Problem daß z.b. die Doppelkodierung E11.7x auch im § 21 Datensatz als doppelt angesehene ICD angesehen wird (Fehlerkategorie ...) entfällt.
    Von GWI seitig sollte jedoch seit der Einführung des zusätzlich zu erwerbendem Tool "DRG Assistent" angeblich mehrere Sekundärdiagnosen
    einer einzelnen Diagnose zugeordnet werden können. (Stand letztes Jahr). Ob dies so ist, kann ich selbst nicht sagen, da wir dieses Modul nicht nutzen.
    Die KK und der MDK hat uns als Optionshaus 2003 unseren o.g. Ablauf jedoch bisher nicht beanstandet und ist meiner Meinung nach auch konform im Sinne der Kodierrichtlinien DM.
    (Lasse mich auch gern belehren, daß dem allem nicht so ist...)
    Grüsse
    Achim Ritter

  • Zitat


    Von GWI seitig sollte jedoch seit der Einführung des zusätzlich zu erwerbendem Tool "DRG Assistent" angeblich mehrere Sekundärdiagnosen
    einer einzelnen Diagnose zugeordnet werden können. (Stand letztes Jahr). Ob dies so ist, kann ich selbst nicht sagen, da wir dieses Modul nicht nutzen.
    Achim Ritter


    Hallo Herr Ritter,
    mit dem DRGA haben Sie das gleiche Problem!
    Sie geben zwar die Primärdiagnose nur einmal an und selektieren dann mehrere Sekundärdiagnosen, jedoch bei Übernahme ins Diagnosenfach generiert das System zu jeder Sterndiagnose die entsprechende Primärdiagnose.
    Es sieht also genauso aus, wie ohne DRGA.


    Gruss
    C. Hoewner

  • Guten Abend allerseits,


    Wenn der Grouper die E11.7x als Duplikat wertet und die *Codes mitverarbeitet (das tut er glaube ich im 21-Datensatz, s.a. Post von Herrn Konzelmann) berührt das von Herrn Rost zu Recht angesprochene Problem eher Redundanz- und Ergonomiefragestellungen (warum muss ich jedesmal im KIS den E11.7x-Code erfassen, um einen Sekundärcode dokumentieren zu können, um den es eigentlich geht, hab ich doch schon gemacht usw.). Das Problem ist hier: Die EDV (ohne die wir alle nicht mehr leben können:-) lässt die alleinige Eingabe eines Sekundärcodes - obwohl an sich richtig - nicht zu oder generiert ungesteuert (:shock1: ) im Hintergrund Primärcodes hinzu. (s. Posts von Herrn Hoewner und Herrn Ritter). @ Herrn Ritter: Das Konstrukt ohne Doppelerfassung E11.7x entfällt, stattdessen - so habe ich das verstanden - erfassen Sie einen "Alternativ-Code", der übersteuert wird. Frage: Ist das keine Doppelerfassung ? Ist es doch. Sie bekämpfen das Problem symptomatisch. Noch einmal zur Ausgangsfrage:
    Herr Rost schreibt:
    "Der Workplace weist mir dann aber für beide Male einen CCL von 2 für die E11.7x aus, was ja eigentlich nicht richtig ist, man gibt die E11.7x ja redundant ein."


    Hier ist m. E. zu klären, ob der ominöse Workplace dies nur ausweist (was auch schlecht wäre) oder ob er es in den weiteren Informationen auch verwendet ?
    Zwei Möglichkeiten:
    1. Workplace schaut nur, wieviele CC-relevanten Diagnosen vorhanden sind und präsentiert das dem Nutzer --> meine Meinung: Irreführung des Anwenders --> sollte man ändern.
    2. Workplace groupt in "Echt"zeit die Daten und weist den PCCL in realiter aus. Dann dürften die Doppelungen nicht berücksichtigt werden und es wäre ok (wenn der Nutzer dies auch weiß).


    Herr Rost schreibt ja:
    "Der Workplace weist mir dann aber für beide Male einen CCL von 2 für die E11.7x aus"
    Dies ist grundsätzlich ja richtig, da der CCL je Diagnose ausgewiesen wird (ich vermute daher, dass 1. zutrifft). Blöd ist allerdings, dass die Doppelungen nicht weggefiltert werden.
    Ich habe den Verdacht, dass hier eine irreführende Information an den Nutzer kommuniziert wird. Insofern erscheint es sinnvoller, nicht den CC-Wert der Einzeldiagnose zurückzumelden, sondern den PCCL der jeweiligen DRG, wobei dieser natürlich nicht aus den gedoppelten/gemehrfachten + Diagnosen resultieren darf.


    Dies würde ich kontrollieren, und - falls zutreffend - abstellen lassen. Es verwirrt nur.


    Gruß
    B. Sommerhäuser